"... denn sie fühlen wie Du den Schmerz!"

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Ein Leben für die Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

»... denn sie fühlen wie Du den Schmerz!« ist die Autobiographie eines Menschen, dessen Lebensinhalt der Einsatz für Tiere ist. Seit über 20 Jahren ist Tom Putzgruber mit seinem Verein RespekTiere an der »Tierrechtsfront« aktiv: Er dokumentiert die Missstände und das unendliche Leid der Kühe, Schweine und Hühner in der so genannten »Nutz« tierhaltung, das Leid der Haflinger- und Norikerfohlen bei Schlacht-Auktionen, die Tierquälerei in Zirkussen und durch die Jagd. Er demonstriert gegen Hubertusmessen, Schlachttransporte und Echtpelz-Verkauf. Und er setzt sich ein für Streunerhunde in Osteuropa und Spanien und für die Arbeitsesel in Mauretanien. Er rettet Tiere, versorgt und vermittelt sie. In seinem Buch berichtet er ausführlich von seiner Motivation und zutiefst ethischen Überzeugung. Und vor allem erzählt er anekdotenhaft von den vielen verschiedenen Einsätzen für die Tiere und den Begegnungen mit Massentierhaltern und Jägern. Dadurch erhalten wir als Leserinnen und Leser direkte Einblicke in eine Thematik, die oft verschwiegen wird, aber derart herzzerreißend ist, dass es in der Seele schmerzt. Und doch gibt es auch viel Humor und Unterhaltsames, wenn zum Beispiel bei Einsätzen einiges kurios verläuft. Vor allem lesen sich Toms Einsatzberichte spannend - das Herzblut ist dabei immer zu spüren. Der Tierrechtsaktivist ist überzeugt: »Solange unangemeldete Kontrollen von völlig unabhängiger Seite nicht ermöglicht werden, solange wird die Recherchearbeit einen unverzichtbaren Zweig der Tierrechtsbewegung darstellen müssen.«

Bei der alljährlichen Hubertusmesse

Bei der alljährlichen Hubertusmesse

in Salzburg/Aigen gelingt es Tom Putzgruber und dem RespekTiere-Team regelmäßig, sich vor den Umzug der Jägerschaft an die Spitze zu setzen. Dahinter auf dem Pferdewagen: ein extra für die »Messe« getöteter Hirsch. · Bilder: RespekTiere

»Wir Landkinder waren mit dem Sterben von Tieren für unsere Nahrung ständig konfrontiert, zu jener Zeit passierte das Töten nicht so versteckt wie heute«

Das Buch ist 620 Seiten dick und fast zwei Kilo schwer. Auf den ersten etwa 50 Seiten geht es um grundlegende Aspekte: Ausführungen über Ethik, Erkenntnisse der Verhaltensforschung, die Intelligenz der Tiere und die Rolle der Kirche, welche eine grundlegende Mitschuld am Leid der Tiere trägt, weil sie über Jahrhunderte und bis heute den Tieren die unsterbliche Seele abspricht und die Ausbeutung der Tiere durch den Menschen legitimiert.

Tom Putzgruber, 1968 geboren, berichtet von seiner Kindheit im ländlichen Niederösterreich. Durch seine Familie lernte er Tierliebe: »Mein Vater war immer Tierschützer der alten Schule gewesen. Ein solcher, der zwar nichts Schlimmes darin sah, Fleisch zu essen, von den damit verbundenen Problematiken aber nicht wirklich etwas hören wollte.« Solange sich Tom erinnern kann, brachten Nachbarn und selbst Leute aus umliegenden Dörfern verletzte und kranke Tiere zu den Putzgrubers: Hasenbabys, federlose Vögel und Igel, welche die Familie gesund pflegte. Gleichzeitig wurde zwar selten, aber völlig selbstverständlich Fleisch gegessen. »Wir Landkinder jener Generation waren mit dem Sterben von Tieren für unsere Nahrung ständig konfrontiert, zu jener Zeit passierte das Töten bei weitem nicht so versteckt wie heute. Fast jede/r aus meiner Altersklasse hat wahrscheinlich miterlebt, wie Erwachsene in voller Selbstverständlichkeit ein Huhn durch das Köpfen mittels einer Axt direkt vor den Augen der Kleinen schlachteten und es in Folge sogar ungeheuer lustig fanden, wenn wir erstarrt vor Schreck beobachten mussten, wie das arme Tier selbst ohne Kopf noch ein paar Meter weit stolperte.«

Die Großmutter hielt Stallhasen und gab den Kindern Hasenbabys zum Streicheln auf den Arm. »Schon kurz darauf gab es dann Hasensoße bei Oma zu essen, und bis heute ekelt mich der Gedanke daran; ich rieche den Geruch, ich spüre den Würgreiz, der mir hochkam, nun nach fast 50 Jahren ganz genauso, als ob es gestern gewesen wäre. « Aber: Gegessen wurde damals, »was auf den Tisch kommt«. Sträuben führte letztlich unweigerlich dazu, so lange am Tisch sitzen bleiben zu müssen, bis der Teller leer war.

Der kleine Tom hatte frühzeitig eine Abneigung gegen Fleisch: »Ich brachte nichts Fettiges hinunter, Gulasch mit den typisch-deftigen Rindfleischbrocken war mir ein Gräuel ... es schüttelt mich noch heute beim Gedanken an Naturschnitzel oder gar Innereien. Vom Huhn konnte ich nur das weiße Fleisch essen, alles andere hätte Brechreiz verursacht. Doch damals war - vor allem auf dem Land - "vegetarisch" noch ein Fremdwort. Und "vegan" kannte man überhaupt nicht.«

Seit 2006 engagiert sich Tom Putzgruber

Seit 2006 engagiert sich Tom Putzgruber

mit RespekTiere für die Esel in Mauretanien. Wie in vielen westafrikanischen Ländern ist die Situation der Arbeitsesel katastrophal. Darum hat Respek­Tiere ein sehr erfolgreiches Eselprojekt mit einer mobilen Eselstation aufgebaut: Mehrere Tierärzte, Tierpfleger sowie Hufpfleger versorgen an allen Tagen der Woche kostenlos die geschundenen Esel an den Wasserstellen. RespekTiere hat es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung an den Wasserstellen, aber auch über Radiospots oder Plakate, die Menschen zu einem achtungsvolleren Umgang mit den Tieren zu bewegen. · Bilder: RespekTiere

Auf Reisen als junger Mann Begegnung mit Streunerhunden - der Einsatz für Straßentiere begleitet Tom bis heute

Als junger Mann begegnen Tom auf seinen Reisen immer wieder Streunerhunde. Und er weiß, dass er sich für sie einsetzen möchte. Auf einer Reise durch die USA treffen Tom und seine damalige Freundin Isa auf eine Streunerhündin, die nur noch aus Haut und Knochen besteht, und ihre unglaublich süßen Welpen. Die beiden bringen die Hündin, die sie Chelly nennen, mit ihren Welpen in ein Tierheim. Doch kurz darauf erfahren die beiden, dass in diesem kleinen Tierheim Monat für Monat etwa 400 Hunde, die nach zehn Tagen nicht vermittelt wurden, mittels Giftspritze getötet werden.

»Eines war sofort im nächsten Moment klar: Nein, das konnten wir nicht zulassen!« Tom und Isa adoptierten Chelly und ihre Welpen. Doch die Hündin hatte fast keine Milch für die Welpen. Tom erzählt, wie er quasi in den Tierrechtsaktivismus hinein schlittert: »In einer wirklich spektakulären Nacht-und-Nebel-Aktion entführten wir daraufhin eine weitere Hündin aus dem Asyl (tatsächlich stiegen wir im Schutze der Finsternis in den Gebäudekomplex ein), welche kürzlich Babys gehabt hatte und noch immer über Milch verfügte. Warum wir sie nicht legal adoptieren konnten, ich habe es vergessen. Ich glaube mich aber zu erinnern, sie war bereits für die Todesspritze ausgewählt worden, und da gab es kein Zurück.« Chelly lebte noch zwölf Jahre mit Tom und Isa in Österreich.

Seit über 20 Jahren: Tierrechte als Lebensaufgabe

»Wieder zurück in der Heimat nahmen wir jetzt an Demos teil - die großen Tiertransport-Kundgebungen am Walser Berg, direkt bei der Grenzstation zu Deutschland, werde ich nie vergessen - oder fuhren bereits in den Osten, um dort die Straßentier-Problematik zu erkunden. Intensive Tierrechtsarbeit begann den Tag zu füllen, und bald war an einen Vollzeit-Job nebenbei beim besten Willen nicht zu denken.« Beide hielten sich mit Teilzeit-Jobs gerade so über Wasser.

Tom und Isa begannen mit einigen Freunden, Hilfslieferungen für Straßenhunde und Straßenkatzen in die osteuropäischen Nachbarländer zu organisieren: Über ein verlängertes Wochenende fuhren sie mit Hundefutter, Katzenfutter und Tierheimbedarf zum Beispiel nach Slowenien. Oder sie fuhren nach Spanien, um Hunde vor der Tötungsstation zu retten und in Deutschland und Österreich an Tierfreunde zu vermitteln.

Der Einsatz für Straßentiere wird Tom bis heute begleiten. »Was die Straßentiere wirklich brauchen, ist "machen", anpacken, Taten setzen. Dass es überhaupt noch "Streuner" gibt, ist nämlich eine durch und durch traurige, eine für uns alle furchtbar beschämende Tatsache. "Straßentiere" und drittes Jahrtausend, das passt so ganz und gar nicht zusammen. Dass sie dennoch da draußen tagtäglich ums Überleben kämpfen, noch dazu in unfassbarer Anzahl, ist nichts mehr und nichts weniger als eine echte Schande.«

Um die Jahrtausendwende schlossen sich Tom und Isa der Tierrechtsbewegung in Österreich an. »Damals standen noch Milch und Eier auf unserem Speiseplan, allen anderen Lebensmitteln tierlichen Urspungs hatten wir bereits abgeschworen. Und die Eier, welche wir verwendeten, stammten ausschließlich aus der Haltung einer Bekannten meiner Mutter, welche aus reiner Tierliebe ausgestallte Legehennen bei sich aufnahm - und diesen bis zu ihrem Lebensende ein Zuhause gab.« Doch durch die nun folgende intensive Auseinandersetzung mit der Tierrechtsethik und insbesondere einer Recherche am Kälbermarkt beim Schlachthof Bergheim wurden sie bald daraufhin Veganer - zu einer Zeit, als es noch kaum vegane Angebote im Supermarkt gab und selbst vegetarisch in der Gastronomie noch nicht angekommen war.

Tom meldete eine Demo nach der anderen an und führte erste Recherchen in der »Nutz«tierhaltung durch - egal, wie müde der Körper war. »Aber die Rettung aus dem immer größeren Spagat zwischen dem Geld-verdienen-müssen und dem vollsten Einsatz für Tierrechte nahte bereits - denn inzwischen war eine große Tierschutz-Stiftung auf das emsige Tun aufmerksam geworden. Die beiden Gründer, ein unfassbar fantastisches älteres Ehepaar, steckten ihr schwer verdientes Geld in möglichst Erfolg versprechende Projekte, und unter die Kategorie fielen wir in ihren Augen offensichtlich auch! So ermöglichten sie uns die nächsten Jahre hinweg den Umstieg vom "Amateur-Dasein" hin in die Profiliga des Tierschutzes.«

Auf seinen Reisen als junger Mann in den 1990er

Auf seinen Reisen als junger Mann in den 1990er

Jahren stößt Tom Putzgruber immer wieder auf Streunertiere. Und er weiß, dass er sich für sie einsetzen möchte. Hier ist er auf seiner ersten großen Hilfsfahrt um die Jahrtausendwende an die spanische Costa Brava zu sehen. Gemeinsam mit anderen Tierschützern rettet er Streunerhunde aus einer Tötungsstation und vermittelt sie an Tierfreunde in Deutschland und Österreich. · Bild: RespekTiere

Der Einsatz für Streuner ist seine Lebensaufgabe

Der Einsatz für Streuner ist seine Lebensaufgabe

bis heute. Bild: Wiedereinmal wurde ein Hilfstransport RespekTiere-Mobil nach Rumänien organisiert. »An Bord hatten wir rund 1000 Kilogramm Hilfsgüter, davon alleine 700 Kilo Hundenahrung sowie Dutzende Futterschüsseln, Leinen, Halsbänder, Körbe, Decken und vor allem Parasitenbekämpfungsmittel, zur Verfügung gestellt von unseren wunderbaren Partnerorganisationen.« Der Leiter des Hundeasyls erklärt Tom Putzgruber mit Tränen in den Augen, wie dringend die Hilfe erforderlich ist. · Bild: RespekTiere

Neuformierung von RespekTiere

So übernahm Tom Putzgruber gemeinsam mit Isabella Mayrpeter den Tierschutzverein RespekTiere in Salzburg. Wir sind den beiden auf ewig dankbar, denn ohne ihre Unterstützung hätte es den Verein RespekTiere in der heutigen Form wohl niemals geben können.

Zu Beginn des Neustarts hatte der Verein RespekTiere nur noch etwas mehr als 100 Euro in der Kasse, und auch die Mitglieder-Listen zeigten einen beängstigenden Stand, erinnert sich Tom Putzgruber. »Siehe da, wir schafften es tatsächlich innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit, einen relativ hohen Bekanntheitsgrad und die damit verbundene steigende Autonomie zu erreichen, indem wir vor allem auf eines setzten (und dies bis zum heutigen Tage so beibehielten) - unermüdliche Arbeit.«

Die allererste Aktion von Respektiere war 2001 eine Anti-Pelz-Kundgebung bei der Messe »Fashion Week« in Salzburg. Kurz darauf recherchierte Tom gemeinsam mit einem deutschen Tierrechtler in einer der letzten Pelzfarmen Bayerns, unweit der Grenze zu Salzburg und es gelang ihm, die Tierquälerei auf Fotos festzuhalten. Die Bilder wurden auf Kundgebungen gezeigt und in den Medien berichtet, was schließlich dazu führte, dass der Pelzfarmbetreiber die Farm auflöste.

Von Anfang an arbeitete Respektiere eng mit dem Verein gegen Tierfabriken, Österreichs führendem Tierrechtsverein, zusammen. Und so beteiligten sich Tom und sein Team ab 2001 an der Kampagne für ein Wildtierverbot in Zirkussen. Tom Putzgruber berichtet in seinem Buch anschaulich über die tierquälerischen Zustände, unter denen beispielsweise Elefanten in Zirkussen leiden, aber auch die unfassbare Brutalität, mit der Zirkusleute gegen Tierschutz-Aktivisten vorgehen. Die Intensität der Kundgebungen zwang den Gesetzgeber schließlich, sich zunehmend mit der Problematik zu befassen: Seit 2005 gibt es in Österreich ein Wildtierverbot in Zirkussen.

Die buchstäblich »arme Sau«: Schweine in der »Nutz«tierhaltung

Die Zustände in der Schweinehaltung sind in Österreich wie auch in Deutschland aus Tierschutzsicht ein Skandal. »Die allermeisten Schweine in unseren Ställen leben unter buchstäblich "zum Himmel stinkenden" Zuständen«, so Tom Putzgruber. »Meist in Buchten zu Dutzenden, noch dazu auf purem Spaltenboden, damit ihre Exkremente direkt in den darunter liegenden Gülleschacht fallen und den Landwirten somit kaum Arbeit mit der Reinigung entsteht. Dass sie unter solchen Gegebenheiten aber gezwungen sind, auf ihren Ausscheidungen zu leben, dass ihre feinen Nasen ständig dem alles durchdringenden Geruch von Kot und Urin ausgesetzt sind - Ammoniak, der manchmal so scharf ist, dass er ihre Augen verbrennt -, darüber machen sich anscheinend weder Tierhalter noch Gesetzgeber Gedanken.«

Um auf das unglaubliche Leid der Schweine in der Massentierhaltung aufmerksam zu machen, führte RespekTiere immer wieder Recherchen durch und brachte erschreckende Bilder an die Öffentlichkeit.

Auf ein besonders tierquälerisches Beispiel der Schweinehaltung stieß RespekTiere ausgerechnet im heimischen Salzburg. Tom sah zufällig in der Nähe von Seekirchen ein Schild: "Ferkelverkauf". »Frech fragte ich nun direkt, ob ich denn die kleinen Schweine sehen könnte, nur, um ein paar Bilder für meine Tochter zu machen, welche Schweine über alles lieben würde«, erzählt er. Was ich dort sah, ließ mich tief erschaudern - so etwas hatte ich bis zu diesem Tag dann doch noch nie vorher gesehen: Schweine gehalten an Ketten! Tatsächlich umschlang ein straffer Gurt die Körperfülle, an der Unterseite mit einem eisernen Ring versehen; an diesem war dann eine Kette befestigt, welche zu einem weiteren in Beton eingelassenen Ring am Boden führte. Die Länge war derart bemessen, dass dem Schwein nur mehr ein bloßes Aufstehen und Niederlegen ermöglicht wurde. Etwa ein Dutzend Tiere lebte in diesem Stall, dazu ca. 30 Ferkel - furchtbar!« Dabei war diese Haltung im Salzburger Landesgesetz seit vielen Jahren explizit verboten. Der Bauer war so vertrauensselig, dass Tom wahrhaft historische Aufnahmen gelangen. Eines der Fotos gelangte später sogar in die renommierten Salzburger Nachrichten und schlug so einige Wellen.

Doch auf dem Heimweg fragte er sich: »Warum sind Menschen, welche so ganz und gar kein Delikt hinter ihrer grottenschlechten Tierhaltung sehen, dann oft im zwischenmenschlichen Bereich so nette Zeitgenossen?« Wie konnte es sein, dass ein Mensch, der so nett zu einem komplett Fremden war, seine Tiere der Hölle auf Erden auslieferte? »Als Antwort fiel mir immer nur eine ein: eben weil Menschen wie er kein Vergehen hinter ihrem Verhalten erkennen können. Sie sind keine grundschlechten Personen; aber es hat der Großvater schon so gemacht und der Vater auch; der Sohn wird's wieder tun! ... sind eh nur Tiere, wie's schon die Alten gelehrt hatten...«

Es war allerdings eine Kampagne über vier Jahre mit mehr als 100 Demonstrationen nötig, bis die Schweine tatsächlich von ihren Ketten befreit wurden. Dazu verbündete sich RespekTiere wieder mit dem Verein gegen Tierfabriken VGT. Gemeinsam mit VGT-Obmann Martin Balluch sprach Tom Putzgruber bei der damaligen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller vor, welche auf die Herausforderung professionell reagierte. »Ich hatte hierfür eine extra Mappe angelegt, wo alle Ereignisse chronologisch geordnet festgehalten waren, auch das Versagen der Amtstierärzte war dabei ein Thema. Die Landeschefin hörte aufmerksam zu - und bald darauf waren die Schweine von den Ketten erlöst.«

Dies sollte erst der Auftakt für einige spektakuläre Recherchen in Schweineställen sein, gemeinsam mit dem Verein gegen Tierfabriken. Medienwirksam wurden einige Tiere befreit und der dramatische Gesundheitszustand von Tierärzten bestätigt.

Außerdem führte RespekTiere - ebenfalls gemeinsam mit dem Verein gegen Tierfabriken - einige Aufsehen erregende Recherchen in Hühnerfarmen und Legebatterien sowie in Milchkuh- und Rinderställen durch.

Tom Putzgruber schreibt zu diesem Bild:

Tom Putzgruber schreibt zu diesem Bild:

»Aufgrund der Ammoniakdämpfe verätzte Augen… Ein Leben auf Spaltenböden ist die Hölle auf Erden, so viel steht fest - und jeder einzelne Fleischesser und jede einzelne Fleischesserin ist dafür direkt verantwortlich. Für jedes auch noch so kleine Stück ‚Ich esse eh so wenig Fleisch’ muss ein Tier sterben… Das Bild ist übrigens im Zuge einer Recherche in Ostdeutschland entstanden; ich habe es in einer der dortigen ‚Monsterhallen’ fotografiert. Eigentlich müsste es DAS Foto gegen diese Ungetüme werden (ich meine jetzt die Käfige, nicht die Halter; oder doch, ein bisschen zumindest, beide…).« · Bild: RespekTiere

Salzburger »Kettenschweine«:

Salzburger »Kettenschweine«:

»Von 2000 bis 2004 dauerte unser Kampf für deren Befreiung«, berichtet Tom Putzgruber. · Bilder: RespekTiere

Erst der Anfang

Die Berichte über Einsätze für Tiere enden irgendwo um das Jahr 2007. Deswegen hat Tom Putzgruber sein Buch »Band 1: Die frühen Jahre« genannt, die er als »die Goldenen Jahre« der Tierrechtsbewegung in Österreich bezeichnet.

Der große Einschnitt, das Vorgehen der Staatsmacht gegen Tierschutzaktivisten - in Folge von Kampagnen gegen den Pelzhandel - mit Überwachungen, Hausdurchsuchungen und Verhaftung von VGT-Obmann Dr. Dr. Martin Balluch und weiteren VGT-Mitgliedern im Jahr 2008 wird nicht thematisiert - dies wird wohl Band 2 vorbehalten sein. Der darauf folgende Tierrechtsprozess begann 2010, im Mai 2011 wurden die Angeklagten in sämtlichen Anklagepunkten freigesprochen.

Auch wenn das Vorgehen der Staatsmacht - das sich in weiten Teilen als illegal herausstellte und noch 10 Jahre später in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgearbeitet wurde - ein schwerer Rückschlag für die österreichische Tierrechtsbewegung war, haben sich Tom Putzgruber - wie auch Dr. Dr. Martin Balluch und viele andere - nicht von ihrem unermüdlichen Einsatz für die Tiere abbringen lassen.

Die Projekte von Respektiere erstrecken sich heute von der Tiertafel in Salzburg, über den Einsatz für Straßentiere in Osteuropa bis hin ins Saharaland Mauretanien, wo das Respektiere-Team sich seit vielen Jahren mit Erfolg einsetzt, die Situation für die Arbeitsesel zu verbessern.

Autobiographie und Recherche-Buch in einem

Tom Putzgruber versteht sein Buch in erster Linie als ein Recherchebuch: Es gibt Einblicke in die tägliche Arbeit der investigativ tätigen Tierrechtsaktivisten, erzählt von deren Gefühlsleben, deren Sorgen, deren Ängsten.

Bei seinen Erinnerungen geht es Tom Putzgruber dabei gar nicht so sehr um Aktionen, die beispielsweise zu neuen Gesetzen führten: »Ich habe das Hauptaugenmerk in der Auswahl aus hunderten Geschichten in meinem Gedächtnis vielmehr zum Beispiel auf solche gelegt, wo "Mensch" in direktester Weise von der Seele des Tieres berührt wird. Solche, die meiner Meinung nach die Macht in sich tragen, uns zum Nachdenken über unseren Umgang mit Tieren zu bewegen.«

Informationen:

Verein RespekTiere e.V.
Gitzenweg 3
A-5101 Bergheim
e-mail: info@respektiere.at
https://respektiere.at

Das Buch

»Das Buch ist lustig und unterhaltsam, weil viele kurzweilige Anekdoten erzählt werden, die kurios und spannend sind. Das Buch ist aber auch lehrreich, weil es Außenstehenden einen Einblick ermöglicht, wie es kommt, dass sich Menschen so intensiv - manche würden sagen: radikal - für Tiere einsetzen. Und natürlich lernt man auch viel über den grausamen Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft. ...
Es ist die Verzweiflung, die Menschen wie Tom Putzgruber treibt, Verzweiflung angesichts des schier endlosen Tierleids, verursacht von uns Menschen. Viele Leute versuchen dieses Tierleid auszublenden, weil es so schmerzt. Manche berührt es vielleicht auch tatsächlich nicht. Aber diejenigen, die mitleiden und nicht wegschauen können, wie der Autor, denen bleibt kaum eine andere Option, als das zu tun, was in dem Buch beschrieben wird.«
Dr. Dr. Martin Balluch, Obmann Verein gegen Tierfabriken

Tom Putzgruber: ... denn sie fühlen wie Du den Schmerz!
Recherche- und Einsatzberichte aus zwei Jahrzehnten Tierrechtsfront
Hardcover, 612 Seiten, 480 Farbfotos
Edition Gegensicht, 2021 - ISBN 978-3-9818718-3-8
Preis: 29 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter