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Frankreichs Geheimnis: Vernichtung der Delfine

Ein toter Delfin

treibt in der Nähe eines Schleppnetzschiffes vor der Küste Frankreichs. · Bild: Alejandra Gimeno / Sea Shepherd

Frankreichs schmutziges Geheimnis über die Vernichtung seiner Delfine

Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd schlägt Alarm: Jedes Jahr von Januar bis Ende März werden an Frankreichs Westküste ungefähr 6.000 bis 10.000 Delfine getötet - durch große, industrielle Schleppnetz- und Fangschiffe.

Diese Schiffe fischen in erster Linie Seebarsche und fahren dazu gezielt während der Brutzeit in die Laichgebiete - ein Vorgehen, das nicht nur die Seebarsch-Bestände bedroht, sondern auch tödlich für Delfine ist, die sich als Beifang in den Netzen verheddern und ertrinken.

In einem Gutachten des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS), der Forschungseinrichtung L’Observatoire PELAGIS und der Universität von La Rochelle aus dem Jahr 2016 wird ausdrücklich dargelegt, dass die Sterberate von Delfinen durch Fangschiffe das Überleben der Bestände mittelfristig aufs Spiel setzt. Meeressäuger sind besonders anfällig, denn sie haben eine niedrige Fortpflanzungsrate. Zudem droht Nahrungsknappheit durch Überfischung.

»Wenn wir auch morgen in Frankreich noch Delfine sehen wollen, müssen wir dringend sofortige Schutzmaßnahmen ergreifen«, so Sea Shepherd Frankreich Präsidentin Lamya Essemlali. Sea Shepherd Frankreich fordert den französischen Staat auf, die Schleppnetzfischerei in Seebarsch-Laichgebieten zu verbieten.

Quelle: Sea Shepherd, Pressemeldung vom 26.2.2018
Weitere Informationen: www.sea-shepherd.de

Auf einer Patrouillenfahrt filmte die Sea Shepherd

-Crew zwei Fangschiffe beim Heraufziehen ihrer Netze, in denen sich zwei Delfine verfangen hatten. · Bild: Alejandra Gimeno / Sea Shepherd