Interview mit Prof. Dr. Markus Keller

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Warum pflanzliche Ernährung nicht nur gesund ist, sondern auch die Zukunft unserer Lebensgrundlagen und die Zukunft unserer Kinder sichert

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Markus Keller, Ernährungswissenschaftler und dem deutschlandweit bislang einzigen Professor für das Fachgebiet vegane Ernährung über die Neuauflage des Buchs Vegetarische und vegane Ernährung , über die gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung, über aktuelle Forschungsprojekte, aber auch über seine ganz persönliche ethische Motivation für eine Lebensweise, mit der wir global viel Gutes bewirken können.

Prof. Dr. Markus Keller (Jahrgang 1966) ist Ernährungswissenschaftler und Autor zahlreicher Publikationen über vegetarische und vegane sowie nachhaltige Ernährung. Er ist Gründer und Leiter des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE). Als weltweit erster Professor für vegane Ernährung leitet er den Studiengang »Vegan Food Management« in Köln, Bamberg und Berlin an der Fachhochschule des Mittelstands. Prof. Keller ist an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt. Er ernährt sich seit 35 Jahren aus ethischen Gründen vegetarisch und seit mehr als zehn Jahren vegan.

FREIHEIT FÜR TIERE: Bereits in der 3. Auflage aus dem Jahr 2013 - damals hieß das Buch ja noch »Vegetarische Ernährung« - gab es eigene Kapitel zur veganen Ernährung, darunter so wichtige Fragen wie »Vegane Ernährung in der Schwangerschaft« oder »Vegane Ernährung von Säuglingen und Kindern« , die Familien, welche sich schon damals aus ethischen Gründen vegan ernährten, Sicherheit gaben. In der Neuauflage hat die vegane Ernährungsweise insgesamt einen noch größeren Schwerpunkt bekommen - vermutlich, weil in den letzten Jahren zur rein pflanzlichen Ernährungsform eine Vielzahl von Studien erschienen sind?

Markus Keller: Ja, wobei »eine Vielzahl« relativ zu sehen ist. Bis zum Redaktionsschluss der 3. Auflage im Februar 2013 listet die biomedizinische Datenbank PubMed weltweit 140 Publikationen auf, die sich explizit mit veganer Ernährung befasst haben. Die älteste dokumentierte Studie stammt übrigens aus dem Jahr 1966 und beschreibt einen klinischen Vitamin-B12-Mangel bei einem erwachsenen Veganer. Bis zum Redaktionsschluss der 4. Auflage im November 2019 kamen noch einmal 127 Publikationen dazu. In den letzten sechseinhalb Jahren waren es also fast genauso viele Veröffentlichungen wie in den 47 Jahren davor. Das zeigt, dass das Thema vegane Ernährung auch in der Wissenschaft deutlich an Interesse gewonnen hat. Dabei stehen die präventiven und therapeutischen Aspekte klar im Vordergrund: Rund die Hälfte aller publizierten Studien zu veganen Kostformen befassen sich damit. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, bei welchen ernährungsassoziierten Erkrankungen Veganer/innen im Vergleich zu Mischköstler/innen ein verringertes oder vielleicht auch ein erhöhtes Risiko aufweisen. Nur rund 20 Prozent aller Studien befassen sich mit dem Thema Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung. Gerade dort gibt es aber noch viele offene Fragen, beispielsweise zu einzelnen kritischen Nährstoffen wie Selen oder den langkettigen Omega-3-Fettsäuren. In letzter Zeit werden verstärkt auch sozialpsychologische Fragestellungen untersucht, etwa zur Frage der Motivation von Veganer/innen, zur psychischen Konstitution oder zu psychischen Auffälligkeiten wie Essstörungen. Besonders zum letzten Thema gibt es viele widersprüchliche Ergebnisse und es besteht noch erheblicher Forschungsbedarf.

FREIHEIT FÜR TIERE: Längst ist die vegane Ernährung ja nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vegane Lebensmittel sind nicht nur im Bioladen oder über veganen Versandhandel erhältlich, sondern haben inzwischen die Supermärkte erobert. Wie erklären Sie diesen Boom?

Markus Keller: Offenbar wird immer mehr Menschen bewusst, dass es besser für die Gesundheit ist, deutlich weniger tierische Lebensmittel zu konsumieren. Auch das Gewissen dürfte sich zumindest bei einigen regen, denn jede/r weiß heute, unter welchen Bedingungen unsere sogenannten Nutztiere gehalten, transportiert und getötet werden. Nicht zuletzt spielt auch das Thema der globalen Erderhitzung, in letzter Zeit vor allem durch die Fridays for Future-Bewegung ins Bewusstsein gerückt, eine Rolle. Egoistische Gründe, also etwas für die eigene Gesundheit zu tun, sind aber vermutlich die stärksten Treiber für diese Marktentwicklung, darauf weisen zumindest einige Studien hin. Und die Hauptkäufergruppe von Fleisch-, Wurst- und Milchalternativen sind nicht etwa Vegetarier/innen und Veganer/innen, sondern die sogenannten Flexitarier/innen. Menschen also, die zwar Fleisch essen, ihren Konsum an tierischen Lebensmitteln jedoch reduzieren wollen. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung rechnete sich im Jahr 2016 bereits mehr als ein Drittel der befragten Haushalte in Deutschland zu dieser Gruppe.

Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Gründe für eine pflanzliche Ernährung

gibt es viele: die eigene Gesundheit... · Bild: kurhan - Shutterstock.com

... nicht mehr Schuld sein am Leid der Tiere ...

... nicht mehr Schuld sein am Leid der Tiere ...

Bild: Aleksey Sagitov - Shutterstock.com

... ... und die Verantwortung für die Natur ....

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Bild: Salparadis Shutterstock.com

... und das Überleben auf unserem Planeten.

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Bild: Holly - Shutterstock.com

FREIHEIT FÜR TIERE: Auch dies war vor einigen Jahren noch undenkbar: Sie sind deutschlandweit der erste Professor für das Fachgebiet vegane Ernährung und bilden seit 2016 an der Fachhochschule des Mittelstands Studentinnen und Studenten im Bachelorstudiengang »Vegan Food Management« aus. Wie war denn Ihr ganz persönlicher Weg zur pflanzlichen Lebensweise?

Markus Keller: Tatsächlich kann man ohne Übertreibung sagen, dass diese Professur sogar die weltweit erste zum Thema vegane Ernährung ist. Ich selbst bin mit 18 Jahren aus ethischen Gründen Vegetarier geworden. Das war auch ein Hauptmotiv, mich für das Studium der Ernährungswissenschaften zu entscheiden. Ich wollte genau wissen, wie eine fleischlose Ernährung auf den Körper wirkt, ob sie tatsächlich Vorteile hat und welche gesundheitlichen Probleme dabei möglicherweise auftreten können. Und ich dachte, dass ich in dem Studiengang auch viele andere Vegetarier/innen und Veganer/innen treffen würde. Die erste Ernüchterung kam dann in der Studieneinführungswoche, als sich der Großteil meiner Erstsemestergruppe beim ersten Mensabesuch eine Currywurst holte und nicht das vegetarische Menü. Die Schlange dort war recht überschaubar. Dennoch war die Entscheidung, an die Universität Gießen zu gehen, goldrichtig. Denn ich wollte unbedingt bei Prof. Claus Leitzmann studieren, der bereits damals Ende der 1980er Jahre der Pionier für Vollwert-Ernährung und Vegetarismus mit internationalem Renommee war. Bereits nach dem Grundstudium arbeitete ich gelegentlich für ihn und daraus entwickelte sich eine langjährige, vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit, die neben vielen weiteren Projekten zu verschiedenen gemeinsamen Buchveröffentlichungen geführt hat und bis heute andauert. Im Laufe der Jahre wurde meine Ernährung immer pflanzlicher, sodass ich heute zu mindestens 95 Prozent vegan lebe. Der Rest sind sehr seltene vegetarische Ausnahmen, wie die inzwischen vielfach zitierte Butterbrezel am Bahnhof.

FREIHEIT FÜR TIERE: An welchen Forschungsprojekten arbeiten Sie aktuell?

Markus Keller: Seit 2019 läuft die Preggie-Studie, in der wir vegane und nicht-vegane Schwangere miteinander vergleichen. Wir schauen uns dabei neben dem Schwangerschaftsverlauf den Lebensmittelkonsum und die Nährstoffzufuhr mithilfe von Verzehrsprotokollen sowie die Nährstoffversorgung anhand von Blutwerten an. Bisher gibt es fast keine Studien, die sich mit veganer Ernährung in der Schwangerschaft befasst haben. Mit unserer Studie wollen wir dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schließen. Aktuell suchen wir noch weitere Schwangere, die mitmachen möchten. Teilnehmen können Schwangere bis maximal zur 12. Schwangerschaftswoche, die sich entweder seit mindestens zwei Jahren vegan oder mit Mischkost ernähren. Im Laufe der Schwangerschaft müssen dann zu Hause zwei Ernährungsprotokolle ausgefüllt und zwei Termine in einem unserer Studienzentren in Herdecke und Hamburg wahrgenommen werden, wo wir unter anderem jeweils eine Blutprobe entnehmen. Weitere Infos gibt es unter www.preggie-studie.de.

In einem anderen Forschungsprojekt untersuchen wir, wie unsere Gießener vegane Lebensmittelpyramide sich bei Veganer/innen und Menschen, die sich gerade auf eine vegane Ernährung umgestellt haben, in der Praxis bewährt und ob die Teilnehmer/innen die Empfehlungen für eine vollwertige pflanzliche Lebensmittelauswahl mit Hilfe der Pyramide umsetzen können.

FREIHEIT FÜR TIERE: Was sagen Sie Menschen, die befürchten, dass sie nicht ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt werden, wenn sie Fleisch, Milch und Eiern von ihrem aus der Ernährung streichen?

Markus Keller: Eigentlich müsste man die Frage auch umgekehrt stellen: Mit welchen Nährstoffen sind denn Menschen bei der üblichen fleisch- und milchreichen Mischkost nicht so gut versorgt? Hier zeigt sich beispielsweise klarer Optimierungsbedarf bei Folat, Vitamin C oder auch den Ballaststoffen.

Aber tatsächlich gibt es bei einer veganen Ernährung einige kritische Nährstoffe, auf die besonders geachtet werden muss. Hierzu zählen Vitamin B12, Kalzium, Eisen, Zink, Selen, Vitamin B2 sowie die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Kritisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die tatsächliche Zufuhr an diesen Nährstoffen bei Veganer/innen häufiger unter der empfohlenen Zufuhr liegt. Mit einer vollwertigen und abwechslungsreichen pflanzlichen Lebensmittelauswahl lässt sich aber die Zufuhr aller genannten Nährstoffe sicherstellen. Eine Ausnahme ist Vitamin B12, das unbedingt supplementiert werden muss. Übrigens empfehlen wir das mittlerweile auch bei vegetarischer Ernährung, denn einige Vegetarier/innen haben aufgrund ihres geringen Konsums an Milchprodukten und Eiern ebenfalls keinen guten Vitamin-B12-Status. EPA und DHA können über Mikroalgenöle oder damit angereicherte Pflanzenöle zugeführt werden. Alle Mischköstler, die nicht mehrmals pro Woche Fisch essen, sind auch nicht gut mit diesen langkettigen Omega-3-Fettsäuren versorgt. Ähnliches gilt für Jod, ein kritischer Nährstoff in der Allgemeinbevölkerung, wobei Veganer/innen noch häufiger einen Jodmangel aufweisen als Mischköstler/innen.

Diesen kritischen Nährstoffen steht jedoch eine ganze Fülle an günstigen Nährstoffen gegenüber, deren Zufuhr bei veganer Ernährung meist besser ist als bei Mischkost: Neben den genannten Vitaminen Folat und C sind es auch die Vitamine E und B1 sowie die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Und vielleicht noch wichtiger als das Thema Nährstoffversorgung ist aus meiner Sicht das präventive Potenzial pflanzenbasierter Ernährung, mit einem verringerten Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und tendenziell auch Krebs.

FREIHEIT FÜR TIERE: Die vegane Ernährung hat ja nicht nur gesundheitliche Vorteile. Ihr Buch macht deutlich, dass pflanzliche Ernährung auch eine Lösung für globale Probleme wie Klimawandel, Naturzerstörung, Abholzung der Regenwälder, Vergiftung von Böden und Grundwasser und nicht auch zuletzt den Hunger in der Welt sein kann. Das heißt, hier gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kollegen Prof. Leitzmann über Fragen der reinen Ernährungswissenschaft hinaus. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Markus Keller: Zum einen hat mich das Thema Nachhaltigkeit in der Ernährung schon immer sehr interessiert und ich denke mit Begeisterung an die Seminarreihe Ernährungsökologie zurück, die Prof. Leitzmann zusammen mit unserem Freund und Kollegen Dr. Karl von Koerber während meines Studiums an der Universität Gießen angeboten hat.

Zum anderen ist mir als Vater von vier Kindern noch viel mehr bewusst, welche Verantwortung wir gegenüber den nachfolgenden Generationen für den Schutz und Erhalt unserer Lebensgrundlagen haben. Die Zeiten, dass wir Ernährung rein physiologisch und nährstoffzentriert denken, sind längst vorbei. Mit unserer täglichen Lebensmittelauswahl können wir sowohl individuell als auch global viel Gutes bewirken, ebenso aber auch schwerwiegende Probleme verursachen. In einigen Bereichen, etwa dem Verlust an Artenvielfalt, haben wir bereits die ökologischen Belastungsgrenzen überschritten und gefährden die Zukunft unserer Lebensgrundlagen und vor allem die unserer Kinder.

Die Einstellung »Was auf meinen Teller kommt, geht nur mich was an« ist nicht nur sachlich falsch, sondern rücksichtslos und egoistisch. Dennoch bin ich zuversichtlich, denn immer mehr Menschen erkennen, dass es auch mit unserer Ernährung so nicht weitergehen kann. Jede/r, der oder die seinen/ihren Konsum an tierischen Produkten reduziert, geht einen Schritt in die richtige Richtung. Unsere Aufgabe als Wissenschaftler/innen ist es, ihnen dabei so gut wie möglich zu helfen.

Erscheint Mitte August: FREIHEIT FÜR TIERE 4/2024

Freiheit für Tiere 4-2024 (Vorbestellung - erscheint Mitte August)

Artikelnummer: 4-2024

Umfrage: EU-Bürger wollen strenge Regulierung der Jagd • Auf der Weide »aus Versehen« mit Wildtier verwechselt: Wie viele Pferde von Hobbyjägern erschossen werden • Eines der letzten Tabus der Fleischindustrie: DIE BLUTFABRIK - Warum Rosendünger Tierblut enthält und Zigarettenfilter auch • Wissenschaftliche Studie: »Landwirtschaft neu denken« - Wie wir unser Ernährungssystem konsequent und zukunftssicher transformieren • Wissenschaft: Die Wahrheit über die Jagd • Jagd ist ein Hobby mit einer starken Lobby • Wissenschaftliche Studien: Jagd stört das Ökosystem • Warum jagen Jäger wirklich? • Sympathische Flugkünstler mit eingebautem Kompass: Das faszinierende Leben der Störche • Tier- und Artenschutz international: Schlimme Dürre bedroht Tierwelt - Rettungsaktion für Hunderte Flusspferde in Botswana • Wissenschaft: Gesundheit & Ernährung • HOW NOT TO AGE: Jung bleiben und immer gesünder werden mit der Kraft von Pflanzen!

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter