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Gourmet Rohkost

»Ein ganzheitliches Wohlbefinden besteht unserer Meinung nach aus drei Säulen: Einer ausgeglichenen Gefühlswelt, einer gesunden, vitalstoffreichen Ernährung und körperlicher Betätigung.« Davon sind Sofia Rab und Michael Brönnimann überzeugt. In ihrem Buch »Gourmet Rohkost« stellen sie 70 Rezepte vor: von Smoothies über Salate bis hin zu köstlichen Desserts. Denn: »Vegane Rohkost schenkt Lebensfreude und fördert die Selbstheilungskräfte, die in jedem von uns schlummern.« Es geht um eine Ernährung mit naturreinen und unerhitzten Früchten, Gemüse, Nüssen und Saaten für mehr Energie und Vitalität.

Und das geht ganz einfach und in kurzer Zeit: Sich einen Smoothie, einen köstlichen Chia-Pudding mit pürierten Früchten oder ein Rohkost-Süppchen zuzubereiten, braucht nur wenige Minuten Zeit, schenkt jedoch viel Lebensenergie.

Die leckeren Rohkost-Rezepte lassen sich ganz einfach in jeden Alltag einbauen und bereichern unsere tägliche Ernährung. Es geht nicht darum, völlig zum Rohköstler zu werden. Wenn wir einmal damit angefangen haben, wollen wir die unverfälschten, naturreinen Köstlichkeiten nicht mehr missen: »Je mehr Rohkost Sie genießen, um so mehr wird ihr Körper nach naturbelassener Nahrung verlangen.«

Denn eine Ernährung, die reich ist an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen vitalisiert den gesamten Körper, schützt unsere Organe und ist nebenbei auch noch ideal für eine schlanke Linie. Im Gegensatz dazu steht bei herkömmlichen Diäten zum Abnehmen die Quantität der Nahrung im Vordergrund und nicht die Qualität. Mit einer vollwertigen, naturbelassenen pflanzlichen Ermährung braucht niemand mehr Kalorien zu zählen!

»Die Nahrung soll euer Heilmittel sein«

Lebendige Nahrung enthält heilende Kräfte. Schon Hippokrates wusste vor fast 3000 Jahren: »Die Nahrung soll euer Heilmittel, die Heilmittel sollen eure Nahrung sein.«
»Eine heilende Ernährung ist ein ganzheitlicher Weg, der zu langfristiger Gesundheit und Vitalität führt«, schreiben Sofia Rab und Michael Brönnimann in ihrem Buch »Gourmet Rohkost«. Unerhitzte, lebendige pflanzliche Lebensmittel versorgen uns mit Enzymen, winzigen Eiweißmoleküen, die eine bedeutende Rolle für alle Organe im Körper, die Verdauung, den Stoffwechsel und die Zellerneuerung spielen.

Bereits bei Temperaturen von über 42 Grad nehmen die Enzyme jedoch Schaden. Je höher die Temperaturen und je länger die Kochzeit, desto mehr Enzyme gehen in der Nahrung verloren. Wenn wir Nahrung roh zu uns nehmen, wird die Enzymaktivität im Körper erhöht. »Jede lebendige Nahrung enthält von Natur aus die für sie bestimmten Enzyme, die sie benötigt, um ihre eigenen Nährstoffe zu verdauen«, so Sofia Rab. »Es gibt mehrere tausend Enzyme und jedes einzelne spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung der verschiedenen Körperfunktionen und Organe.«

Einen besonders hohen Anteil an Enzymen haben Keimlinge und Sprossen. »Beim Keimen findet ein Umbauprozess statt, der den Nährwert erheblich steigert und die enzymhemmenden Stoffe aus den Nüssen und Samen herauslöst«, erklärt Sofia Rab.

Die Heilkraft der Natur gewinnt immer mehr an Bedeutung: Immer mehr Menschen interessieren sich für heimische Wild- und Heilkräuter sowie die so genannten Superfoods wie Acai, Baobab, Chia-Samen, Moringa und Weizengras, die in »Gourmet Rohkost« vorgestellt werden.

Kostbare Pflanzenöle

Auch heilende Pflanzenöle können sich sehr positiv auf unsere Gesundheit und Vitalität auswirken. Denn bekanntlich ist Öl nicht gleich Öl und Fett nicht gleich Fett. Unterschieden werden die »guten« ungesättigten Fettsäuren in Pflanzenölen und die gesättigten Fettsäuren aus tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern. Ein hoher Konsum tierischer Fette und Transfette (gehärtete Fette in Fastfood) sind eine Ursache von Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall.

»Pflanzliche Öle aus Nüssen, Samen und Früchten sind die kostbarsten Öle. Sie haben einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, also den besonders wichtigen essentiellen Fettsäuren, und sind sehr reich an Fettbegleitstoffen«, schreibt die Autorin in »Gourmet Rohkost«. Die Fettbegleitstoffe enthalten Vitamine und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Phytosterole. Essentielle Fettsäuren sind lebenswichtig, weil sie nicht vom Körper hergestellt werden können, sondern über die Nahrung aufgenommen werden. »Essentielle Fettsäuren halten die Arterien von Ablagerungen frei, unterstützen die Fettverbrennung und den Stoffwechsel, wirken ausgleichend auf den Blutdruck, verbessern die Gehirnfunktion und die Zellfunktionen der Organe. Sie beteiligen sich am Aufbau der Zellmembranen, beeinflussen das Immunsystem positiv und vermindern Entzündungen«, erklärt Sofia Rab. Sie weist darauf hin, dass durch Erhitzen die wichtigen essentiellen Fettsäuren, Vitamine, Mineralien und Enzyme verloren gehen. Daher ist es wichtig, schonend kalt gepresste Öle zu verwenden. Beim Kauf hochwertiger Pflanzenöle in Bio-Qualität mehr Geld auszugeben, ist eine lohnende Investition in die eigene Gesundheit. Achten Sie bei pflanzlichen Ölen auf Rohkostqualität, also eine Kaltpressung unter 42 Grad.

Übrigens sind diese hochwertigen Pflanzenöle nicht nur ein Gesundbrunnen in unserer Ernährung, sondern auch als Hautpflege. In »Gourmet Rohkost« werden die verschiedenen Pflanzenöle mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen und Eigenschaften vorgestellt. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buchs einen eigenen Rezeptteil für natürliche Schönheitspflege mit Masken & Peelings.

Das Buch »Gourmet Rohkost« enthält 70 Rezepte für Smoothies, Müslis, Suppen und Snacks, Salate, Nudeln und Cracker sowie Desserts sowie einige Rezepte für natürliche Schönheitspflege mit Masken & Peelings. Auf etwa 40 Seiten wird viel Wissenswertes über eine naturgesunde pflanzliche Ernährung komprimiert und gut verständlich vorgestellt.

Smoothies & Rohkost-Leckereien

Sofia Rab, Michael Brönnimann:
Gourmet Rohkost
Flexicover · 264 Seiten
Unimedica-Verlag, 2015
ISBN: 978-3-944125-46-6
Preis: 29 Euro

Rezepte aus »Gourmet Rohkost«

Nussmilch & Co.

Rezept aus: GOURMET ROHKOST

Bild: © Sofia Rab und Michael Brönnimann

Diese traumhaft seidige Nussmilch verwöhnt Körper und Seele. Das süßliche Aroma der Mandelmilch, der verzaubernd nussige Geschmack der Haselnussmilch, der erdige Touch der Paranussmilch und das duftende Kokosaroma bieten einen Genuss, der seinesgleichen sucht.
Für Nussmilch kann im Grunde jede Nussart verwendet werden. Nussmilch ist nährstoffreich und leicht verdaulich.
Hergestellt wird sie entweder aus rohköstlichen Nussmusen oder aus eingeweichten Nüssen.
Steingemahlene Nussmuse in Rohkostqualität enthalten das ganze Nährstoff- und Ballaststoffspektrum der Nüsse und verleihen der Nussmilch einen samtig-weichen Geschmack. Eingeweichte Nüsse werden mit der 2- bis 3-fachen Menge Wasser püriert.



Nussmilch aus rohen Nüssen

Zutaten für 3 Gläser
500 ml Quellwasser
200 g Nüsse (je nach Geschmack auch mehr oder weniger)
1 Prise Himalayasalz
Etwas Bio Vanillepulver

Zubereitung
Die rohen Nüsse einweichen. Die eingeweichten Nüsse mit der 2- bis 3-fachen Menge Quellwasser in einem Standmixer pürieren.
Durch einen Nussmilchbeutel pressen und nach Absieben je nach Geschmack mit Salz, Gewürzen und Süßungsmitteln anreichern.
Nussmilch in Gläser füllen.
Im Nussmilchsack verbliebene Faserstoffe können im Dörrgerät bei maximal 42 °C getrocknet und dann im Standmixer zu feinem Nussmehl verarbeitet werden. Das Mehl luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.


Nussmilch aus Nussmus

Zutaten für 2 Portionen
400 ml Quellwasser
3-4 EL Nussmus (je nach Geschmack)
1 Prise Himalayasalz
Etwas Bio Vanillepulver

Zubereitung
Alle Zutaten in einem Standmixer pürieren, bis eine glatte und cremige Konsistenz entsteht.
Die Nussmilch lässt sich gut mit 2–3 Stück Datteln oder (etwas) Agavennektar süßen.

Sommer-Smoothie

Rezept aus: GOURMET ROHKOST

Bild: © Sofia Rab und Michael Brönnimann

Genießen Sie den Sommer mit diesem erfrischenden Getränk, das Ihnen Vitalität und Lebensfreude schenkt.
Die wunderschönen natürlichen Farbstoffe des Hagebutten-Sanddorn-Pulvers und der ­Gojibeeren heben nicht nur die Stimmung, sondern unterstützen mit ihrem natürlichen Vitamin C-, Antioxidantien- und Beta-Carotin-Gehalt auch das Immunsystem. Gojibeeren geben Ihrem Körper eine Extraportion Mineralstoffe und Aminosäuren.
Zitrone und Minze verleihen dem Smoothie einen tollen Frischekick!

Zutaten für 4 Gläser

500 ml frisch gepresster Orangensaft
(aus 4-5 Orangen)
6-8 Eiswürfel
1/3 einer großen Mango
1 Scheibe einer Bio Zitrone
1-2 EL Gojibeeren
1 EL Hagebutten-Sanddorn-Pulver
1 EL Agavennektar (nach Geschmack)
1/2 TL Bio Vanillepulver
1-2 Pfefferminzblätter
Zubereitung

Orangen mit einer Zitruspresse auspressen. Mango schälen und in grobe Stücke schneiden.
Alle Zutaten zusammen mit dem Orangensaft in den Standmixer geben und pürieren, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.

Kokos-Thai-Suppe

Rezept aus: GOURMET ROHKOST

Bild: © Sofia Rab und Michael Brönnimann

Der exotische, köstliche Geschmack dieser mit heilenden Gewürzen angereicherten Suppe verwöhnt Sie und Ihre Gäste.
Dazu schmecken hervorragend marinierte Curry-Cashewkerne und gedörrte Karotten, die gleichzeitig als Dekoration dienen.
Kurkuma gilt seit Jahrtausenden als wichtiges Heilmittel im Ayurveda. Dieses Gewürz wirkt stark entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung, stärkt das Immunsystem und verjüngt die Haut. Kurkuma ist fettlöslich. Lösen Sie für dieses Rezept eine kleine Menge davon in Sesamöl auf.
Obwohl Rohkostsuppen nicht gekocht werden, wirken Gewürze wie Ingwer und Koriander wärmend und machen die Suppen bekömmlicher. Koriander wie auch Ingwer verleihen nicht nur einen fantastischen Geschmack, sondern wirken auch entgiftend und schmerzstillend.



Zutaten für 1 Portion

Marinierte Cashewkerne
150 g Cashewkerne
1 1/2 EL Bio Tamari Soße
1–2 EL Agavennektar
1 TL Curry
1/2 TL Kurkuma

Marinierte Karotten
1–2 Karotten
1 EL Agavennektar
1/2 EL Bio Tamari Soße

Korianderöl
6 EL Sesamöl
10 g Koriander

Suppe
4 kleine Karotten
5 g frischer Koriander
1/3 Knoblauchzehe
1 Scheibe Zwiebel
1 Ingwerstück (ca. 1 cm), ungeschält
1–2 Stück getrocknete Mango
1/3 TL Himalayasalz
1/3 TL Curry
1/3 TL Kurkuma in 1 EL Sesamöl aufgelöst
Spitze einer roten Chili
200 ml Kokosmilch (siehe Seite 90, „Erdbeer-Kokos-Müsli mit Haferflocken“)


Zubereitung

Marinierte Nüsse:
Die Cashewkerne mit Tamari, Agavennektar und den Gewürzen mischen. (Evtl. anschließend im Dörrgerät bei maximal 42 °C, 8-10 Stunden trocknen lassen.)

Marinierte Karotten:
Die Karotten waschen, schälen und mit dem Spiralschneider in dünne Spiralen schneiden. Die so entstandenen Karotten-Spaghetti mit Agavennektar und Bio Tamari würzen und im Dörrgerät schonend 6–8 Stunden trocknen lassen.

Korianderöl:
Sesamöl mit Koriandergrün im Mixer vermengen.

Suppe:
Die Karotten waschen und in grobe Stücke schneiden. Knoblauchzehe und Zwiebeln schälen. Alle Zutaten in den Standmixer geben und glatt pürieren.

Serviervorschlag
Die fertige Suppe mit dem Korianderöl und den marinierten Nüssen sowie Karotten dekorieren.

Mangotorte

Rezept aus: GOURMET ROHKOST

Bild: © Sofia Rab und Michael Brönnimann

Dieser Mango-Cheesecake mit Limette und Kokosnussmus verwöhnt den Gaumen.
Seine helle Farbe und der intensive Mangogeschmack in Kombination mit erfrischender Limette wirkt aufhellend auf Geschmackssinn und Seele. Kokosnussmus verleiht der Torte eine cremige Konsistenz.
Sie ist leicht verdaulich und auch für Nussmusallergikerinnen und -allergiker geeignet.


Für eine Springform mit 24cm Ø

Zutaten Boden
80 g Mandeln, geschält
50 g Kokosnuss, geraspelt
20 g Kokosblütenzucker
4 EL Kokosöl
1 Prise Himalayasalz

Zutaten Creme
200 g frisches Mangofleisch
60 g getrocknete Mango
(eingeweicht: etwa 120 g)
20 g Irish Moss Paste *
80 g Agavennektar
Schale einer unbehandelten Limette
1 Limette, ausgepresst
1 Prise Himalayasalz
55 g Kokosöl
55 g Kokosnussmus
5 g Sonnenblumen Lecithin

Dekoration
Halbierte Limetten
Kokosraspeln
Veilchen
Etwas Zitronenmelisse


Zubereitung

Tortenboden
Kokosöl schonend über einem Wasserbad schmelzen lassen. Geschälte Mandeln mit Kokosraspeln, Kokosblütenzucker und Salz im Küchengerät fein zerkleinern, anschließend geschmolzenes Kokosöl beigeben und alles gut mischen.
Den Teig auf dem Boden der Tortenform verteilen und gut andrücken.
Kurz in den Kühlschrank stellen.

Creme
Das frische und das eingeweichte Mangofleisch mit der Irish Moss-Paste, Agavennektar, Limettensaft und Limettenschale im Standmixer fein pürieren. Das Kokosöl und das Kokosnussmus schmelzen und mit dem Lecithin unter die Creme rühren.
Die Masse auf dem Teigboden verteilen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Die fertige Torte mit Kokosraspeln bestreuen und mit Limettenscheiben, einigen Veilchenblüten und Zitronenmelisseblättern dekorieren.

* Irish Moss-Paste
Irish Moss ist die gesunde pflanzliche Alternative zu Gelatine. Es ist eine Rotalge und eine excellente Quelle von Mineralien wie Jod, Zink, Beta-Carotin, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Mangan, Selen, Pektin u.v.m. Mit ihrer gelartigen Konsistenz stabilisiert sie Kuchen, Puddings und Cremes in der Rohkostküche.
30 g Irish Moss in einer Schüssel für 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank in Quellwasser einweichen. Das eingeweichte Irish Moss gründlich unter fließendem Wasser abwaschen und danach im Standmixer mit 180 ml Wasser pürieren, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
Die Mixtur in ein Glas füllen und das Ganze in den Kühlschrank stellen, damit die Masse dicker wird und sich eine gelartige Konsistenz entwickelt.
Die Paste ist gut 1 Monat haltbar und lässt sich portionsweise auch tiefkühlen.