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Pamela Anderson: Wasserverschwendung durch Fleisch

Foto: David LaChapelle für PETA

Pamela Anderson: Wasserverschwendung durch die Fleischindustrie

Die Trinkwasserknappheit wird immer bedrohlicher. Baywatch-Nixe und Tierfreundin Pamela Anderson macht auf die Wasserverschwendung in der Fleisch- und Milchindustrie aufmerksam: »Ein Kilo Rindfleisch herzustellen schluckt so viel Wasser, als würde man ein Jahr lang täglich duschen.«

Das Bild erinnert bewusst an die weltberühmte Duschszene in Hitchcocks Thriller Psycho. Denn was die Herstellung tierischer Produkte unserem Planeten antut, ist wirklich Angst einflößend. »Die Fleisch- und Milchindustrie verschwendet weltweit ein Drittel unseres Wassers«, so lautet der Slogan von Pamela Anderson. Dass Motiv der Tierrechtsorganisation PETA wurde mit prominenter Unterstützung durch den Regisseur und Fotografen David LaChapelle umgesetzt.

15.500 Liter Wasser für 1 Kilo Rindfleisch

In einem Kilo Rindfleisch stecken rund 15.500 Liter Wasser, in derselben Menge Schweinefleisch 6.000 Liter; 5.500 Liter sind es pro Kilo Butter und 3.300 Liter bei Eiern.

Zum Vergleich: Für die Produktion von Kartoffeln werden gerade einmal 300 Liter und für Salat lediglich 200 Liter Trinkwasser benötigt.

Der direkte Vergleich zeigt es noch deutlicher: Für die Produktion von einem Päckchen Kuhmilch werden 1.050 Liter Wasser benötigt - für die gleiche Menge Sojadrink nur 297 Liter. Und während für die Herstellung eines 150-g-Rindfleisch-Burgers 2.350 Liter Wasser benötigt werden, sind es bei einem Soja-Burger nur 158 Liter.

Durch die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie wird nicht nur die Menge des verfügbaren Trinkwassers eingeschränkt, sondern auch unglaubliche Mengen Trinkwasser verschmutzt. Denn die Abwässer aus den Tierställen gelangen ungeklärt zurück in den Wasserkreislauf - und mit ihnen auch Antibiotika und vor allem unglaubliche Mengen Ammoniak. Alleine in Deutschland werden um die 650.000 Tonnen Ammoniak Jahr für Jahr durch die industrielle Massentierhaltung erzeugt. Durch riesige Mengen an Mist und Gülle gelangt der klimaschädliche Stoff in die Umwelt, übersäuert Böden und erstickt das Bodenleben, führt zum Umkippen von Gewässern und vergiftet das Grundwasser. Ammoniak ist zudem hauptverantwortlich für das Waldsterben.

Kürzer duschen reicht nicht - versuchen Sie’s vegan

Gerade mit der Ernährung kann jeder sehr viel zum Kampf gegen die Trinkwasserknappheit beitragen. Schließen Sie sich Pamela Anderson an und duschen Sie nicht nur kürzer oder stellen beim Zähneputzen das Wasser ab: Versuchen Sie’s vegan; es ist das Beste, was Sie für Ihre eigene Gesundheit, die Umwelt und die Tiere tun können. Tipps, Informationen und Rezepte, die den Umstieg erleichtern, erhalten Sie in der Veggie-Broschüre oder in PETAs kostenlosem Veganstart-Programm.

Quellen:
· Worldwatch Institute (2004): Meat. Now, It’s Not Personal.
· WWF Deutschland (2009): Der Wasser-Fußabdruck
Deutschlands.
· Josef H. Reichholf (2004): Der Tanz um das goldene Kalb. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin.
· SIWI (2005): Water - More Nutrition per Drop.
· UNESCO-IHE (2011): The water footprint of soy milk and soy burger and equivalent animal products.
·
www.waterfootprint.org

Weitere Informationen: