Richard David Precht: "Tiere denken"

Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden. Richard David Precht

Der prominente Philosoph Richard David Precht setzt sich in seinem Buch Tiere denken - Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen mit grundlegenden Fragen auseinander: Wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Tier? Woher nehmen wir das Recht, Tiere zu benutzen und ihnen Leid zuzufügen? Und was können wir tun angesichts der hemmungslosen Ausbeutung von Tieren und Umwelt?

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der bekanntesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie in Lüneburg sowie für Philosophie und Ästhetik in Berlin. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er vor allem durch populärwissenschaftliche Bücher und Fernsehsendungen zu philosophischen Themen bekannt. Das ZDF strahlt seit September 2012 unter dem Titel Precht eine Sendereihe zur Philosophie mit ihm aus.
Foto: Amanda Berens

Prechts neues Buch Tiere denken wurde in Zeitungen und Zeitschriften ausführlich besprochen und kletterte schnell in den Bestseller-Listen nach oben. Und: Der Philosoph bringt in zahlreichen Interviews und Talkshows unseren Umgang mit den Tieren und das millionenfache Tierleid zur Sprache.

Nach einer Umfrage des Allensbacher Instituts aus dem Jahr 2015 gibt es in Deutschland bereits 7,8 Millionen Vegetarier und 900.000 Veganer. Damit schwimmt Prechts Buch Tiere denken voll auf dem Trend. In den westlichen Industrienationen steigt die Sensibilität im Umgang mit Tieren unaufhaltsam an , schreibt er.

Gleich auf den ersten Seiten seines 500 Seiten starken Buches bringt er das Dilemma treffend auf den Punkt: Noch nie war die Kluft so groß, die das, was Menschen im Umgang mit Tieren für richtig halten, und das, was tatsächlich praktiziert wird, voneinander trennt. Er attestiert zu Recht eine Schizophrenie in unserem Verhältnis zu Tieren. Und er hat völlig Recht, wenn er weiter schreibt: Solange wir unsere Ernährung und unser persönliches Verhältnis zu Tieren als Privatsache auffassen, so lange wird die millionenfache Grausamkeit gegen Tiere weiterhin gesellschaftlich akzeptiert. (Tiere denken, S. 14)

Eine neue Tierethik?

Richard David Precht knüpft mit Tiere denken an sein bereits vor 20 Jahren erschienenes Buch Noahs Erbe: Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen an. In der ersten Hälfte seines neuen Buches setzt er sich ausführlich mit den philosophisch-ethischen Ansätzen über das Verhältnis des Menschen zum Tier auseinander: Was macht den Mensch zum Menschen und was trennt den Menschen vom Tier? Welche Sichtweise prägten die großen Religionen?

Nach 250 Seiten kündigt der Philosoph eine neue Tierethik an. Dabei ist nicht wirklich neu, was er schreibt. Precht macht zahlreiche Anleihen bei tierethischen Ansätzen der letzten 30 Jahre. Das ist in Ordnung - man muss ja das schließlich das Rad nicht noch einmal erfinden. Bloß neu muss man es nicht unbedingt nennen. Möglicherweise kritisiert Precht zu Recht manche Tierrechtsphilosophien als zu sperrig (er nennt sie ziemlich fensterlose Gebilde ). Wirklich klar und überzeugend ist seine neue Tierethik allerdings nicht.

Precht meint, eine praktikable Tierethik sollte nicht in erster Linie auf Gerechtigkeit, Freiheit oder andere Werte setzen. Was für den Einzelnen moralisch relevant ist, hänge von der kulturellen bzw. psychologischen Nähe in unserer Vorstellungswelt ab. So sei uns unser Hund näher als ein wildfremder Mensch. Für unser Empfinden sei so führt Precht aus - nicht in erster Linie die Frage nach Recht und Unrecht entscheidend, sondern wie wir uns sensibilisieren. (Vgl. Tiere denken, S. 292-295)

Precht setzt auf Sensibilität und Intuition und verwirrt den Leser

Die Vernunft ist ebenso wenig die alleinige Triebfeder der Moral, wie es die Verpflichtung zur Gerechtigkeit ist , schreibt der Autor. Stattdessen handeln Menschen meist so, wie es ihren sensiblen Gefühlen für andere und dem, was andere tun und erwarten, gut vereinbar ist. Allem Anschein nach entstehe so Precht moralischer Fortschritt in einer Gesellschaft weniger durch gute Argumente als dadurch, breite Schichten der Bevölkerung für bestimmte Probleme zu sensibilisieren. (a.a.O., S. 299/300)

Precht nennt seinen Ansatz Ethik des Nichtwissens . Er meint, dass wir trotz aller modernen Forschungsergebnisse aus Paläoanthropologie, Primatologie und Verhaltensökologie weder über uns selbst noch über das Innenleben der Tiere noch über die Moral etwas gesichert wissen können.

Daher setzt Precht statt Fakten und ethischen Prinzipien ganz auf Intuitionen: Wir sollten im Umgang mit Tieren nur das tun und akzeptieren, was unseren Intuitionen nicht widerspricht, was sich mit unserer Sensibilität vereinbaren lässt. Precht meint dann auch, dass man nur jene Tiere essen sollte, die man auch selbst töten würde und könnte. Und hier wird es dann wirklich verwirrend.

Eigentlich wäre es ganz einfach

Die Tierrechtsphilosophie versteht sich bekanntlich als Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen, wie die Befreiung der Sklaven oder die Frauenrechtsbewegung. So wie die Hautfarbe oder die Geschlechtszugehörigkeit für die Gewährung grundlegender Rechte belanglos ist, ist auch die Zugehörigkeit zu einer anderen Tierart - schließlich zählt auch der Mensch zu den Säugetieren - belanglos. Warum soll man jemanden ausbeuten und quälen dürfen, weil zu einer anderen Rasse oder zu einer anderen Spezies gehört?

Gemäß Prechts Ansatz von Intuition und Sensibilität, hätte man es vor 200 oder 300 Jahren der Intuition und Sensibilität jedes Weißen selbst überlassen müssen, ob man Sklaven halten darf oder nicht und wie man Schwarze in den Kolonien behandelt. Und vor 100 (oder auch weniger) Jahren hätte man es der Intuition und Sensibilität jedes Mannes überlassen müssen, ob seine Frau zur Wahl gehen darf, ob er sie einen Beruf ausüben lässt und ob er sie schlägt oder nicht. Zum Glück gibt es hierfür heutzutage einerseits moderne ethische Wertmaßstäbe und andererseits entsprechende festgeschriebene Rechte und Gesetze.

Der Tierrechtsphilosoph Helmut F. Kaplan beispielsweise meint, für den täglichen Gebrauch im Umgang mit Tieren sei die Goldene Regel völlig ausreichend: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg" auch keinem andern zu . Wir wollen nicht leiden also tragen wir auch nicht zum Leid von Tieren bei. Wir wollen nicht getötet werden also hören wir auf, die Tötung von Tieren in Auftrag zu geben indem wir aufhören, Tiere zu essen.

Solche griffigen ethischen Ansätze sucht man bei Prechts neuer Tierethik vergeblich.

Naturschutz oder Lustmord Dürfen wir Tiere jagen?

Wirklich lesenswert ist Prechts Kapitel über die Jagd: Unter der Überschrift Naturschutz oder Lustmord? gibt er eine eindeutige Antwort auf die Frage: Dürfen wir Tiere jagen? - Nein, als Hobby, aus Lust und Passion dürfen Tiere nicht getötet werden.

Die Jägerei sei heute eine Mischung aus Romantik und Tötungswillen. Doch der Verweis auf den Tötungstrieb des Menschen reiche nicht als Begründung für die Ausübung der Jagd. Nur 0,4 Prozent der Deutschen sind (Hobby-)Jäger. Immerhin: Mehr als 99 Prozent der deutschen Bevölkerung scheinen diesen Trieb nicht zu verspüren, zumindest nicht in dem Maße, dass sie es für nötig befinden, dann und wann eigenhändig ein paar Tiere zu töten.
Schließlich widerspreche es auch dem ethischen Kodex liberaler Gesellschaften aufs Äußerste, vermeintliche Urtriebe wie Mordlust oder Vergewaltigungsfreuden ungestraft zu lassen: Keinem Mörder und keinem Triebtäter nützt es mithin nur entfernt, zur Rechtfertigung seiner Gelüste an archaische Bedürfnisse zu appellieren , so Precht.

Wer in den Wald geht und allein zur eigenen Freude mutwillig Tiere tötet, begeht eine Tätigkeit, die unvereinbar ist mit dem ethischen Selbstverständnis moderner Gesellschaften, wie es unter anderem das Tierschutzgesetz festschreibt: Einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen ist verboten und sportliche Tötungsfreude ist nach Auffassung eines liberal-demokratischen Staates kein vernünftiger Grund". (Tiere denken, S. 349/350)

Im Interview mit dem STERN erklärte Precht: Spaß daran zu haben, Tiere im Wald zu erschießen, ist für mich ein sonderbares Verhalten und absolut kein vernünftiger Grund zu töten. Genau das verbietet im Grunde das Tierschutzgesetz. Die Lust-Tötung. Auf die Anmerkung des Interviewers, die Jägerschaft betone immer wieder ihren ökologischen Auftrag antwortet der Philosoph: Ach was. Die Jägerei ist heute eine Mischung aus Romantik und Tötungswillen. Der Jäger jagt ja nicht aus ökologischen Gründen, wie er vorgibt. Dann würden Förster diesen Job erledigen. Oder man würde auf die Winterfütterung verzichten oder den Tieren Antibabypillen ins Futter mischen, um die Bestände zu regulieren. (STERN, 13.10.2016)

In seinem Buch Tiere denken nennt der Autor den angeblich ökologischen Auftrag der Jägerschaft Etikettenschwindel . Denn das ökologisch besorgniserregende Ungleichgewicht in Wald und Flur sei ein Problem, das die Jägerschaft selbst verschuldet habe.
Es ist eine von Ökologen kontrovers diskutierte Frage, inwieweit größere Waldstücke sich ohne Hege- und Jagdaktivitäten selbst regulieren können oder nicht; es dürfte von Fall zu Fall verschieden sein. Doch wie groß oder wie klein die regulierenden Eingriffe in die Wildbiologie deutscher Restnatur in Zukunft auch zu sein hätten an der Jägerei müsste sich vieles ändern, wenn sie tatsächlich eine sinnvolle und keine aberwitzige wildbiologische Rolle spielen will. (Tiere denken, S. 352)

Die einzige Legitimation für den Abschuss von Wildtieren sieht Precht in Gründen des Naturschutzes. Dann soll diese Regulation aber nicht durch Hobbyjäger erfolgen, sondern durch modernes Wildlife-Management: Allein der wissenschaftliche Nachweis, dass tatsächlich keine Alternative zur Tötung vorliegt, könnte jägerische Aktivitäten in Zukunft noch erlauben. Solche Jäger sind jedoch keine Hobby-Waidwerker, sondern bezahlte Fachleute mit einem explizitem Naturschutzauftrag. Die Tötung von Tieren wäre dann letztes Mittel innerhalb eines Wildlife-Managements. Die Jägerei als reiner Lustsport hingegen verstößt gegen das Tierschutzgesetz 17(1): Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet." (a.a.O., S. 358/359)

Precht schließt sein Kapitel über die Jagd mit den Worten: Menschen, die regelmäßig töten müssen, um glücklich zu sein, brauchen professionelle Hilfe! (a.a.O., S. 360)

»Die bisherige Ethik ist unvollkommen,

»Die bisherige Ethik ist unvollkommen,

weil sie es nur mit dem Verhalten des Menschen zum Menschen zu tun zu haben glaubte. In Wirklichkeit aber handelt es sich darum, wie der Mensch sich zu allem Leben, in seinem Bereich befindlichem Leben, verhält. Ethisch ist er nur, wenn ihm das Leben als solches heilig ist, das der Menschen und das aller Kreatur.« Albert Schweitzer (1875-1965), Arzt, Philosoph, Pazifist · Friedesnobelpreis 1953

Dürfen wir Tiere essen?

Die Gesellschaft müsse die Reichweite des Mitgefühls stärker auf Tiere ausweiten , forderte Precht im Deutschlandfunk. Der heutige Umgang mit Tieren sei nicht mit unseren Vorstellungen von Moral, Liberalität und Sensibilität vereinbar. (Richard David Precht über den Umgang mit Tieren: Unvereinbar mit unserer Moral . Deutschlandfunk, 17.10.2016)

Doch die Antwort auf die Frage Dürfen wir Tiere essen? ist nicht eindeutig: Es wird der Intuition und Sensibilität jedes Einzelnen überlassen, ob er es mit seiner Vorstellung von Moral vereinbaren kann. So bleibt in dem Buch die wirkliche Konsequenz aus.

Einerseits formuliert Precht eine klare ethische Erkenntnis, wenn er der kulturanthropologischen Rechtfertigung des Fleischessens ( prähistorische Tradition des Fleischverzehrs ) entgegnet: Wer so redet, bestreitet allerdings auf eine recht eigentümliche Weise den allgemeinen ethischen Fortschritt der Menschheit. Wir würden auch sonst in der Moral nicht gerne Argumente aus dem Pliozän bemühen, um gegenwärtige Wertmaßstäbe und Verhaltensweisen zu rechtfertigen. Definieren wir unsere heutige Kultur nicht gerade dadurch, reines Instinktverhalten und barbarische Moralvorstellungen überwunden zu haben? (Tiere denken, S. 366)

Der Rechtfertigung, dass doch auch Tiere Tiere essen, entgegnet Precht: Allerdings definiert sich der Mensch anders als andere Tiere durch die Freiheit seiner Handlungen. Freiheit (und mag sie auch von einigen Neurobiologen angezweifelt werden) ist die Grundlage unserer Ethik. Ohne sie wäre Moral gar nicht möglich. (ebda.)

Neben dem Leid der Tiere in der industriellen Haltung weist Precht zu Recht auf die dramatischen ökologischen Folgen des Fleischkonsums hin. Er hofft auf In-Vitro-Fleisch auf Lösung des Dilemmas: Zahlreiche Universitäten forschten bereits an Verfahren, Fleisch auf Muskelzellen herzustellen. Dem Fleisch ohne Schlachthöfe und Tierleid dürfte die Zukunft gehören , so Precht (a.a.O., S. 373).

Bis dahin bleibt das Essen von Tieren letztlich weiterhin eine Privatsache. Precht weist völlig richtig auf die riesige Kluft hin, dass das Leid der unzähligen Tiere in der industriellen Massentierhaltung noch nie so grauenhaft war wie heute, windet sich aber in dem Dilemma, statt eine klare ethische Aussage zu treffen. Das mag daran liegen, dass Precht selbst sich noch nicht entschieden hat, das Fleisch toter Tiere wegzulassen. In etlichen Interviews rund um sein Buch hat er immer wieder betont, er esse noch (hin und wieder) Fleisch.

Wer psychisch keine Probleme mit Schlachthäusern oder anderen Folterkammern hat, darf weiter Tiere essen, wer damit nicht zurechtkommt, muss sich einschränken , fasste es der Philosoph Markus Wild in seiner Besprechung von Prechts Buch im Feuilleton der FAZ treffend zusammen. Precht hätte auf diese Psychologisierung verzichten und auf ethischen Prinzipien und sachhaltigen Informationen bestehen sollen, meint er. Denn die Psychologisierung der Moral vollzieht genau jenen Schritt, den Precht zu Recht als Problem erkannt hat: Sie macht das Essen von Tieren zu einer Privatsache. Darum kann dieses Buch nicht einlösen, was es verspricht. (Markus Wild: Essen Sie nur, was Sie auch selbst töten! Buchbesprechung Tiere denken von David Richard Precht in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2016)

Wichtige Denkanstöße

Richard David Prechts Buch Tiere denken liefert wichtige Denkanstöße. Das Dilemma des unendlichen grauenvollen Tierleids wird deutlich gemacht. Die konsequenten ethischen Entscheidungen beim Thema Tiere essen (wie übrigens zum Teil auch beim Kapitel Tierversuche ) werden aber immer wieder relativiert.

Da der prominente Philosoph in Interviews und Talkshows immer wieder die hemmungslose Ausbeutung der Tiere anprangert und für einen anderen Umgang plädiert, führt dies zu einer breiteren Diskussion in der Öffentlichkeit die sicher beim ein oder anderen zu der Konsequenz führt, dass er in Zukunft keine Tiere mehr essen möchte.

Das Buch

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und wir hassen, wir verzärteln und wir essen sie. Doch ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar? Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltens forschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Dürfen wir Tiere jagen und essen, sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Am Ende dieses Streifzugs steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Buch, das uns dazu anregt, über Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern!

Richard David Precht: Tiere denken
Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen
Gebunden mit Schutzumschlag
Goldmann, 2016 ISBN: 978-3-442-31441-6
Preis: 22,99 Euro Auch als Hörbuch MP3-CD

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter