Freiheit für Tiere
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Palma de Mallorca verbietet Stierkämpfe

Palma de Mallorca soll zur »Stadt ohne Tierquälerei« und »stierkampffreien Zone« erklärt werden. Im »Coliseo«, der größten Stierkampf-Arena auf Mallorca, werden in Zukunft keine Stiere mehr getötet, sondern nur noch kulturelle und sportliche Veranstaltungen stattfinden. Das könnte Signalwirkung für die ganze Insel haben.

Anfang Juni hat die neue Stadtregierung ein Stierkampfverbot angekündigt. Denn die Empörung über die blutigen Stierkämpfe schlägt schon seit längerem große Wellen. Und die stierkampffreundliche konservative Volkspartei hat in der Kommunal- und Regional­wahl Ende Mai inselweit ihre bisherigen Mehrheiten verloren.

Die Bürgerinitiative "Mallorca ohne Blut"

hat mehr als 120.000 Unterschriften gegen diese "grausame Tradition, für die sich immer mehr Bürger schämen" gesammelt. · Plakat: AnimaNaturalis · www.animanaturalis.org

Im nordspanischen Katalonien wie auf den Kanarischen Inseln sind Stierkämpfe schon seit längerem verboten. In der jüngeren Generation findet die blutige Tradition immer
weniger Anhänger. In den letzten Jahren mussten zahlreiche Stierkampf-Arenen mangels Zuschauern und ausreichenden Einnahmen in ganz Spanien geschlossen werden.

Spaniens Stierkampflobby hat jetzt bei der Unesco beantragt, den Stierkampf zum Weltkulturerbe zu erklären.

Quellen:
· Neue Osnabrücker Zeitung, 5.6.2015
· AnimaNaturalis
www.animanaturalis.org