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PETA fordert Einführung einer Fleischsteuer

Der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern

ist verantwortlich - für mind. 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen - für 90 % der Zerstörung des tropischen Regenwaldes - für 50 % der Wasserverschmutzung in Europa - für rund 85% der Ammoniak-Emissionen, die als hauptverantwortlich für das Waldsterben gelten, die Böden verunreinigen und das Grundwasser vergiften. Bild: fabioberti.it - Fotolia.com

Die Tierrechtsorganisation PETA fordert von der Bundesregierung erhöhte Steuern auf Fleischprodukte. Denn die schädlichsten Produkte für Umwelt und Gesundheit sind Fleisch-, Wurst- und Milchwaren. Eine Fleischsteuer wäre somit Steuergerechtigkeit nach dem Verursacherprinzip.

»Für gesundheits- und umweltschädliche Produkte wie Alkohol, Zigaretten, Luxusfahrzeuge und Benzin muss schon lange eine Luxussteuer bezahlt werden. Es ist an der Zeit, dass dies auch für Fleisch und Wurst eingeführt wird«, fordert Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e.V. »So wird die Steuerbelastung gerechter verteilt. Die Steuer­gesetzgebung hat eine Lenkungsfunktion und sollte Mensch, Tier und Umwelt zugute kommen.«

Kosten der Fleisch- und Milchproduktion zulasten der Gesellschaft

Die derzeitige Besteuerung von Fleisch- und Milchprodukten sei unlauter, denn die Herstellung verursacht extrem hohe Kosten, die zulasten der ganzen Gesellschaft gehen. Für die Herstellung von Fleisch werden immer mehr Mastbetriebe gebaut, welche die Umwelt durch die hohen Güllemengen extrem belasten. Die industrielle Massentierhaltung ist klimaschädlicher als der gesamte Verkehr und produziert große Mengen des Klimakillers Methan.

Darüber hinaus wird das Gesundheitssystem durch eine Fehlernährung mit hohem Fleischkonsum finanziell stark belastet, da dies die Ursache für zahlreiche Erkrankungen wie Herzprobleme, Diabetes, Übergewicht und Krebs ist. Zwei Drittel der Kosten im Gesundheitssystem gehen auf ernährungsbedingte Krankheiten zurück.

Diese Kosten werden von der ganzen Gesellschaft getragen, obwohl sie hauptsächlich durch Fleischkonsum verursacht werden.

Auch Welternährungsorgansation fordert Besteuerung der Fleischproduktion

Im ersten Schritt empfiehlt PETA die Anpassung an 19 Prozent Mehrwertsteuer - derzeit werden Fleischprodukte noch mit dem verminderten Satz von 7 Prozent besteuert.

Auch die schwedische Landwirtschaftsbehörde möchte den Fleischverbrauch aus Umweltgründen einschränken und dazu europaweit eine Fleischsteuer einführen.

Bereits 2010 empfahl die Welternährungsorganisation FAO, die Fleischproduktion zu besteuern, damit die Kosten der Umweltverschmutzung nicht mehr von der Allgemeinheit, sondern von den Verursachern getragen werden.

Graphik: footwatch.de