Wildtiertourismus als Chance für Mensch und Tier

»Wildlife experience« lockt Touristen weltweit

»Wildlife experience« lockt Touristen weltweit

Bild: SAVE Wildlife Conservation Fund

Das Phänomen wildlife experience lockt Touristen weltweit: Auch wenn die Tierwelt nicht der einzige Grund für die Auswahl eines Reiseziels ist, so ist die Wildtierbeobachtung oft Teil touristischer Attraktionen. In Kenia ist sanfter Wildtiertourismus sogar das Rückgrat der nationalen Wirtschaft: Um Wildtiere hautnah zu erleben, zahlen Touristen sogar bis zu 700 Dollar für eine Übernachtung im Zelt. Jagdtourismus dagegen ist in Kenia seit 1977 verboten. Auch Botswana hat Anfang 2014 die Trophäenjagd verboten - stattdessen setzt die Regierung auf ökologischen Wildtiertourismus. Die Tourismusbranche hat längst erkannt, dass Wildtiere viel Geld einbringen können - und dass die Tiere lebendig mehr wert sind als tot. Oft wird behauptet, Tier- und Artenschutz sei zu kostspielig und gerade Länder in Afrika seien auf die Einnahmen durch Jagdtouristen angewiesen. Dabei wird die andere Seite der Medaille vergessen: Der Schutz von Tier und Natur führt auch zu hohen Umsätzen, ist ein Milliardengeschäft und kann gerade in ökonomisch schwachen Ländern wie etwa Kenia oder Botswana viel zur Verbesserung der Wirtschaftslage beitragen.

So verzeichnete der Krüger-Nationalpark in Südafrika selbst während der letzten großen Finanzkrise von 2008/2009, als bei Fernreisen gespart wurde und die Umsätze im Tourismus weltweit um fast 10 Prozent zurückgingen, einen Besucher-Rekord und ein Umsatz-Plus von fast 5 Prozent! Eine Studie ging der Frage nach, warum so viele Gäste den Park besuchten, obwohl sie angaben, dass auch bei Ihnen das Geld knapp war und sie sparen mussten: Für die meisten Befragten war einer der wichtigsten Gründe die wildlife experience . Dass man im Krüger-Nationalpark und in anderen Parks und Reservaten die Big Five - Nashörner, Löwen, Büffel, Elefanten, Leoparden - und andere Tiere in freier Wildbahn erleben kann, zieht Besucher an und ist eine wichtige Einnahmequelle. Und das gilt nicht nur für die südafrikanische Provinz Mpumalanga, der Heimat des Krüger-Nationalparks, oder Länder wie Kenia oder Botswana, die ebenfalls beliebte Ziele von Safari-Reisenden sind.

Doch noch immer verschwinden gerade in Afrika immer mehr Wildtiere durch Jäger und Wilderer. In Südafrika sind es über wiegend Nashörner, die getötet werden, im östlichen Afrika müssen jedes Jahr zehntausende Elefanten ihr Leben lassen.

Was sich noch nicht genügend herumgesprochen zu haben scheint, ist: Die Tiere sind lebendig viel mehr wert - das haben unterschiedliche Studien schon in den 1980er und 1990er Jahren gezeigt.

Der Krüger-Nationalpark in Südafrika,

Der Krüger-Nationalpark in Südafrika,

die Kalahari und die Serengeti sind beliebte Ziele für Foto-Safaris. Längst setzen Länder wie Botswana und Kenia auf sanften Wildtiertourismus. Ist die Tierwelt in Gefahr, dann sind es auch die Tourismus-Einnahmen. · Bild: Bild. tr3gi · fotolia.com

Der Wert des lebenden Tieres

Während seiner Lebenszeit kann ein einziger afrikanischer Elefant Einnahmen von bis zu 1 Millionen Dollar generieren. Zum Abschuss freigegeben bringt ein Elefant einmalig höchstens eine Jagdgebühr von 4.000 bis zu 32.000 Dollar ein. Fällt er Wilderern zum Opfer, bringt er wesentlich weniger ein.

Ähnliches gilt für fast alle Wildtiere: Eine Studie zeigt, dass ein Löwe als touristische Ressource über eine halbe Million Dollar erwirtschaftet , während er der Regierung als (legales) Jagdobjekt weniger als 10.000 Dollar Gebühren einbringt. Ein Wilderer bekommt für die Haut nur etwa 1.000 Dollar, für das Skelett bis zu 10.000 Dollar (Stichwort Löwenwein ).

Indonesien hat im Frühjahr 2014 das weltweit größte Schutz gebiet für Mantarochen ausgewiesen. Mantarochen kommen in tropischen und subtropischen Meeren in Küstennähe bis zu einer Tiefe von 150 Metern vor und stehen seit 2006 auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Riesenfische können fünf bis neun Meter lang und drei Tonnen schwer werden.

Laut Regierungsschätzungen kann ein Mantarochen im Laufe seines Lebens einen Wert von 1 Millionen US-Dollar erzielen, wenn Touristen die sanften Riesen in ihrer natürlichen Umgebung sehen wollen. Dagegen ist ein toter Mantarochen nur zwischen 40 bis 500 Dollar wert. Diese Zahlen zeigen ganz deutlich, wie viel mehr Wert der Schutz der Tiere hat als ihre Tötung.

Indonesien hat das weltweit größte Schutzgebiet

Indonesien hat das weltweit größte Schutzgebiet

für Mantarochen ausgewiesen. · Bild: Zacarias da Mata - Fotolia.com

Kampf gegen die Wilderei:

Lebende Elefanten sind mehr wert als tote

Die Wilderei bringt die Elefanten an den Rand des Aussterbens. Vor 35 Jahren gab es noch etwa 1,3 Millionen Elefanten in freier Wildbahn in Afrika. Heute wird die Zahl der Elefanten in Afrika auf vielleicht 500.000 geschätzt. Wilderer töten bis zu 30.000 Elefanten pro Jahr - wegen des Elfenbeins, das hauptsächlich an Abnehmer in China verkauft wird. Es wird befürchtet, dass afrikanische Elefanten ohne neue Schutzmaßnahmen in weniger als 20 Jahren ausgerottet sein könnten.

Aktuell entstehen in vielen Ländern neue Bündnisse zwischen den Umweltministern und den Ministern für Tourismus, um die Wildtiere zu schützen und den Bedrohungen der Tierwelt durch Trophäenjagd, Wilderei und Elfenbeinhandel entgegenzuwirken.

So trafen sich Anfang Dezember 2013 hochrangige Regierungsvertreter vieler afrikanischer Staaten mit Elefantenpopulationen zum dreitägigen Elefantengipfel in Gaborone, der Hauptstadt von Botswana. In einer Abschlusserklärung nennen die afrikanischen Staaten 14 Sofortmaßnahmen, die in allen Ländern umgesetzt werden sollen: Wilderei wurde zu einem schweren Verbrechen erklärt und soll durch engere Zusammenarbeit der verschiedenen Polizei- und innerstaatlichen Behörden streng überwacht werden. Verschärft werden sollen die Strafen für Wilderei und ihre tatsächliche Verhängung durch die Gerichte. Die Polizeikräfte und Ranger in den Wildnisgebieten sollen personell und technisch gestärkt werden. Die Menschen in den umliegenden Dörfern werden in die Überwachung einbezogen, dafür sollen sie an den Einnahmen des Tourismus mehr beteiligt werden.

Schon Bernhard Grzimek, dessen Kino-Dokumentation Serengeti darf nicht sterben von 1959 sogar einen Oskar gewann, hat immer betont, dass Naturschutz nur dann funktioniert, wenn die Menschen vor Ort davon profitieren.

Der Kampf gegen die Wilderei und Schutzmaßnahmen für Elefanten erfolgen nicht nur aus Tierliebe: Lebende Elefanten sind viel Geld wert. Botswana, Südafrika, Tansania und Kenia verdienen mit Wildtier-Tourismus Milliarden. Ist die Tierwelt in Gefahr, dann sind es auch die Tourismus-Einnahmen. Außerdem meiden Touristen Gegenden, wo Wilderer ihr Un wesen treiben. Die Tiere sind hier viel scheuer und flüchten auch vor Foto-Touristen.

Lebende Elefanten sind für mehr Geld wert als tote

Lebende Elefanten sind für mehr Geld wert als tote

Botswana, Südafrika, Tansania und Kenia verdienen mit Wildtier-Tourismus Milliarden. · Bild: SAVE Wildlife Conservation Fund

Die gemeinnützige Natur- und Artenschutzstiftung

Die gemeinnützige Natur- und Artenschutzstiftung

SAVE engagiert sich in Botswana für den Schutz der Wildtiere. Seit 2014 ist in Botswana die Trophäenjagd verboten. · Bild: SAVE Wildlife Conservation Fund

Die Serengeti: UNESCO Weltnaturerbe

und gemeinsames Erbe der Menschheit

Die Serengeti ist eine baumarme Savanne, die sich auf einer Fläche von etwa 30.000 Quadratkilometern vom Norden Tansanias bis in den Süden Kenias erstreckt. Die Wanderung der Tiere in der Serengeti ist die größte und vielfältigste Säugetierwanderung der Welt: Jedes Jahr ziehen 1,3 Millionen Gnus, 600.000 Zebras und Gazellen durch die Savanne und legen dabei bis zu 3.200 Kilometer zurück. Der Serengeti-Nationalpark in Tansania wird von der UNESCO als Weltnaturerbe und gemeinsames Erbe der Menschheit aufgeführt. Jedes Jahr besuchen über 90.000 Touristen die Serengeti.

Doch die Tierwelt in der Serengeti ist durch Wilderei bedroht: In den 1970er Jahren wurden die Elefanten im Nationalparks so sehr dezimiert, dass nur noch einige hundert Tiere übrig blieben. Auch der Nashornbestand wurde durch Wilderei innerhalb von 20 Jahren nahezu völlig vernichtet.

Hinzu kommen die Jagdtouristen aus den USA und Europa. Während Kenia im Jahr 1977 die Großwildjagd verboten hat, gilt das Nachbarland Tansania unter Liebhabern von Elefanten- und Löwentrophäen als Eldorado. Jagdreise-Veranstalter werben mit Großwildjagd in der Serengeti, dem Juwel Afrikas .

Die Wanderung der Tiere in der Serengeti

Die Wanderung der Tiere in der Serengeti

ist die größte der Welt: Jedes Jahr ziehen 1,3 Millionen Gnus, 600.000 Zebras und Thomson-Gazellen durch die Savanne zwischen Tansania und Kenia. · Bild: Byelikova Oksana · fotolia.com

Der Kavango-Zambesi Park (KaZa):

zweitgrößtes Naturschutzgebiet der Welt

Um den Reichtum Afrikas zu schützen, wurde im März 2012 der grenzüberschreitende KaZa-Park (Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area) eröffnet. Dieses Natur- und Landschaftsschutzgebiet, das auf den Territorien der Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia sowie Simbabwe liegt, vereint etliche bereits bestehender Nationalparks und Wildreservate in diesen Ländern. Mit einer Fläche von 444.000 Quadratmeter ist es nach dem Nordost-Grönland-Nationalpark das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde. Hier sollen die Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum leben können.

Elefantenmutter mit Kind

Elefantenmutter mit Kind

Bild: tr3gi · fotolia.com

Naturschutzgebiete in Botswana:

Lebensraum bedrohter Tiere

Botswana ist ein wichtiges Mitgliedsland des grenzüberschreitenden KaZa-Parks. Die Naturschutzgebiete in Botswana zählen zu den artenreichsten der Erde: Elefanten, Nashörner, Büffel, Giraffen, Antilopen, Zebras, Löwen, Leoparden, Geparden, Wildhunde und viele andere Tiere Afrikas sind hier beheimatet.

Botswana grenzt an Südafrika und Namibia. Es ist etwa so groß wie Frankreich, doch leben in diesem extrem dünn besiedelten Land gerade mal zwei Millionen Menschen.

Die Regierung setzt auf ökologischen Wildtiertourismus: Der Foto-Tourismus macht schon jetzt 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Wildtiere hautnah erleben zu können, lockt Urlauber aus der ganzen Welt. Auf exklusiven Safari-Touren können Urlauber Elefanten, Löwen, Leoparden, Flusspferde, Gnu-, Büffel- und Zebra-Herden, Giraffen, Krokodile sowie viele Vogelarten beobachten.

Die Kalahari, eine von breiten Trockenflusstälern durchzogene Halbwüste, prägt das Land. Mitten in diese Wüste mündet ein breiter Fluss: der Okavango. Er entspringt im Hochland Angolas und spült, nachdem er 1.700 Kilometer zurückgelegt hat, riesige Wassermassen in das Kalahari-Becken. Das Okavango-Delta, eines der größten Feuchtgebiete der Welt mit einer einzigartigen Natur- und Tierwelt, gehört zu den tierreichsten Regionen in Afrika. Je nach Jahreszeit und Wasserstand finden sich hier riesige Tierherden vieler im südlichen Afrika vorkommenden Arten ein.

Botswana setzt auf sanften Wildtiertourismus:

Botswana setzt auf sanften Wildtiertourismus:

Der Foto-Tourismus macht schon jetzt 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Wildtiere hautnah erleben zu können, lockt Urlauber aus der ganzen Welt. · Bild: Bild: SAVE Wildlife Conservation Fund

Wildtiere und ihre Lebensräume schützen

Wildtiere und ihre Lebensräume zu schützen und Menschen für die Einzigartigkeit der Natur zu begeistern, ist das Ziel von Tierschutz- und Umweltorganisation. Die gemeinnützige Natur- und Artenschutzstiftung SAVE engagiert sich besonders in Botswana. Jagdtourismus und Trophäenjagd sind hier seit Anfang 2014 per Gesetz verboten. Doch die Wilderei ist nach wie vor ein Problem: Immer noch werden die Big Five gejagt. Auch viele andere bedrohte Wildtiere wie Zebras oder Giraffen sind in Botswana beheimatet - und werden trotz des neuen Verbots gejagt.

Das Engagement des SAVE Wildlife Conservation Fund gilt insbesondere der Umwelterziehung und der Sensibilisierung für den Naturschutz. Gemeinsam mit Kooperationspartnern klärt die Stiftung die einheimische Bevölkerung über den Zweck und Nutzen des länderübergreifenden Kavango-Zambezi-Nationalparks auf. Ziel ist, dass die Menschen in der gesamten Region die Natur und die lebenden Tiere als wertvolle Ressource begreifen, die ihnen Arbeitsplätze und ein ertragreiches Einkommen sichern können. Doch dafür ist es wichtig, dass die Profiteure nicht länger nur westliche Tourismusonzerne, Hotelketten oder korrupte Beamte vor Ort sind, sondern vor allem auch die einheimische Bevölkerung profitiert.

»Solange der Mensch

»Solange der Mensch

der rastlose Zerstörer alles Lebens bleibt, das er als niedrig ansieht, wird er nie wissen, was Gesundheit bedeutet, wird er nie wirklich Frieden finden.« Pythagoras (770 - 710 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker · Foto: Melissa Schalke · Fotolia.com

Informationen:
SAVE Wildlife Conservation Fund Stiftung
Dieselstraße 70 D-42489 Wülfrath
www.save-wildlife.org

Quellen:

Wildtiertourismus als Chance für Mensch und Tier: Warum Artenschutz eine Win-Win-Angelegenheit ist.
www.save-wildlife.com

Wildtiertourismus: Artenschutz sichert Milliardenumsätze. Von Dr. Bradnee Chambers, Leiter des Sekretariat dess Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS) der Vereinten Nationen.
www.wdr5.de/sendungen/leonardo/elefantenwilderei100.html

Does Wildlife Tourism have a Future? An r:travel* exclusive - The magazine for the responsible tourist . Published for the Responsible Tourism Awards 10/11/2010

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter