Aktiver Natur- und Tierschutz: Vegane Weinkultur

Veganer Wein und Sekt vom Bio-Weingut Gänz

Veganer Wein und Sekt vom Bio-Weingut Gänz

Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Immer mehr Menschen machen sich bewusst Gedanken über das, was sie konsumieren - ob aus ethischen oder/und gesundheitlichen Gründen. Die Nachfrage nach Bio steigt und durch den Veggie-Boom kaufen immer mehr Menschen vegetarische und vegane Lebensmittel. Noch jung ist die Nachfrage nach veganen Weinen. Ein Hersteller von veganem Wein ist das Bio-Weingut Gänz im rheinhessischen Hackenheim. Die Winzerfamilie hat sich nicht nur Bio auf die Fahnen geschrieben, sondern aktiven Natur- und Tierschutz.

Dass für die Herstellung von Weinen und Säften Unappetitliches wie zermahlene Tierknochen (Gelatine) oder Fischblase zum Einsatz kommen, ist erst in letzter Zeit ein wenig an die Öffentlichkeit gedrungen - und vielen Verbrauchern noch gar nicht bewusst. Das Problem: Diese Stoffe müssen nicht auf der Flasche angegeben werden. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch veranlasste dies zu ihrer Kampagne Versteckte Tiere kennzeichnen .

Viele Vegetarier und Veganer wissen gar nicht, dass ein Großteil der Weine und Säfte, die im Handel angeboten werden, nicht vegan und oft noch nicht einmal vegetarisch sind (nämlich dann, wenn Fischbestandteile oder Schweine-Gelatine zum Einsatz kommen). Dies gilt übrigens auch für Bio-Weine: Das EU-Bio-Logo, aber auch große Bio-Verbände, erlauben für die Weinklärung oder Schönung Gelatine (vor allem Schweine-Gelatine), Hausenblase (getrocknete Schwimmblase eines Fisches) und Hühner-Eiweiß. Das EU-Bio-Logo fordert lediglich, dass diese Zusatzstoffe nach Möglichkeit aus ökologischen Ausgangsstoffen gewonnen wurden.

Ökologische Weinberge in Rheinhessen

Ökologische Weinberge in Rheinhessen

Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

100 % vegan: Ohne Gelatine & Co

Der Wein vom Bio-Weingut Gänz ist 100 Prozent vegan: Für uns ist Wein ein authentisches Naturprodukt - und es ist unser Anliegen, dass diese Authentizität bei jedem Schritt unserer Arbeit erhalten und gepflegt wird , sagt Peter Gänz, Diplom-Oenologe und Kellermeister im Betrieb der Familie Gänz. Wer Wein trinken möchte, geht auch davon aus, dass er reinen Wein" bekommt - und nicht, dass bei der Herstellung Stoffe eingesetzt worden sind, mit denen er vielleicht nichts zu tun haben möchte.

Eine besondere Spezialität vom Bio-Weingut Gänz ist die Traubenfrucht , ein Direkt-Traubensaft in hochwertigster Rohkostqualität. Dieser reine Fruchtgenuss ist wie Wein ohne Alkohol (oder sogar noch köstlicher): Die violett-blauen Beeren des Regents zerschmelzen regelrecht auf der Zunge! Das Aroma überzeugt mit einer außerordentlichen Fruchtigkeit. Denn anders als bei gewöhnlichen Säften - die bei der Abfüllung erhitzt werden - bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe wie Antioxidantien und Vitamine in der Traubenfrucht erhalten.

Lebensraum Weinberg

Lebensraum Weinberg

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Ökologische Weinkultur: Ohne Agro-Chemie

Die Winzerfamilie Gänz pflegt ihre Weinberge, Felder und Obstwiesen bereits seit 1997 konsequent ökologisch, ohne Kunstdünger und ohne chemisch-synthetische Pestizide. Angetrieben wurde diese Entscheidung insbesondere von der Idee, einen Umgang mit der uns anvertrauten Natur zu pflegen und im Einklang mit ihr zu arbeiten, um das Leben von Pflanzen und Tieren auf die bestmögliche Weise zu respektieren und aktiv zu schützen , erklärt Albert Gänz, der Eigentümer des Weinguts.

Bewusst wurden Naturräume geschaffen, in der die verschiedensten Pflanzen- und Tierarten eine Heimat gefunden haben: von Schmetterlingen bis zur Fuchsfamilie. Aus diesem Grund setzt sich die Winzerfamilie Gänz dafür ein, dass ihre Flächen nicht bejagt werden.

Weinbau als aktiver Natur- und Tierschutz

Weinbau als aktiver Natur- und Tierschutz

ist die Philosophie des Bio-Weinguts Gänz

Vielfalt im Weinberg:

Lebensraum für Schmetterlinge, Vögel & Co.

Um die Gesunderhaltung und die Selbstheilungskräfte der lebendigen Organismen zu stärken, wird das Ökosystem Weinberg gefördert. Und das heißt: Vielfalt statt Monokultur.

Die Weinberge unterscheiden sich optisch ganz deutlich von anderen Winzern: Zwischen den Reben sprießt eine bunte Arten vielfalt, denn die Abstände zwischen den einzelnen Reben als auch zwischen den Zeilen sind viel größer als bei anderen Winzern. Das bedeutet zwar weniger Reben und somit weniger Ertrag auf der gleichen Fläche. Aber damit bleibt mehr Platz für Vielfalt: Kräuter, Pilze, Insekten, Regenwürmer, Schmetterlinge, Maulwürfe, Gartenschläfer, sogar Hamster und natürlich viele, viele Vögel.

Nur wenn wir den Weinberg als Ganzes betrachten, mit all seinen Bewohnern, können wir auf Dauer seine Gesundheit und vor allem die des Bodens, des Wassers und der Luft erhalten , ist die Winzerfamilie Gänz überzeugt.

Zu den Bewohnern und Gästen in den Weinbergen zählen nicht nur Schmetterlinge, Vögel, Gartenschläfer & Co, sondern auch größere Tiere: Immer wieder können auch Füchse, Rehe oder sogar Wildschweine beobachtet werden. Dass Wildschweine von den Trauben naschen, gehört dazu. Die Bio-Winzerfamilie ist der Auffassung, dass auch die Wildtiere in unserer Natur einen Platz und einen Anspruch auf Leben und somit Nahrung haben.

Wir freuen uns, dass sich eine Fuchsfamilie bei uns wohl fühlt , erzählt Sarah Gänz. Auf unserem Hofgrundstück sind sie vor Verfolgung sicher. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Flächen nicht bejagt werden. Die Winzertochter, die für das Marketing des Familien betriebs verantwortlich ist, liebt Tiere und lebt seit vielen Jahren vegan.

Zwischen den Reben sprießt eine bunte Artenvielfal

Zwischen den Reben sprießt eine bunte Artenvielfal

Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Ein Gartenschläfer lässt sich Trauben schmecken.

Ein Gartenschläfer lässt sich Trauben schmecken.

Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Dieser junge Falke

Dieser junge Falke

macht auf dem Hofgut erste Flugversuche. · Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Auch eine Fuchsfamilie

Auch eine Fuchsfamilie

fühlt sich auf dem Weingut wohl. · Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Ziel: Ein jagdfreies Weingut

Familie Gänz kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger in den ökologisch bewirtschafteten Weinbergen oder auf den Streuobstwiesen Tiere tot schießen. Zum Weingut gehören über 60 Grundstücke.

Dass dann auf unseren Flächen Wildtiere wie Rehe, Wildschweine, Füchse, Rebhühner, Fasane usw. aus Spaß, zum Sport, als Freizeitbeschäftigung, zur Trophäenschau oft qualvoll sterben müssen, ist mit unserem Verständnis vom Umgang mit der Natur nicht vereinbar , so die Bio-Winzer.

Gleich nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 wurde ein Eilantrag gestellt, um die Grundstücke vorläufig jagdfrei zu stellen. Doch das Verwaltungs gericht Koblenz wies den Eilantrag mit Beschluss vom 17.04.2013 zurück. Am 6.12.2013 trat die Änderung des Jagdgesetzes in Kraft, die aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs nötig geworden war. Seither läuft das Antragsverfahren auf jagdrechtliche Befriedung der über 60 Grundstücke. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Achtung vor den Gaben der Natur

Achtung vor den Gaben der Natur

Bild: Bio-Weingut Gänz · www.gaenz.com

Veganer Landbau

Um über ihre veganen Weine zu infomieren, ist das Bio-Weingut Gänz auf Messen wie der Veggieworld in Düsseldorf oder dem vegan-vegetarischem Sommerfest in Berlin vertreten - oder mit einer Weinprobe bei der ersten Veganen Flusskreuzfahrt .

Durch bewussten Einkauf kann jeder Konsument Projekte und engagierte ökologische Betriebe unterstützen, die schonend und achtungsvoll mit der Natur umgehen: Lebensraum schaffen statt immer weiter zu zerstören, Tiere leben lassen statt töten. Immer mehr Veganer interessieren sich daher auch für veganen Landbau, wo keine Nutztierhaltung stattfindet und kein Mist und keine Gülle, kein Knochen-, Blut- oder Hornmehl auf die Felder oder die Gemüsebeete kommen.


pdf-download: Vorab-Sonderdruck Freiheit für Tiere 1/2015: Aktiver Natur- und Tierschutz: Vegane Weinkultur

Lesen Sie auch: Veganer Wein: Was ist das eigentlich? - Interview mit Peter Gänz, Diplom-Oenologe und Kellermeister des Bio-Weinguts Gänz

Informationen:
gänz | Weingut & Biohotel
Albert Gänz
Bosenheimer Straße (außerhalb)
55546 Hackenheim
Telefon: 0671 - 8 96 34 53
Fax: 0671 - 8 96 34 55
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FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026 erscheint Mitte August

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter