Freiheit für Tiere
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Sterben von Bestäubern bedroht Nahrungssicherheit

Das massenhafte Sterben von Bestäubern wie Bienen,

Wespen, Motten, Schmetterlingen, Käfern, Vögeln und Fledermäusen bedroht die weltweite Nahrungsmittelsicherheit. · Bild: Freiheit für Tiere

Immer mehr Bienen, Wespen, Motten, Schmetterlinge, Käfer und andere Bestäuber wie Vögel und Fledermäuse sind weltweit vom Aussterben bedroht. Der Weltrat für Biologische Vielfalt (IPBES) der UNO warnt: Dies könnte schwere Konsequenzen für die Nahrungsmittelsicherheit haben.

Der von 80 Autoren erstellte Bericht des Weltrats für Biologische Vielfalt ist die erste weltweite Bestandsaufnahme der Bestäuber. Die wichtigsten Aussagen:

> Weltweit gibt es 20.000 Wildbienenarten. Auch Schmetterlingsarten, Motten, Wespen, Käfer, Vögel, Fledermäuse und andere Wirbeltiere tragen zur Bestäubung bei.

> Vor allem in Nordamerika und Nordwesteuropa sinkt die Zahl der Bienen und Schmetterlinge. In einigen Regionen sind mehr als 40 Prozent der Bienen- oder Schmetterlingsarten vom Aussterben bedroht.

> 16 Prozent der Wirbeltier-Bestäuber wie Vögel und Fledermäuse sind weltweit vom Aussterben bedroht.

> Bei den Wildblütenpflanzen sind fast 90 Prozent zu einem gewissen Grad von Tierbestäubung abhängig.

> 75 Prozent der Nahrungspflanzen der Welt sind zumindest teilweise auf Bestäubung angewiesen.

> Damit sind Nahrungsmittel im Wert von 235.000.000.000 bis 577.000.000.000 US-Dollar direkt von Bestäubern betroffen. Das Artensterben gefährdet damit die Existenzgrundlage von Millionen Menschen.

> Schuld am Artensterben ist der Mensch: durch Zerstörung von Lebensraum, Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln, Umweltverschmutzung, die Ausbreitung konkurrierender Arten, Monokulturen und Klimaveränderung.

> Als Gegenmaßnahme könnten Landwirte verstärkt Wildblumen zwischen Felder pflanzen und mehr natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Quelle:
Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services IPBES: Pollinators Vital to Our Food Supply Under Threat. Kuala Lumpur, 26.2.2016.