Gespräch mit Barbara Rütting

Barbara Rütting ist am 28. März 2020 im Alter von 92 Jahren von uns gegangen. Sie war nicht nur ist Schauspiel-Ikone, Bestsellerautorin, Gesundheitsberaterin, Politikerin und Tierschützerin, sondern vor allem eine Kämpferin für eine bessere Welt. Unermüdlich hat sie den Tieren eine Stimme gegeben, engagierte sich jahrzehntelang für Tierrechte, Menschenrechte und Umweltschutz.

Freiheit für Tiere sprach vor einiger Zeit mit der Tierschutz-Pionierin, warum sie seit fast 50 Jahren keine Tiere isst, über ihren Weg zur Vegetarierin und schließlich zur Veganerin - und über die schönen Erlebnisse und Erfolge, aber auch Rückschläge im Tierschutz-Engagement.

Barbara Rütting als Kämpferin

für Tier- und Menschenrechte

Barbara Rütting wurde 1927 als ältestes von 5 Kindern einer Lehrerfamilie geboren und wuchs im Dorf Wietstock an der Nuthe auf. Gerne wäre sie Ärztin geworden, stand dann aber bei Kriegsende kurz vor dem Abitur mit einem Rucksack in Flensburg auf der Straße. Einige Jahre arbeitete sie in einer dänischen Familie als Dienstmädchen.

1952 gab Barbara Rütting Fotos im Filmstudio Berlin Tempelhof ab und erhielt sofort die weibliche Hauptrolle in dem Film Postlagernd Turteltaube . Von 1952 bis 1983 spielte sie Hauptrollen in 45 Filmen, darunter in dem Antikriegsfilm Die letzte Brücke , Die Geierwally , Operation Crossbow mit Sophia Loren und Stadt ohne Mitleid sowie an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen.

1970 wurde Barbara Rütting Vegetarierin, nachdem sie auf einen Bauernhof gezogen war und die Tiere, die sie nun hautnah kennen und lieben gelernt hatte, nicht länger essen wollte. 1976 erschien Mein Kochbuch - naturgesunde Köstlichkeiten aus aller Welt , eines der ersten vegetarischen Kochbücher überhaupt, das ein Bestseller und viele Male neu aufgelegt wurde. 1981 folgte das Koch- und Spielebuch für Kinder und 1985 Mein neues Kochbuch , beides ebenfalls Bestseller.

In den 1980er-Jahren beendete Barbara Rütting ihre Schauspielkarriere und konzentrierte sich auf ihr Engagement für Tierrechte, Menschenrechte und Umweltschutz. Unermüdlich wies sie auf den Zusammenhang von Massentierhaltung, Bodenverseuchung, der Abholzung der Regenwälder und dem Hunger in der Welt hin. Sie kettete sich aus Protest gegen Tierversuche beim Pharmakonzern Schering an und demonstrierte gegen die Stationierung von Pershing-II-Raketen und Aufrüstung.

Barbara Rütting war seit Beginn Mitglied der GRÜNEN. Wegen der Zustimmung der GRÜNEN zum Einsatz im Kosovokrieg trat sie wieder aus. Als Renate Künast Verbraucher schutzminsterin wurde und sich für Verbesserungen in der Tierhaltung aussprach, trat Barbara Rütting wieder in die Partei ein. Im September 2003 wurde sie für die GRÜNEN als Abgeordnete in den Bayerischen Landtag gewählt. 2008 wurde sie zum zweiten Mal gewählt, legte aber 2009 aus Gesundheits- und Gewissensgründen vorzeitig das Mandat nieder. Im September 2009 verließ Barbara Rütting die GRÜNEN zum zweiten Mal aus Protest, nachdem Renate Künast vor laufender Kamera zusammen mit einem Kind einen Fisch erschlagen hatte - mit der Bemerkung Wenn"s nachher gut schmeckt . Nicht nur das mangelne Engagement der GRÜNEN für den Tierschutz, sondern auch die Zustimmung zum Afghanistaneinsatz war für sie als Pazifistin untragbar.

Im September 2010 erschien ihr Buch Wo bitte geht"s ins Paradies? - Burnout einer Abgeordneten und Neuanfang , eine Aufarbeitung ihrer 6 Jahre Tätigkeit im Landtag.

2013 erschien ihr Kochbuch Vegan & vollwertig - Meine Lieblingsmenüs für Frühling, Sommer, Herbst und Winter , in dem Barbara Rüttting vollwertige vegane Rezepte mit einem an die Jahreszeiten angepassten Speiseplan kombinierte und zeigte, wie man auch mit Messer und Gabel die Umwelt schützen und guten Gewissens genießen kann.

Obwohl sie nun eigentlich kein Buch mehr schreiben wollte, schrieb sie doch noch eins: die Autobiographie Durchs Leben getobt , die 2015 erschien und im Oktober 2017, kurz vor ihrem 90. Geburtstag, im Goldmann-Verlag als Taschenbuch herauskam.

Und obwohl sie eigentlich längst genug von der Politik hatte, trat Barbara Rütting 2017 im Alter von 89 Jahren in die neugegründete V-Partei für Veganer, Vegetarier und für Veränderungen ein und kandidierte für den Bundestag.

Am 28. März 2020 ist Barbara Rütting im Alter von 92 Jahren von uns gegangen.

Schon in ihrer Paraderolle »Die Geierwally« (1956)

Schon in ihrer Paraderolle »Die Geierwally« (1956)

zeigte Barbara Rütting ihren unerschrockenen Kampfgeist.

Promi-Blockade

Promi-Blockade

gegen die Stationierung von Pershing II-Raketen in Mutlangen.

»Mein Kochbuch« aus dem Jahr 1976

»Mein Kochbuch« aus dem Jahr 1976

- eines der ersten vegetarischen Kochbücher in Deutschland.

Inzwischen aus Liebe zu den Tieren vegan lebend,

Inzwischen aus Liebe zu den Tieren vegan lebend,

erschien 2013 »Vegan & vollwertig«.

Kurz vor ihrem 90. Geburtstag

Kurz vor ihrem 90. Geburtstag

im Oktober 2017 wurde Barbara Rüttings Autobiographie »Durchs Leben getobt« als Taschenbuch neu aufgelegt.

Warum sie seit fast 50 Jahren keine Tiere isst,

über Erfolge und Rückschläge im Tierschutz...

»Freiheit für Tiere«-Interview mit Barbara Rütting


Das Gespräch mit Barbara Rütting führte Julia Brunke, Redaktion Freiheit für Tiere
(Aus: Freiheit für Tiere 2/2018)


Freiheit für Tiere:
Barbara, du hast dich vor fast fünf Jahrzehnten - nämlich schon 1970 - entschieden, keine Tiere mehr zu essen. Damit bist du eine Trendsetterin: Du gehörst zu den Pionieren der vegetarischen Bewegung und hast - auch durch deine Kochbücher - den vegetarischen Gedanken bereits in den 1970er und 80er Jahren ganz entschieden mit vorangetrieben. Wie kam es denn, dass du damals Vegetarierin geworden bist - in einer Zeit, in der die meisten Menschen gar nicht wussten, was das ist?

Barbara Rütting:
Ich habe als Kind eigentlich schon gewusst, dass man vegetarisch leben sollte. Doch das war im Laufe des Lebens verloren gegangen, durch die Schauspielerei - irgendwie war ich wohl doch ein bisschen angepasst und hatte leider damals auch Pelzmäntel - ich hatte es verdrängt. Und dann kam der radikale Wechsel: Ich war aufs Land gezogen, auf einen Bauernhof, und konnte die Tiere, die ich jetzt kennenlernte - die Rehe unter dem Apfelbaum, die Hühner, die Namen hatten - nicht mehr essen!

Eines Tages brachte mir der Nachbar einen Fasan, den ich vorher noch auf dem Acker hatte rumlaufen sehen, mit diesen wundervollen Federn. Jetzt sah er immer noch schön aus, aber er war tot! Er musste eine Woche hängen, damit ich ihn überhaupt braten konnte. Uhh... das gelang mir nur mithilfe einer halben Flasche Whiskey. Dann stocherten mein Freund und ich in diesem Essen rum... Ich sagte: Kannst du das essen? - Ich kann es nicht! Da hat der Hund den Fasan bekommen und wir aßen die Knödel und den Rotkohl. Von diesem Tag an war ich Vegetarierin.

Dann sah ich, wie die Tiere gehalten wurden - die Pferde waren damals noch angebunden, das war selbstverständlich, heute unvorstellbar. Die Sau musste ihre Kinder in diesem fürchterlichen Kastenstand zur Welt bringen, in dem sie sich nicht einmal umdrehen konnte.

Aber ich aß nach wie vor Eier und Milchprodukte. Ich erinnere mich an einen Kuchen mit 6 Eiern...

Freiheit für Tiere: Heute lebst du vegan. Wie kam es dazu?

Barbara Rütting:
Es dauerte merkwürdigerweise fast vierzig Jahre, bis ich diesen Schritt auch noch schaffte. Weil ich eben immer wieder merke: Es ist nicht konsequent genug! Ich bin auch noch schuld am Tierelend, wenn ich Eier und Milchprodukte esse: Die männlichen Küken werden zermust, geschreddert, weil sie eben später keine Eier legen können. Und die Kälbchen - auch die Bio-Kälbchen - werden den Müttern weggenommen. Die männlichen Kälbchen werden ebenfalls geschlachtet!

Das alles führte dazu, dass ich von einem Tag auf den anderen vegan wurde. Dieser Schritt fiel mir schwerer als der, das Fleisch wegzulassen und Vegetarierin zu werden - vor allem auf Butter und Käse zu verzichten.

Freiheit für Tiere: Da bist du nicht die Einzige: Viele Vegetarier sagen, dass sie (noch) nicht auf Käse verzichten könnten!

Barbara Rütting:
In einem Gespräch mit meinem Freund Rüdiger Dahlke sagte ich: Du, ich habe richtig Entzugserscheinungen, seit ich keine Butter und keinen Käse esse.
Er erklärte mir, dass diese Lebensmittel Tryptophan enthalten, die Vorstufe vom Serothonin, dem Glückshormon. Nun ging es darum: Wo kriege ich jetzt Tryptophan her? Tryptophan ist zum Beispiel in Cashews, die esse ich sehr gerne. Und Lola ist geradezu wild danach!
(Lola, Barbaras Hund, schaut sie konzentriert an.)
Lola hört zu, guck mal! Lola lebt auch vegan. Sie darf kein tierliches Eiweiß, weil sie ein Nierenproblem hat. Sie holt sich aber ab und zu eine Maus.

Barbara Rütting mit ihrer Hündin Lola,

Barbara Rütting mit ihrer Hündin Lola,

einem ehemaligen Straßenhund. · Bild: Freiheit für Tiere

Beide Damen leben vegan

Beide Damen leben vegan

- Barbara aus Liebe zu den Tieren und Lola aus gesundheitlichen Gründen. · Bild: Freiheit für Tiere

Freiheit für Tiere: Was kannst du Menschen raten, die von vegetarischer auf vegane Ernährung umstellen wollen?

Barbara Rütting:
Aus eigener Erfahrung möchte ich sagen: Sanft miteinander umgehen, auch sanft mit sich selbst - und Rückfälle liebevoll verzeihen. Vor allem darf man nicht denken, vegan ist automatisch allein selig machend, man kann sich auch vegan ungesund ernähren. Wenn man Fleisch, Eier und Milch weglässt, muss man andere Dinge essen - nicht als Ersatz, sondern als Besseres. Da gibt es ja ganz köstliche Sachen!

Freiheit für Tiere: Letztes Jahr bist du stolze 90 Jahre alt geworden. Unglaublich...

Barbara Rütting:
(lacht) Ich kann es ja selber kaum glauben...

Freiheit für Tiere: Wenn du auf das Jahr zurückblickst: Was gab es für Erfolge?

Barbara Rütting:
Es war ein ungeheuer anstrengendes Jahr! Ich bin in die V-Partei3 eingetreten, weil sie die Ziele im Programm hat, die ich bei den Grünen vermisste.

Den Grünen lag nie wirklich etwas am Vegetarismus oder an Tierrechten, auch wenn sie mal halbherzig einen Veggietag einführen wollten. Was musste ich mir da alles anhören, als ich für die Grünen Abgeordnete im Bayerischen Landtag war: Ach, du mit deinem scheiß Tierschutz, lass mich damit in Ruh! , Deine blöden Hühner sind mir egal! - das sagten meine Fraktionskollegen! Nachdem ich ausgetreten war, ist der Tierschutz auch wieder völlig eingeschlafen.

Also bin ich in die V-Partei3 eingetreten - das V steht für Veränderung, Vegetarier und Veganer. Veränderung finde ich sehr wichtig: Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen willst. Ich wurde als Bundestagskandidatin aufgestellt und habe mich wahnsinnig engagiert. Deutschlandweit hatte die Partei bei der Bundestagswahl 0,1 %, in Bayern 0,2 %, in meinem Wahlkreis Main-Spessart sogar 0,3 % und nun kommt"s: In meinem Heimatort Michelrieth hagelte es Glückwünsche für satte 18,2 %! Das Jahr war total euphorisch, aber ich habe mir wie immer viel zu viel aufgehalst.

Daneben habe ich noch mein vegetarisches Kinderkochbuch aus dem Jahr 1981, das damals ein Bestseller war und immer wieder neu aufgelegt wurde, überarbeitet. Ich habe die vegetarischen Rezepten um vegane Rezepte ergänzt und einige vegetarische Rezepte veganisiert . Das Kinderkochbuch sollte zur Buchmesse erscheinen.

Und jetzt komme ich zur Kehrseite der Euphorie: Ich erlebte eine riesige Enttäuschung, weil der Vegetarierbund sein Versprechen, die Neuauflage des vegetarischen Kinderkochbuchs zu unterstützen, nicht gehalten hat. Der Vegetarierbund, der neuerdings ProVeg heißt, hatte mir zugesagt, das Buch in seinem Magazin zu promoten und eine Kochshow auf der Buchmesse organisiert. Plötzlich, kurz vor der Veröffentlichung, kam der Rückzieher: ProVeg könne das Kinderkochbuch nicht bewerben, weil es nicht nur vegane, sondern auch vegetarische Rezepte enthält. Die Kochshow auf der Buchmesse wurde von ProVeg ebenfalls abgesagt, kurz vor dem festgesetzten Termin - obwohl ich dort ein veganes Rezept aus dem Kochbuch vorgestellt hätte.

Nun bin ich schon seit Anfang der 1970er Jahre Mitglied im Vegetarierbund und seit 2007 Ehrenmitglied! Das war wirklich eine wahnsinnige Enttäuschung - sie hat sogar dazu geführt, dass ich krank wurde und auf die Intensivstation musste.

Dann geschah wieder etwas Wunderbares: Die Diätassistentin der Klinik entdeckte auf meinem Nachttisch das erste druckfrische Exemplar der Neuausgabe des Kinderkochbuchs und jubelte geradezu: Nein, das gibt"s doch nicht: Der Kater Fettucini hat mich durch meine ganze Kindheit begleitet! Diesem Buch verdanke ich, dass ich Vegetarierin geworden bin und bei Prof. Leitzmann die Ausbildung zur Diätassistentin gemacht habe! - Das sind dann wieder Glücksmomente, die vieles aufwiegen!

Und Prof. Leitzmann hat auf der Rückseite des Buchdeckels ein regelrechtes Loblied gesungen: Ich bin begeistert. So kann man Kinder motivieren!

Prof. Leitzmann ist der wissenschaftliche Berater des Vegetarierbunds oder ProVeg . Und ProVeg selber hat es abgelehnt, das Buch zu bewerben. Verstehe das, wer kann!

Freiheit für Tiere: Obwohl sie zunächst zugesagt hatten, das Buch zu promoten?!

Barbara Rütting:
Ja, und dieser Rückzieher kam erst kurz vor der Veröffentlichung des Kinderkochbuchs. - Aber es gab noch mehr Gründe für meinen Austritt.

Mein größter Konflikt mit dem Vegetarierbund oder ProVeg ist: Seit einigen Jahren wird immer häufiger Anhängern oder Sympathisanten einer Glaubensgemeinschaft außerhalb der Amtskirchen die Teilnahme an Veggie-Messen verweigert, mit der Erklärung , sie seien unerwünscht - sogar ProVeg -Mitgliedern. Einer Schulungsköchin des ProVeg wurde untersagt, auf der Webseite das Restaurant, in dem sie arbeitet, anzugeben, weil dieses mit einer Glaubensgemeinschaft assoziiert wird. Und das, obwohl laut Grundgesetz niemand wegen seiner religiösen Ausrichtung ausgegrenzt oder benachteiligt werden darf!

Daher habe ich mich entschlossen, aus dem Vegetarierbund nach über vier Jahrzehnten auszutreten und auch meine Ehrenmitgliedschaft zurückzugeben. Diese Entscheidung und die Gründe dafür habe ich auch so an den Vegetarierbund geschrieben und über meinen Newsletter und auf meiner Internetseite bekannt gemacht.

Freiheit für Tiere: Du bist ja bekannt für deine konsequenten Entscheidungen - auch wenn dies oft bedeutet, keinen einfachen Weg zu gehen. Doch zurück zur Neuauflage deines Kinderkochbuchs: Die Vollwert-Leute nach Dr. Bruker sind doch sicher begeistert, weil die Rezepte nicht nur vegetarisch und vegan, sondern vor allem auch vollwertig sind?

Barbara Rütting:
Den Bruker-Leuten der GGB (= Gesellschaft für Gesundheitsberatung) bin ich zu vegan.

Freiheit für Tiere: Also noch mal zusammengefasst: Die einen wollen das Kinderkochbuch nicht bewerben, weil es zu vegan ist, und die anderen wollen es nicht bewerben, weil es angeblich nicht vegan genug ist?

Barbara Rütting:
Verrückt, oder? Mir geht es darum, Kinder an eine tierfreundliche Ernährung heranzuführen und mit leckeren Rezepten zu begeistern, nicht darum, sie zu missionieren!

Freiheit für Tiere: Vor kurzem hast du eine Kuh gerettet. Magst du uns davon erzählen?

Barbara Rütting:
Und ob! Aber ja! Es geht um die Waldkuh Elli, inzwischen als schlaue Elli berühmt geworden. Das kam so: Eine Frau, die im Schaumburger Wald in Niedersachsen spazieren ging, entdeckte eine Kuh. Die war einem Bauern ausgerissen, weil sie nicht geschlachtet werden wollte, und hatte sich drei Monate lang im Wald versteckt. Die Frau, Kerstin heißt sie, hat die Kuh im Wald regelmäßig gefüttert und zutraulich gemacht. Kurz und gut: Es gelang schließlich, die Kuh einzufangen. Sie war trächtig, denn sie war besamt worden. Der Bauer wusste genau: Sie wird am 22. Dezember ein Kalb bekommen und danach wird sie geschlachtet. Das Kälbchen wollte er behalten.

Die Vorstellung, dass diese wunderbare Kuh, die sich jetzt so emanzipiert hatte und stellvertretend für alle Kühe gesagt hat: Ich nicht! Ich steige aus! Wir lassen uns nicht länger ausbeuten! , dass diese Kuh geschlachtet werden sollte, war unvorstellbar. Kerstin suchte vergeblich einen Gnadenhof. Weil Elli trächtig war, bedeutete das, zwei Kühe müssten Leben lang versorgt werden. Wo sollte das Geld herkommen?

Erst mal habe ich die Kuh für 1.200 Euro freigekauft, und dann die V-Partei3, die ja Tierrechte im Programm hat, eingeschaltet, um einen Spendenaufruf für die Übernahme von Tier-Patenschaften zu starten. So kam die Kuh gerade noch rechtzeitig auf einen Gnadenhof und brachte ein paar Tage vor dem errechneten Termin ihr Kälbchen zu Welt.

Die Kleine heißt Talitha. Das ist aramäisch und bedeutet kleines Mädchen . Jesus soll das gesagt haben, als er ein kleines Mädchen vom Tod erweckte: Talitha kumi - Mädchen, steh auf! Das kleine Mädchen ist aufgestanden. Und jetzt stehen die beiden so zauberhaft im Stroh. Und sie gucken auch so selbstbewusst, Mutter Elli und Tochter Talitha.


Die Kuh Elli

Die Kuh Elli

hatte mit ihrer Flucht in den Schaumburger Wald im Sommer 2017 für Schlagzeilen gesorgt. · Bild: Kerstin Mueller

Mit Hilfe einer von Barbara Rütting

Mit Hilfe einer von Barbara Rütting

gestarteten Spendenaktion konnte sie freigekauft werden. Kurz vor Weihnachten brachte sie auf einem Gnadenhof in Niedersachsen das Kälbchen Talitha zur Welt. · Bild: Kerstin Mueller

Die Kleine heißt Talitha.

Die Kleine heißt Talitha.

Das ist aramäisch und bedeutet "kleines Mädchen". Als Jesus ein kleines Mädchen vom Tod erweckte, sagte er: "Talitha kumi - Mädchen, steh auf!" - Das kleine Mädchen ist aufgestanden. · Bild: Kerstin Mueller

Zu meinem 90. Geburtstag hatte mir Horst Seehofer geschrieben. Ich habe ihm die Geschichte von Elli und ihrem Kind geschickt, wie Kühe wirklich leben wollen - mit der Bitte, in der neuen Bundesregierung endlich mehr für den Tierschutz zu tun. Auch dem Bundespräsidenten habe ich die Geschichte von Elli und Talitha geschickt und um mehr Unterstützung für den Tierschutz gebeten - er hatte mir ebenfalls mit sehr persönlichen Worten zum Geburtstag gratuliert.

Was, das bringt doch sowieso nichts?
Ich bin und bleibe Optimistin! (lacht)


Der Klassiker neu aufgelegt:

Barbara Rüttings Koch- und Spielebuch für Kinder

Papi, gibt es wirklich Menschen, die Fleisch essen? So beginnt Barbara Rüttings Koch- und Spielebuch für Kinder, vorgestellt von Kater Fettucini. Denn immer mehr Menschen, vor allem Kinder, sagen: Tiere sind meine Freunde - und meine Freunde esse ich nicht.

Barbara Rüttings Koch- und Spielebuch für Kinder erschien zum ersten Mal bereits 1981 im Georg Lentz Verlag. Kater Fettucini war schon damals dabei, als sein Frauchen Barbara das vegetarische Koch- und Spielbuch für Kinder schrieb, und begleitete ganze Kindergenerationen. Das Buch wurde immer wieder neu aufgelegt - als 7. Auflage 2003 im Mary Hahn Verlag. Viele der Kinder von damals haben heute selbst Kinder. Viele wünschten sich eine Neuauflage. Im Oktober 2017 erschien Barbara Rüttings Koch- und Spielebuch für Kinder in völlig neu überarbeiteter Fassung im Nymphenburger Verlag. Zu den
früheren vegetarischen Rezepten sind viele neue, vor allem vegane, hinzugekommen. Die Rezepte sind alle vollwertig und wie schon in der ersten Auflage nach den Jahreszeiten geordnet.

Aus Liebe zu den Tieren

Als Barbara Rütting 1981 das Koch- und Spielebuch für Kinder schrieb, war sie überzeugte Vegetarierin - aus Liebe zu den Tieren. Eier und Milchprodukte holte sie vom Bio-Bauernhof.

In der Einleitung der Neuauflage berichtet Kater Fettucini: Aber eines Tages wurde ihr klar, dass auch die Kälbchen von Bio-Kühen ihren Müttern weggenommen und geschlachtet werden, und dass die männlichen Bio-Küken gleich nach der Geburt umgebracht werden, weil sie eben später keine Eier legen können. Von nun an bereiteten wir Milch, Sahne und Käse selbst zu, aus Haferflocken, Mandeln, Cashewnüssen, Hefeflocken

Aufgrund ihrer Ausbildung zur Gesundheitsberaterin nach Dr. Max O. Bruker legt Barbara Rütting Wert auf vollwertige Ernährung. Vollwertig bedeutet: Je frischer und weniger verarbeitet - also naturbelassener - ein Lebensmittel ist, desto vollwertiger ist es. Die Vollwertkost nach Bruker ist zwar ohne Fleisch, Milch, Eier und Honig werden aber als vollwertige Lebensmittel gesehen. Bei Barbara Rütting hat jedoch inzwischen vegan Vorrag vor
vollwertig, erzählt Kater Fettucini. Also kaufen wir schon mal die Hafersahne oder den Kokosblüten zucker, natürlich in Bio-Qualität - denn dafür muss kein Tier leiden und sterben. Das ist meinem Frauchen und mir einfach eine Herzensangelegenheit.

Bei der Neuauflage hat der Verlag die Illustrationen von Jörg Drühl aus der ersten Auflage von 1981 übernommen - ganz im Retro-Stil. Das freut Nostalgie-Freunde und Barbara Rütting-Fans der ersten Stunde. Vielleicht wären aber Fotos zu den Rezepten schön gewesen - die Rezepte sind aber gut verständlich erklärt.

In dem neuen Koch- und Spielebuch für Kinder sind die Rezepte etwa zur Hälfte vegetarisch (mit veganen Varianten) und zur anderen Hälfte vegan. Die veganen Rezepte sind in pinker Schrift gekennzeichnet, die vegetarischen Rezepte in grüner Schrift. Ihr Dilemma, ob sie das neue Kochbuch ganz veganisieren soll oder nicht, beschreibt Barbara Rütting im Freiheit für Tiere -Interview.

Kinder an vegetarisch & vegan heranführen

Das Koch- und Spielebuch für Kinder ist geeignet für Familien, die sich mit der vegetarischen Ernährung bekannt machen möchten und für alle vegetarischen Familien, die auch mal in die vegane Küche hineinschnuppern möchten - und natürlich für alle Freunde einer gesunden Vollwert-Küche.

Barbara Rütting - assistiert von Kater Fettucini - zeigt, wie sich naturgesunde Köstlichkeiten nahezu spielerisch zubereiten lassen: vegetarisch, vegan und vollwertig, im Einklang mit den Jahreszeiten.

Ich bin ganz begeistert - so kann man Kinder motivieren!
Prof. Dr. Claus Leitzmann, Ernährungswissenschaftler, führender Experte auf dem Gebiet der Vollwerternährung



Barbara Rütting: Koch- und Spielebuch für Kinder
vegetarisch - vegan - vollwertig
72 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Nymphenburger, 2017 ISBN: 978-3-485-02934-6
16,99 Euro



FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Liefertermin unbekannt

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

6,50 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
weiter

DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

9,90 € ()

   Inkl. 19 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

16,90 € ()

   Inkl. 7 % USt. zzgl. Versand

Kann nicht in folgende Länder geliefert werden:

Sofort ab Lager

Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

30-31_doppelseitig

Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter