The "Vegan Warrior" in der Eishockey-Liga

Wie sich die vegane Ernährung auf seinen Sport

Wie sich die vegane Ernährung auf seinen Sport

auswirkt? »Ich bin einfach schneller wieder fit und bin regenerations-fähiger«, erzählt Sebastian Osterloh. · Bild: www.facebook.com/sebastian.osterloh.56

Sebastian Osterloh: "Ich habe viel mehr Energie"

Von Armin Holl-Wagner, Redakteur von Hockeyweb.de

Vegetarisch und vegan ist In. Auch Straubings Verteidiger Sebastian Osterloh lebt seit über einem Jahr vegan. Für ihn ist es mehr als eine Modeerscheinung und wird für ihn immer mehr zum Lebens stil. Er sagt: Ich fühle mich so gut wie nie zuvor. Wie sich seine vegane Ernährung auf seinen Sport und auf sein Leben auswirkt, darüber haben wir uns mit dem 32-Jährigen in seinem Esszimmer unterhalten.

Sebastian Osterloh ist nicht der Supertechniker und wird sicher nie zu einem Topscorer, doch er ist bekannt dafür, sich immer in den Dienst der Mannschaft zu stellen. In Bayern sagt man, er ist ein Wadlbeißer , also ein richtig unangenehmer Verteidiger, jemand der um jeden Meter Eis kämpft - ein Krieger - ein Warrior .

Und seit über einem Jahr ist er Veganer. Der Verteidiger der Straubing Tigers beschreibt es so: Ich ernähre mich seit über einem Jahr zu 99,9 Prozent vegan. Wenn meine Mama an Weihnachten mit Plätzchen kommt, dann esse ich auch mal ein Vanillekipferl. Aber so was braucht man auch. Wenn man meint, man muss jetzt einen Keks essen, dann soll man das auch machen. Der Kopf muss auch frei sein, sonst schafft man das nicht. Beim Fleisch ist es aber schon so, dass ich wirklich gar keines mehr esse. Dazu habe ich keinen Bezug mehr und will das auch nicht mehr. Alles, was mit Fleisch und Wurst zu tun hat, rieche ich sofort.

"Wenn der Nowitzki das macht,

dann muss da was dran sein"

Um auf Fleisch zu verzichten, gibt es die verschiedensten Gründe. Manche Menschen vertragen es einfach nicht oder nicht mehr, andere verzichten aus ethischen Gründen. Bei Osterloh hatte es gesundheitliche Gründe, sich mit seiner Ernährung auseinanderzusetzten. Mich hat vor gut einem Jahr Aleksandra Keleman auf Facebook angeschrieben und mir ein Interview von Dirk Nowitzki geschickt. Das habe ich gelesen und es hat mich total an mich erinnert. Nowitzki ist zwar kein Veganer, aber er verzichtet auf Milch und Milchprodukte. Osterloh weiter: Ich hatte die Jahre zuvor im Winter vier-, fünf-, sechsmal mit einer starken Nasennebenhöhlenentzündung Probleme. Die war so stark ausgebrochen, dass ich sie nicht mehr ohne Antibiotikum stoppen konnte. Das hat mich jedes Mal aus der Bahn geschmissen. Jedes Mal trainiert man wieder und dann wieder ein Rückfall. Ich bin eigentlich nie richtig in die Spur gekommen. Dann hab ich überlegt und mir gesagt, wenn der Nowitzki das macht, dann muss da was dran sein. Dann habe ich mich mit Aleksandra Keleman ausgetauscht und hin- und hergeschrieben. Aleks hat Kontakt mit verschiedenen Fußball-Bundesliga-Spielern und -Vereinen und berät sie. Sie hat mich eigentlich auf den richtigen Weg gebracht. Ich habe mir das alles durch den Kopf gehen lassen und dann war ich von heute auf morgen vegan. Aleksandra Keleman lobt Osterloh und meint: Ich wünschte mir, dass alle Sportler so vorbildhaft regieren.

Damit haben sich auch die gesundheitlichen Probleme erledigt. Osterloh erklärt: Ich hatte früher auch mehrere Jahre extreme Probleme mit einer chronischen Bizepssehnenentzündung. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, ist das weg. Eigentlich auch ganz logisch, weil im Fleisch so viel Mist steckt, so viele Antibiotika, dazu die Adrenalinausschüttung, die bei der Schlachtung entsteht.
Ich bin einfach schneller wieder fit und bin regenerationsfähiger

Auch die Laktatwerte haben sich spontan verbessert. Ich habe natürlich Bluttests gemacht. Meine Werte sind einfach top. Ich bin auch zwei, drei Kilo runter gegangen. Alleine dadurch habe ich mehr Power und kann mehr Kraft umsetzen. Ich finde es schade, dass ich erst letztes Jahr den Schritt gewagt habe. Ich hatte keine Nasennebenhöhlenentzündung und war nicht einmal krank. Mir geht es seitdem so gut, ich fühle mich so gut wie nie zuvor. Ich kann es einfach nur jedem empfehlen.

Zudem gibt es einen anderen positiven Nebeneffekt: Ich habe viel mehr Energie und meine Regeneration ist kürzer. Da man sich nur basisch ernährt, hat man auch das Problem mit der Muskel übersäuerung nicht, denn Fleisch ist säurebildend. Ich bin einfach schneller wieder fit und bin regenerationsfähiger.

Sebastian Osterloh und Aleksandra Keleman

Sebastian Osterloh und Aleksandra Keleman

lassen sich beim Essen über die Schulter schauen. · Bild: www.facebook.com/aleksandra.kel.9

Die stärksten Tiere sind Pflanzenesser

Ein Eishockeyspieler, der auf die Proteine im Fleisch verzichtet? Osti zieht interessante Vergleiche: In der Tierwelt ist es auch nicht anders. Die Fleischfresser gehen auf die Jagd, weil sie es brauchen und weil sie nicht anders können, aber nach dem Fressen liegen sie erst mal fünf, sechs Stunden in der Sonne, weil sie platt sind. Die Pflanzenfresser hingegen sind den ganzen Tag aktiv. Auch Patrik Baboumain (stärkster Mann Deutschlands) ist seit 2011 vegan und sagte in einem Interview: Die stärksten Tiere sind Pflanzenfresser: Gorillas, Büffel, Elefanten und ich.

Osterloh meint: Vor dreißig Jahren zog das Argument mit den Proteinen noch und man ist damit durchgekommen. Früher hieß es: Fleisch gibt Power, Fleisch gibt Kraft, aber heutzutage ist das ein völliger Witz. Früher, als ich noch Fleisch gegessen habe, bin ich nach Hause gekommen und musste mich erst eineinhalb Stunden hinlegen müssen. Weil ich einfach platt war. Das habe ich heute gar nicht mehr.

»Die stärksten Tiere sind Pflanzenesser«

»Die stärksten Tiere sind Pflanzenesser«

Bild: www.facebook.com/sebastian.osterloh.56

"Wenn ich heute Fleisch sehe,

denke ich immer an die lebenden Tiere"

Insgesamt ein radikaler Schritt im Leben des Profis. Ich war vorher ein extremer Fleischfresser. Wenn ich zurückdenke, was ich an Fleisch gegessen habe, dann habe ich heute wirklich ein schlechtes Gewissen. Wenn ich heute Fleisch und Wurst im Kühlregal sehe, sehe ich immer die lebenden Tiere. Auch Milch und Milchprodukte hat der 32-Jährige vom Speiseplan gestrichen: Milch und zieht dabei ein Gesicht, wenn ich jetzt einen Schluck Milch trinke, könnte ich kotzen. Der Geschmack von Milch ist etwas ganz Unangenehmes für mich, obwohl ich früher sozusagen in Milch geschwommen bin. Ich habe viel Müsli mit Milch gegessen und eigentlich alles mit Milch angerührt.

Earthlings und Cowspiracy sollte sich jeder mal ansehen

Doch durch was wurde dieses Umdenken ausgelöst? Nur ein paar Mails und Telefonate mit Aleksandra Keleman? Sicher nicht. Osterloh sah sich einige Dokumentationen an. Darunter auch Earthlings (nichts für zartbesaitete Gemüter, nur mit Anmeldung und Warnhinweis zu sehen; unter dem Schlagwort bei Youtube zu finden) und Cowspiracy .

Osti meint dazu: Das sollte sich jeder mal ansehen. Es ist gigantisch, wie viel Fläche wir für die Tiere anbauen, damit die was zu fressen haben, damit wir die Tiere essen können. Ich möchte, dass sich die Menschen damit beschäftigen und nicht davor drücken und der Wahrheit ins Auge sehen.

Sebastian Osterloh geht es nicht alleine

Sebastian Osterloh geht es nicht alleine

um gesunde Ernährung, sondern um die Tiere: »Wenn es doch auch so geht, verstehe ich nicht, wieso man Tiere essen muss.« Und er achtet er auch sonst auf eine tierfreundliche Lebensweise.

Eine Frage der Ethik

Doch nur das Essen umzustellen, ist dem Verteidiger inzwischen nicht mehr genug: Es fing an mit der Ernährung. Umso mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso mehr Reportagen man schaut, umso klarer wird es einem. Es ist dann von der Ernährung ins Ethische übergegangen. Vorher hatte ich nie Interesse, so etwas anzusehen, aber es ist einfach schockierend. Vor einem Jahr habe ich mir da keine Gedanken darüber gemacht. Aber wenn es doch auch so geht, verstehe ich nicht, wieso man Tiere essen muss. Man kann auch so glücklich sein. Man muss die Leute einfach damit konfrontieren, wie das Fleisch auf den Teller kommt. Man sieht immer nur das schöne Stück Fleisch, aber wie das dahin kommt, sieht keiner.

Auch im Kleiderschrank hat inzwischen die vegane Lebensweise Einzug gehalten: Ich achte jetzt auch auf die Kleidung. Pelz und Leder. Ich hatte früher auch eine Jacke mit Pelz dran, habe mir aber nie Gedanken gemacht. Heute fühle ich mich richtig scheiße, wenn ich darüber nachdenke. Ich habe inzwischen mit meiner Frau zusammen alles aussortiert. Wir sind am schauen, dass wir Schritt für Schritt den veganen Lebensstil auch bei Kleidung, Kosmetik, Duschgel und so weiter leben.

Die Entscheidung, vegan zu essen und zu leben, stieß weder bei den Ärzten noch bei den Trainern der Tigers negativ auf: Am Anfang haben die sich natürlich ihre Gedanken gemacht und sie haben gesagt, dass, wenn ich mich nicht gut fühle, ich sofort was sagen soll. Es gab aber niemanden, der gesagt hat, das ist schlecht und ich darf das nicht.

Die Familie macht mit

Nicht nur er selbst, sondern auch die Familie ist umgeschwenkt: Wenn ich zu Hause esse, kocht meine Frau Mona vegan. Die Kinder essen das auch mit. Gemüse ist bei meinem Sohn immer etwas schwierig. Wer kennt das nicht? Aber püriert geht dann alles. In der Schule, in der Mittagsbetreuung, gibt es dann halt mal Chicken Nuggets oder so, darüber bin ich zwar nicht glücklich, aber es ist halt so. Ich mache meinen Kindern immer bewusst, wo es herkommt und dass die Tiere mit Sicherheit nicht freiwillig gestorben sind. Da schauen sie dann schon immer traurig und machen sich ihre Gedanken. Aber ich sage nicht, dass sie irgend was nicht essen dürfen, da müssen sie selber drauf kommen.

Doch wie ist das bei den Auswärtsspielen? Normalerweise gehen die Spieler nach der Partie in den VIP-Raum der Heimmannschaft, um dort zu essen, oder man lässt etwas von einem Lieferdienst in die Kabine kommen. Bei den Auswärtsfahrten habe ich tatsächlich meinen großen Stoffbeutel dabei. Ich habe immer meine Tupper-Box dabei. Ehrlich gesagt ist es für mich sehr schwierig, im VIP-Raum etwas zu essen.

Hört sich aufwändig an. Auch ansonsten ist die Meinung verbreitet, dass vegane Ernährung teuer und aufwändig ist. Osterloh hält dagegen: Würde ich nicht sagen. Ich würde sagen, dass es gleich bleibt. Es ist definitiv nicht teurer. Man muss halt schauen, wo man einkaufen geht. Aber es dauert schon seine Zeit, bis man sozusagen drin ist. Am Anfang war ich auch etwas überfordert und wusste auch nicht so recht, wo ich hingehen soll.

Auch in Lokalen essen gehen ist kein Problem: Die Leute stellen sich das immer so kompliziert vor, aber im Endeffekt kann ich problemlos zum Beispiel zum Italiener. Die haben im Normalfall Hartweizennudeln. Da kann ich Spaghetti mit Tomatensoße essen. Gemischter Salat, Anti Pasti, usw., also ich finde auf jeden Fall etwas. In einem Straubinger Lokal gibt es inzwischen sogar ein Menü von Sebastian Osterloh namens Osti"s grüne Geiß .

Und wenn es nicht ins Restaurant geht, wird zu Hause gekocht: Wir haben natürlich auch Kochbücher, aus denen wir ab und zu Rezepte kochen, aber wenn ich zu Hause koche, bin ich eher der Freestyler.

Vitamin B12 wird den Tieren ins Futter gemischt

- warum den Umweg gehen?

Veganern wird nachgesagt, das sie an Vitamin-B12-Mangel leiden. Doch auch dieses Argument kann der Leistungssportler entkräften: Es ist nachgewiesen, dass im Fleisch heutzutage so viele Antibiotika und andere Schadstoffe sind, dass vom Vitamin B12 gar nichts mehr drin ist, deshalb ist zu empfehlen, dass jeder Vitamin B12 als Zusatz nimmt. B12 wird den Tieren ins Futter gemischt. Aber das minderwertige Cyanocobalamin B12. Lieber das hochwertige Methylcobalamin B12 selbst nehmen, als den Umweg über das Tier zu gehen. Man schluckt ja das Tier, das wiederum selbst mit dem unfertigen B12 gefüttert wurde.

Immer mehr Spitzensportler ernähren sich vegan

All das geht Sebastian Osterloh immer noch nicht weit genug. Er hat die Initiative ergriffen und mit Aleksandra Keleman eine Facebook-Gruppe eröffnet. Unter Top Athletes Vegan findet ein reger Austausch statt. Im Grußwort der Gruppe schreibt Sebastian Osterloh von seiner Wahrnehmung bei der Umstellung: Hi Veggies, hier ein kleiner Einblick zu meiner Veganisierung. Lebe jetzt seit vier Wochen zu 100 Prozent vegan, habe mich noch nie zuvor so gut gefühlt! Ich hätte es mir schwieriger vorgestellt, da ich ein absoluter Fleischfresser war! Nach zirka drei Tagen hatte ich einen ziemlichen Durchhänger, konnte mich auf nichts mehr fokussieren und habe Schweißausbrüche bekommen. Das hat mich erstmal ziemlich verunsichert, aber schon ein paar Tage später hat sich mein Körper an die Umstellung gewöhnt.

In der Gruppe sind inzwischen über 1.600 Profi- und Freizeit sportler zusammengeschlossen. Aber auch Sportwissenschaftler, Sportlehrer sowie Fitnesstrainer und Personal Coaches. Aber auch Menschen wie du und ich. Es sind nicht alles Veganer, aber zumindest Sportler, die sich damit und mit ihrer Ernährung auseinandersetzten. Darunter sind unter anderem die Eishockey spieler Marcel Brandt (Düsseldorfer EG), Jerome Flaake (Hamburg Freezers), Daniel Pietta (Krefeld Pinguine), Philipp Grubauer (Washington Capitals), Christian Künast (DEB-U20-Bundestrainer), Max Meirandres (Starbulls Rosenheim), Christoph Ullmann (Adler Mannheim), Dennis Seidenberg (Boston Bruins). Aber auch andere Sportler wie Ursula Holl (Ex-Fußball-Nationaltorhüterin, Torwarttrainerin Bayer 04 Leverkusen), Mark Warnecke (Ex-Schwimmer), Thomas Brdaric (Ex-Fußballspieler, Fußballtrainer), Carsten Lichtlein (Handballtorwart), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach), Stefan Schnoor (Ex-Fußballspieler), Niko Bungert (FSV Mainz 05), Alexander Esswein (FC Augsburg), Marc Jurczyk (Bahnradfahrer), Felix Sturm (Boxer).

Auch in der Straubinger Kabine hat Osterloh Verbündete, die sich Gedanken machen. Zum Beispiel Tommy Brandl. Er ist jetzt kein Veganer, aber er macht sich schon seine Gedanken und hat auch schon Fleisch und Milchprodukte reduziert. Es ist schon der erste Schritt, wenn man sich dazu Gedanken macht.

Es gibt inzwischen viele Sportler, die tatsächlich vegan leben. Ein paar Beispiele sind Markus Kuhn (New York Giants, NFL), Christopher Fischer (Adler Mannheim) lebt seit Jahren vegan, David Haye (Boxer), Dennis Rodman (Ex-Basketballer), Brendan Brazier (Iron Man Profi) oder Michael Griesmeier (Ultralangstreckenläufer, 150-km-Marathon). Auch Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/NBA) achtet auf seine Ernährung und verzichtet seit Jahren auf Milch und Milchprodukte.

Wenn jeder ein bisschen was Gutes macht...

Für Osterloh ist der vegane Lebensstil weit mehr als eine Modeerscheinung: Ich denke, das wird sich immer mehr durchsetzen. Es gibt immer mehr Spitzensportler, die sich vegan ernähren. Seitdem ich vegan lebe, bin ich ein anderer Mensch. Ich habe eine andere Sichtweise. Natürlich weiß man, dass man alleine die Welt nicht retten kann, so zu denken wäre ja Blödsinn. Aber man weiß, wenn jeder ein bisschen was Gutes macht oder einen Schritt vorwärts geht, dass sich das zu etwas Gutem entwickeln kann. Das gibt mir und meiner Frau Motivation. Ich bin fest davon überzeugt, dass Veganer gesünder leben.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter