Freiheit für Tiere
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DVD: Delfinrettung im Reich der Mantas

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Von Julia Brunke

Vor der Küste Hawaiis hat sich eine unglaubliche Geschichte abgespielt: Ein frei lebender Delfin bat einen Taucher um Hilfe. Der Grund war eine Angelleine, die sich um die Flosse des Delfins verheddert hatte, so dass er sie nicht mehr richtig benutzen konnte. Intuitiv wusste er, dass nur ein Mensch ihn davon befreien kann - und schwamm aus dem offenen Meer auf den Taucher zu. Diese einzigartige Begebenheit hat die Tauchlehrerin und Unterwasserfotografin Martina Wing mit ihrer Kamera festhalten.

In der DVD-Dokumentation »Delfinrettung im Reich der Mantas« berichtet Martina Wing im Gespräch mit German Murer über die unvergessliche Delfinrettung, die sie mit ihrer Kamera gefilmt hat, und ihren Einsatz für die Mantarochen von Hawaii.

Das Video von der Delfinrettung ging um die Welt. »Diese Geschichte hat mich sehr berührt«, erzählt die Unterwasserfotografin. »Ein Delfin, ein ausgewachsenes Tier, hatte eine Angelschnur zwischen seinem Maul und seiner Flosse. Er kam zu unserer Tauchstelle und hat sich an uns gewendet, ist bis zu uns geschwommen. Und dann wurde er auch gerettet: Der Delfin konnte durch einen Taucher von der Angelschnur befreit werden, weil er still gehalten hat.«

Bild: Andrea Izzotti - Fotolia.com

Es klingt wie ein Märchen:

Ein wildes Tier bittet einen Menschen um Hilfe

Was unglaublich und wie ein Märchen klingt, ist durch Filmaufnahmen belegt: »Ich habe diese Szene aufgenommen, und dieses Video ist einfach unbeschreiblich«, berichtet Martina Wing. »Unser Tauchgang fand statt an der Kona Coast in Hawaii auf der Insel Big Island. Ich tauche da jede Nacht mit den Tieren und filme die Mantas, die Riesenrochen.« Bei einem nächtlichen Tauchgang schwamm ein einzelner Delfin in die Tauchstelle.

»Wir hatten die Delfine vorher ein paar Mal gesehen«, erzählt die Unterwasserfilmerin. »Sie kamen immer zu dritt und haben die Tauchstelle angeschaut. In den Filmaufnahmen sehen wir die Schnorchler oben schwimmen, wir sehen, und wie sich Manta Rays und die Delfine begegnen. Der eine Delfin hatte hinter dem Auge so eine weiße Stelle, das sieht man auch auf den Filmaufnahmen.« Von diesem Delfin werden wir gleich noch mehr erfahren…

»An diesem 11. Januar 2013 hatten wir einen ganz tollen Tauschgang mit zwölf Manta Rays«, erzählt Martina Wing. Auf einmal sah sie einen einzelnen Delfin - den mit der weißen Stelle hinter dem Auge - und wunderte sich schon, wo denn die anderen zwei wären, weil sie sonst immer zu dritt kamen. »Das Tier hat sich ganz langsam bewegt, das war seltsam. Ich habe gedacht: Oh, was ist mit dem? Aber wir sind ganz streng damit, dass wir die Tiere nicht anfassen. Wir fassen nicht die Manta Rays an und auf jeden Fall auch nicht die Delfine.

Jason, einer der Tauchlehrer, schwamm ein bisschen näher, um zu gucken, was mit dem Delfin los ist, und das Tier hat sich so verhalten, als ob es irgendetwas an der Seite hatte. Wir wussten gar nicht, was es wollte. Jason blieb ganz passiv und schwamm auch wieder weg. Und ich habe einfach nur gefilmt, habe mich gewundert, die Kamera weiter laufen lassen…«

Diese drei Delfine kamen an die Tauchstelle,

wo die Taucher und Unterwasserfotografen der »Manta Ray Advocates« jede Nacht mit vielen Lichtern Aufnahmen von Mantarochen machen. · Bilder: Screenshots aus Filmmaterial von www.mantarayshawaii.com

Eines Tages kam nur einer der drei Delfine

in die Tauchstelle geschwommen. Er bewegte sich sehr langsam und die Taucher merkten, dass irgendetwas nicht mit ihm stimmte. »Es gibt bei uns eine Regel: Wir fassen die Tiere nicht an«, sagt Martina Wing. »Jason, einer der Tauchlehrer, schwamm ein bisschen näher, um zu gucken, und das Tier hat sich so verhalten, als ob es irgendetwas an der Seite hatte. Wir wussten gar nicht, was es wollte...« · Bilder: Screenshots aus Filmmaterial von www.mantarayshawaii.com

Der Delfin hat sich in einer Angelleine verfangen

Der Delfin schwamm zwischen den Manta Rays umher, die ihn nicht weiter beachteten und weiter Plankton fraßen. Dann schwamm er immer weiter weg und Martina Wing filmte etwas anderes. »Auf einmal schaue ich nach rechts - und der Delfin kommt wieder auf mich zu. Dann schwimmt er auf die anderen hellen Lichter und einen Kameramann zu. Und dieser Mann hat dann gesehen, dass da eine Angelschnur an der Flosse hängt. Ich war dann natürlich völlig perplex, weil das Tier ruhig gehalten hat.« Es war unglaublich: Der Delfin hielt ungefähr drei bis vier Minuten still. »Er wollte, dass ihm geholfen wird. Der Delfin drehte sich immer um den Taucher herum, als wenn es ein dressiertes Tier wäre - dabei war es ein wilder Tier. Völlig unglaublich, dass er genau wusste, wo die Lösung für sein Problem ist!«

Diese Filmaufnahmen gingen um die Welt:

Ein freilebender Delfin bittet einen Taucher um Hilfe. Er hatte sich in einer Angelleine verfangen und wusste intuitiv, dass nur ein Mensch ihn befreien könnte. · Bild: Screenshots aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

Selbst als der Taucher ein Messer zückt,

hält der Delfin still

Der Delfin hatte Glück, dass er genau zu diesem Taucher geschwommen ist, denn der Taucher hatte ein Schneidemesser dabei. »Er hat angefangen, die Angelschnur wegzuschneiden. Der Taucher durfte ihn auch anfassen, der Delfin hatte damit überhaupt kein Problem. Schließlich konnte der Taucher die Flosse befreien. Und man sieht auf den Filmaufnahmen, wie sich die zugeschnürte Flosse wieder öffnen kann und sieht die
Erleichterung des Delfins. Dann hat der Taucher die Flosse weiter untersucht, da war noch ein kleiner Haken drin. Aber dann ist das Tier nach oben geschwommen und hat erst einmal Luft geholt.«

Nun könnte man denken: Das Tier ist froh über die Rettung, aber es hatte Stress und möchte so schnell wie möglich wieder wegschwimmen. Aber die Taucher erlebten eine Überraschung: »Der Delfin holte Luft und kam zu den gleichen Tauchern wieder zurück«, berichtet Martina Wing. Und er schwamm wieder genauso nah heran. »Jetzt hat Jason versucht, den letzten Haken herauszuholen. Und es ist wirklich unglaublich, wie das Tier still hält. So etwas gibt’s ja eigentlich gar nicht. Ein wildes Tier sagt: ‚Hilf mir!’« - Es war insgesamt eine siebenminütige Rettungsaktion.«

Sogar als der Taucher ein Messer zückt,

um die Angelschnur durchzuschneiden, hält der Delfin weiter still! · Bilder: Screenshots aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

Werden die Taucher Delfin "Notch" wiedersehen?

Die Taucher fragten sich natürlich auch, ob der Delfin wiederkommen würde. Er hatte eine markante weiße Stelle hinter dem linken Auge und eine Kerbe in der Schwanzflosse. Daher gaben die Taucher ihm den Namen »Notch« (Kerbe). Und tatsächlich: »14 Monate später haben wir ihn wieder gesehen«, erzählt Martina Wing. »Und das war nicht nur ein Wiedersehen, das war wieder ein unglaubliches Erlebnis. Wir waren nur mit fünf Leuten im Wasser, etwa zwei bis drei Meilen von der Küste entfernt. Und da ist der Delfin um uns herum geschwommen und hat dabei Töne von sich gegeben, ganz laut. Und dann schwimmt er in die Tiefe und macht so Drehungen - das habe ich so noch nie bei Delfinen gesehen, und ich bin ja schon viel mit Delfinen im Wasser gewesen. Er dreht sich immer weiter in die Tiefe, holt Luft und kommt direkt wieder zu den Menschen. Das könnte man jetzt interpretieren, dass er sich sehr gefreut hat.«

Die mehr als beeindruckenden Filmaufnahmen von der ganzen Rettungsaktion und von dem Wiedersehen werden auf der neuen DVD »Delfinrettung im Reich der Mantas« von der Unterwasserfilmerin Martina Wing kommentiert.

Wiedersehen mit Delfin »Notch«

Bild: Screenshot aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

"Dieser Tauchgang hat mein ganzes Leben verändert"

Vor etwa 18 Jahren erlebte Martina Wing zum ersten Mal die Unterwasserwelt vor der Küste Hawaiis. »Dieser Tauchgang hat mein ganzes Leben verändert«, sagt sie. »Es war wie ein neuer Start für mich«. Seitdem lebt die gebürtige Deutsche auf Hawaii, genauer auf der Big Island. Gemeinsam mit ihrem Mann James L. Wing, der 1991 die Manta Ray Advocates gegründet hat, widmet sie sich der Erforschung der Mantarochen. Sie filmt Tiere im Wasser, speziell Mantas, und Delfine.

Als Martina Wing vor 18 Jahren mit den Unterwasser-Aufnahmen vor der Küste Hawaiis begann, wusste man kaum etwas über Rochen. »Die bekannteste Rochenart ist der Stachel­rochen«, erzählt Martina Wing. Sie berichtet von dem Unfall 2006, bei dem der Dokumentarfilmer Steve Irwine durch einen Stachelrochen zu Tode kam. Der Stachel ist für Menschen hochgiftig. »Mantarochen gehören zur gleichen Familie der Rochen, sind aber ganz anders: Sie sind viel größer, haben keinen Stachel, keine Zähne und essen nur Plankton. Grundsätzlich habe ich noch nie ein Tier im Wasser erlebt, das aggressiv war oder mich beißen wollte. Ich sehe das so: Wir gehen zu ihnen in ihren Lebensraum und müssen uns so verhalten. Wenn ich einem großen Hai begegne, bin ich natürlich etwas vorsichtiger, aber wenn die merken, das wir nicht an ihnen interessiert sind, schwimmen sie dann auch weiter.«

James L. Wing, Unterwasserfotograf, Kameramann

und Produzent, gründete 1991 die Manta Ray Advocates. Er hat mehr Stunden mit Mantarochen unter Wasser verbracht als jeder andere Mensch und gilt als Autorität für Mantarochen. Er lebt mit seiner Frau Martina Wing auf der Big Island of Hawaii. Mehrmals in der Woche tauchen die beiden in der schönen Unterwasserwelt von Hawaii. · Bild: Screenshot aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

Wenn Martina Wing von den Mantarochen erzählt,

gerät sie ins Schwärmen: »Der Mantarochen ist ein wunderschönes Tier. Man kann ihn mit einem Engel vergleichen oder mit einem Vogel unter Wasser.« · Bild: Screenshot aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

In der DVD-Dokumentation

»Delfinrettung im Reich der Mantas« berichtet Martina Wing über Manta Rays und über die unvergessliche Delfinrettung, die sie gefilmt hat.

Manta Rays - wie Vögel unter Wasser

Wenn Martina Wing von den Mantarochen erzählt, gerät sie ins Schwärmen: »Der Mantarochen ist ein wunderschönes Tier. Man kann ihn mit einem Engel vergleichen oder mit einem Vogel unter Wasser.« Mit ihren Flügeln scheinen Mantas anmutig durchs Wasser zu fliegen. »Die Spannweite der Flügel ist bis zu fünf Metern groß«, erklärt die Taucherin. Mantas ernähren sich von Plankton. Täglich nehmen sie bis zu 14 Prozent ihres Körpergewichts davon auf. »Mantas sind sehr friedliche Tiere. Ihr Schutz im Wasser ist wegschwimmen.«

Mantarochen sind noch immer ziemlich unerforscht. »Sie sind noch immer mysteriös«, erklärt Martina Wing. »Eigentlich ist ja alles mysteriös, was im Wasser ist«, sagt sie. »Aber über die Jahre hat man zum Beispiel viel Geld für die Forschung von Buckelwalen ausgegeben, so dass man heute viel über sie weiß. Oder für Delfine - Delfine begeistern ja alle Menschen. Über sie weiß man auch schon viel mehr. Bei Manta Rays kommt noch hinzu: Man kann eigentlich auch nicht in einem großen Aquarium halten, weil sie immer schwimmen müssen. Sie brauchen viele, viel Platz. Und deshalb wissen wir nicht viel. Ihr Lebensraum ist unter Wasser.«

Mantas sind auf der Oberseite schwarz mit grauen Zeichnungen. Auf der Unterseite sind sie weiß mit Pigmentierungen. Anhand ihres individuellen Fleckenmusters an der Unterseite kann man jeden einzelnen Manta an der Unterseite identifizieren kann. Die Manta Ray Advocates haben aus unzähligen Fotos und Filmaufnahmen eine umfangreiche Datenbank über Mantas angelegt. »Wir identifizieren die Tiere und geben ihnen auch Namen«, erzählt Martina Wing. »Über die Jahre haben wir über 240 Tiere identifiziert, ungefähr 80 Tiere sehen wir regelmäßig. Und von den 80 kommen ungefähr 30 regelmäßig zu unserer Tauchstelle.«

Wenn man nachts Lichter im Wasser anmachte, sammle sich Plankton bei den Lichtern, erklärt die Taucherin. »Und dann kommen natürlich die Mantas. Es ist ein atemberaubendes Erlebnis, diese Tiere im Wasser zu sehen.«

Was ist denn das für ein Gefühl, wenn diese riesigen Tiere um einen herum schwimmen? »Das sind ganz viele Gefühle«, erklärt sie. »Einmal das Gefühl, nachts im Wasser zu sein mit den Tauchlampen – wer geht denn schon nachts ins Wasser? Dann das Gefühl der Ehrfurcht: Man fühlt sich ganz klein. Ich bin nicht wichtig, die Tiere sind hier, ich bin in ihrer Welt. Als Mensch tritt man zurück: Ich bin nicht die Nummer 1 hier, die Tiere sind die Nummer 1.«

Mantas gelten als die Schimpansen der Meere.

Sie haben das größte Gehirn aller Fische. Mantas sind mit Abstand die sozialsten Fische und verhalten sich wie Meeressäuger. Sie sind neugierig, verspielt und sie interagieren mit Tauchern, schauen sie an. Mantas kommunizieren mittels Geräuschen, die sie mit den Flügeln erzeugen, indem sie die Strömung brechen oder auf das Wasser schlagen. · Bild: nickeverett1981 Fotolia.com

Manta Rays sind in Hawaii streng geschützt

In Hawaii sind die Mantas streng geschützt und dürfen nicht getötet werden. Aber dieses Gesetz gelte nur in Hawaii, erklärt Martina Wing. Mantas gibt es in allen tropischen Gewässern, und jedes Land hat seine eigenen Gesetze. »Da gibt es das Problem mit China: Sie wollten Mantas in Pulverform als Naturheilmittel verkaufen. In Indonesien hat ein Fischerdorf deswegen alle Mantas abgestochen. Und das ist dramatisch: Manta Rays haben nur alle zwei oder drei Jahre ein Baby. Dieses Tier zu töten hat also große Konsequenzen in einem Ökosystem.« Das Schöne aber ist, dass dieses Fischerdorf in Indonesien heute auf Ökotourismus setzt: »Die Leute müssen ja von irgendetwas leben. Anstatt die Tiere abzuschlachten, bringen sie heute Touristen raus zu den Fischen.«

Tauchen bei den Manta Rays -

"ein fast außerirdisches Erlebnis" · Bild: criscod - Fotolia.com

»Man fühlt sich ganz klein.

Ich bin nicht wichtig, die Tiere sind hier, ich bin in ihrer Welt. Als Mensch tritt man zurück: Ich bin nicht die Nummer 1 hier, die Tiere sind die Nummer 1." · Bild: Screenshot aus der DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas« mit Aufnahmen von www.mantarayshawaii.com

Tauchen bei den Manta Rays

- "ein fast außerirdisches Erlebnis"

Auch auf Hawaii hat sich der Öko-Tourismus entwickelt: Viele Menschen kommen inzwischen aus der ganzen Welt, um vor der Küste Mantarochen zu sehen und mit ihren zu tauchen, berichtet Martina Wing. »Das ist eigentlich eine ganz tolle Sache, denn wir Menschen sind ja so abgeschnitten von der Natur. Die Unterwasserwelt ist ein Naturschauspiel! Es ist ein atemberaubendes Erlebnis, wenn die Mantas graziös um einen herumschwimmen.«

Vor der Küste ist es dort nur ungefähr zehn Meter tief. »Dort ist eine lange Sandbank am Meeresgrund. Dort setzen sich die Taucher auf den Boden und leuchten mit einer Tauchlampe nach oben. Oben schwimmen Schnorchler. Wir haben ein Surfboot umgebaut mit Lampen. Es scheinen also Lichter von oben und Lichter von unten in der dunklen Nacht. Das kann Hollywood nicht besser machen, wir haben Lichter von überall! Dadurch kreieren wir eine planktonreiche Umgebung, wo die Fische Nahrung finden. Die Mantas haben gelernt, zum Licht zu schwimmen, weil es dort etwas zu essen gibt. Es ist also eine win-win-Situation.« Die Tauchlehrer und Schnorchelführer halten sich mit ihren Gruppen an strenge Regeln: »Alle Schnorchler müssen oben bleiben, alle Taucher müssen unten bleiben. Die zehn Meter dazwischen gehören den Tieren. Und die Tiere schwimmen in den Lichtkegeln… - also, das ist ein fast außerirdisches Erlebnis!«

Die Fische wissen, dass es ein sicheres Gebiet für sie ist: »Dort wird keiner sie jagen und noch nicht einmal anfassen - und sie wissen, da gibt es ganz einfach Futter«, erklärt die Unterwasser­fotografin. »Wir sind ja jede Nacht da mit den Lampen und unseren Kameras«, sagt Martina Wing. »Dadurch bekommen wir auch Aufnahmen, die man sonst nicht bekommen würde, wenn man nur einmal tauchen geht und einmal einen Manta Ray sieht. Während eines Tauchgangs konnten wir einmal einen Paarungs­tanz filmen. Das war mehr als spektakulär! Wie ein Ballett, ganz, ganz schön. Wie riesengroße Vögel, die durchs Wasser fliegen!« Eine schwangere Manta Ray haben die Taucher monatelang gefilmt und dokumentiert, wie der Bauch immer dicker wurde. Mantas tragen ihr einzelnes Baby ganze 13 Monate lang, bis es zur Welt kommt. Das Mantakind ist zum Zeitpunkt der Geburt schon vollständig entwickelt und selbstständig. Schon kurz nach der Geburt streckt sich der Jungmanta und gleitet mit den ersten eleganten Flügelschlägen durchs Wasser. »Das sind dann natürlich Aufnahmen, die dann auch in die Forschung gehen, weil solche Bilder sonst nicht zusammen getragen werden. Dies ist ein großer Teil meiner Arbeit, die ich sehr, sehr schön finde und die mich begeistert.«

Viele Filmaufnahmen von Martina Wing und ihrem Team sind in der neuen DVD-Dokumentation »Delfinrettung im Reich der Mantas« zusammengefasst. Atemberaubende Unterwasseraufnahmen der grazilen Riesenfische, welchen mit Flügeln durch das Wasser schweben, sowie einzigartige Filmaufnahmen von dem Delfin, welcher Taucher um Hilfe bat, als er sich in einer Angelschnur verfangen hatte, machen diese DVD zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Informationen: Manta Ray Advocates

Die Manta Ray Advocates treten seit 1991 für die Mantarochen von Kona, Hawaii, ein.
Das Team von erfahrenen Unterwasserfotografen filmt, beobachtet und dokumentiert, so dass eine umfangreiche Datenbank über die Mantas entstanden ist.
Ihr Ziel: Die Öffentlichkeit mit mit atemberaubenden Bildern inspirieren, aufzuklären und so das öffentliche Bewusstsein zu ändern.

Ocean Wings Hawaii, Inc. dba Manta Ray Advocates
PMB 410 Suite J
74-5576 Pawai Place
Kailua-Kona, HI 96740 USA
www.mantarayshawaii.com

DVD: Delfinrettung im Reich der Mantas

Ein Delfin sucht Hilfe bei einem Taucher. Ergreifende und schöne Filmszenen.
Dokumentation · ca. 30 Minuten Laufzeit
Verlag Das Brennglas, 2016
Preis: 12,- Euro

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