Einsatz für die Esel in Mauretanien

Eselfohlen

Eselfohlen

Bild: Shmel - Fotolia.com

Seit 2006 engagiert sich die österreichische Tierschutzorganisation RespekTiere in Mauretanien mit einem sehr erfolgreichen Eselhilfe-Projekt.

Wie in vielen westafrikanischen Ländern ist die Situation der Arbeitsesel in dem Wüstenstaat katastrophal: Sie müssen viel zu schwere Lasten tragen und vor allem schwere Wasserfässer ziehen - und wenn sie nicht mehr weiter können, werden sie geschlagen, oft bis sie zusammenbrechen. Die schlechten Geschirre schneiden ihnen ins Fleisch, was zu schlimmen Wunden und Verletzungen führt. Darum hat RespekTiere vor Ort eine mobile Eselstation aufgebaut, mit der inzwischen drei Tierärzte ihre Mitarbeiter sowie einige Hufpfleger an allen Tagen der Woche kostenlos die geschundenen Esel an den Wasserstellen versorgen. Rund 1.100 Eseln wird jeden Monat auf diese Weise geholfen.

RespekTiere hat es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung - beispielsweise über Radiospots - die Menschen vor Ort zu einem achtungsvolleren Umgang mit den Tieren zu bewegen. Das Eselhilfsprojekt unterstützt arbeitslose Näherinnen aus dem Armenviertel der Hauptstadt Nouakchott und beschäftigt diese, um Eselhalfter herzustellen. Die Eselhalter bekommen diese Halfter für ihre Esel kostenlos, damit Richtungsänderungen nicht mehr durch Stockhiebe, sondern durch die Halfter eingeleitet werden. Dadurch haben die Tiere weniger Verletzungen am Hals.

RespekTiere wurde für das große Engagement mit dem Österreichischen Tierschutzpreis ausgezeichnet. Das Eselhilfsprojekt in Mauretanien erhielt von der Hans-Rönn-Stiftung den Tierschutznobelpreis und von Tasso die Goldene Pfote .

Ende November 2017 reiste ein RespekTiere-Team gemeinsam mit dem leitenden Tierarzt des Projekts, Dr. Matthias Facharani, wieder nach Mauretanien.

Ein Bericht von Tom Putzgruber, Obmann von RespekTiere International e.V.

Müde sind wir, keine Frage, Dr. Matthias Facharani, der diese Körper und Geist sehr fordernden Auslandseinsätze nun auch schon zum wiederholten Male mitmacht, und ich. Das Projekt Esel in Mauretanien ist das größte RespekTiere-Projekt, welches wir nun schon seit 12 Jahren aufbauen und das so viel Kraft und Zeit beansprucht. Aber es ist jede Sekunde der Anstrengung wert - mehr als wert: Rund 1.100 Esel behandeln wir jeden Monat. Um wie viel schlimmer wäre ihre Situation, würden wir nicht vor Ort sein?

Seit 2012 begleitet uns Dr. Facharani als leitender Tierarzt dieses Projekts einmal im Jahr. Der ausgebildete Tropentierarzt ist wahrlich eine große Bereicherung für RespekTiere: Neben seinem Wissen und seiner beispielhaften Tierliebe spricht er - sein Vater war Ägypter - hervorragend arabisch, was die Akzeptanz der Eselhalter deutlich erhöht! Wir sind unendlich froh darüber, dass dieser engagierte Veterinär, der in Bayerisch Gmain an der deutsch-österreichen Grenze eine beispielhafte Tierarztpraxis führt, für die Eselhilfe Mauretanien im Einsatz ist - und das ehrenamtlich!

Mauretanien

Mauretanien

liegt im nordwestlichen Afrika am Atlantik und grenzt im Nordosten an Algerien. Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland und besteht aus Wüste - mit Ausnahme einer Dornbuschsavannenzone entlang der Südgrenze. · Bild: RespekTiere

Das Haupttransportmittel sind Arbeitsesel,

Das Haupttransportmittel sind Arbeitsesel,

die viel zu schwere Lasten tragen und schwere Wasserfässer ziehen müssen. Die Esel sind übersät mit Wunden und Narben. Ihre Ernährung besteht aus zerkleinerten Kartons und der Suche nach Abfällen, wenn sie des Abends aus ihren Fesseln gelöst werden. · Bild: RespekTiere

Die Esel sind übersät mit Wunden und Narben.

Die Esel sind übersät mit Wunden und Narben.

Die Esel sind übersät mit Wunden und Narben. Ihre Ernährung besteht aus zerkleinerten Kartons und der Suche nach Abfällen, wenn sie des Abends aus ihren Fesseln gelöst werden. · Bild: RespekTiere

»Futtertränke« auf dem Eselmarkt

»Futtertränke« auf dem Eselmarkt

- bestehend aus Wasser und darin eingeweichten Kartons... · Bild: respekTiere

Die Situation für die Arbeitsesel in Mauretanien

schreit nach Erbarmen

Die Armut ist in Mauretanien allgegenwärtig bei Mensch und Tier. Der Alltag ist viel zu oft ein purer Überlebenskampf. Doch inzwischen sind immer öfter motorisierte dreirädrige Lastenfahrzeuge zu sehen. Dies könnte in Zukunft für die Esel einen unfassbaren Unterschied ausmachen - denn gedacht, so der mauretanische Präsident, sind die motorisierten Dreiradwagen vor allen als Ersatz für die Eselkarren. Aber für die meisten Einwohner ist dies zu teuer, selbst wenn die Fahrzeuge staatlich bezuschusst werden. Aber sie brauchen Benzin und der Esel - im Verständnis vieler Tierhalter - nur Pappe...

Auf dem Eselmarkt häufen sich zwischen Plastikresten und Metallabfällen die Leiber toter Tiere. Wie kleine Hügel, oft halb zugedeckt vom Sand, dann wieder völlig offen, verrotten die Ausgestoßenen der Gesellschaft vor sich hin - unbemerkt, unbeweint.

Kinder suchen im Inferno aus Müll nach Verwertbarem, hier und dort brennt ein Feuer, die Flammen scheinen ohnmächtig gegen die Menge an Abfall.

Weiter hinten befindet sich einer der wohl schlimmsten Arbeitsplätze für Menschen: eine Gerberei unter offenem Himmel! Die Gerbstoffe haben längst die Umgebung verändert, tauchen die Erde in gleißendes Weiß. Die Luft ist zum Schneiden dick, ein furchtbarer Gestank liegt über der unwirtlichen Landschaft. Menschen, in tief gebückter Haltung, gehen ihrem Tun nach, inmitten von blutigen Tierhäuten. Bottiche mit übel riechender Substanz köcheln vor sich hin. Dazwischen liegen die Leichen der Esel, nebenan suchen Kinderscharen nach einem Auskommen im Müll - einfach herzzerreißend!

Auf dem Eselmarkt

Auf dem Eselmarkt

häufen sich zwischen Plastikresten und Metallabfällen die Leiber toter Tiere. Es sind die Ausgestoßenen der Gesellschaft - unbemerkt, unbeweint. · Bild: RespekTiere

Daneben suchen Kinder

Daneben suchen Kinder

im Inferno aus Müll nach Verwertbarem - einfach nur herzzerreißend! Es ist eine Misere, die zum allergrößten Teil die Kolonialmächte ausgelöst haben. Auch daran sollten wir bei jedweder Beurteilung denken. · Bild: RespekTiere

Zwei Männer kommen mit einem Pickup auf uns zugerast. Auf der Ladefläche befindet sich allerlei Gerümpel - und mittendrinnen zwei Esel! Zuerst denken wir, die beiden müssten tot sein, völlig bewegungslos, die Köpfe in PVC-Säcke und unter Müll gesteckt. Dann aber werden sie entladen, einfach von der Ladekante geschmissen, jeglicher Bewegungsfreiheit durch festgezurrte Stricke beraubt. Sie klatschen im Wüstensand auf, die Fahrer beginnen die Fessel zu lösen - und siehe da, erste Bewegungen verraten: Sie sind tatsächlich am Leben! Sofort helfen wir die Bänder zu lösen, was sich als Schwerarbeit herausstellt - so eng sind sie festgezogen, dass jede Blutzirkulation unterbrochen war, tiefe Einschnitte an den Gelenken zurückbleiben...

Ein Eseltransport aus dem Landesinneren - er war ganze 500 mauretanische Straßenkilometer gefahren in größter Hitze - hat junge Tiere vom Land zum Markt gebracht. Ein Esel zollt den unfassbaren Strapazen Tribut: Er bricht zusammen, bleibt regungslos im Wüstensand liegen. Dr. Facharani und ich sind sofort zur Stelle, wenige Augenblicke später steht uns auch Dr. Dieng zur Seite. Zuerst geben wir dem Armen Wasser, er kann aber kaum den Kopf heben. Sein Kreislauf setzt aus; so flöße ich ihm die lebensrettende Flüssigkeit mittels einer Gießkanne ein, den Kopf auf den Schoß gestützt. Dr. Dieng setzt die Erstbehandlung fort, immer wieder übergießt er den Esel mit Wasser, reibt seinen Kopf damit ab. Dann verabreichen die beiden Veterinäre stärkende Medikamente. Langsam kehrt Leben in den malträtierten Körper zurück! Nun helfen wir ihm alle zusammen auf die Beine und führen ihn in den Schatten.

Der Arme wird es schaffen, was allerdings die Zukunft für ihn bereithält, ist ein ganz anderes Thema...

Dieser Esel ist nach einem 500 Kilometer langen

Dieser Esel ist nach einem 500 Kilometer langen

Transport zum Eselmarkt völlig entkräftet und fast verdurstet zusammen­gebrochen. Dr. Facharani und Tom Putzgruber sind sofort zur Stelle. · · Bild: RespekTiere

Zuerst wird dem Tier Wasser eingeflöst,

Zuerst wird dem Tier Wasser eingeflöst,

sein ganzer Körper wird mit kühlendem Wasser abgerieben. Dann verabreicht der Tierarzt stärkende Medikamente. Der Esel wird es schaffen, was allerdings die Zukunft für ihn bereit hält, ist ein ganz anderes Thema...· Bild: RespekTiere

Dr. Dieng, unser Chefarzt vor Ort, will uns noch einen Platz zeigen. Nach wenigen Minuten Fahrt stehen wir vor einem Schlachthof für Esel, für jene Tiere, welche von chinesischen Investoren aufgekauft wurden, nur um deren Fleisch später ins Reich des Roten Drachens zu verschiffen. Der Hunger nach Eselfleisch ist groß in Asien, so groß, dass manche Länder Afrikas den Export bereits verboten haben, aus Angst, die Eselpopulationen im Land könnte daran zugrunde gehen... Tatsächlich sind hinter den Mauern des Schlachthofs viele Tiere zu sehen, auf kahlem Boden, verwirrt starren sie uns entgegen. Ob sie wissen, was mit ihnen passiert?

Am späteren Nachmittag gibt es erste Mannschaftsgespräche. Mit dabei sind Zappa, ein von uns ausgebildeter und der einzige echte Hufpfleger Mauretaniens, sowie sein Arbeitskollege Mohamed. Mohamed ist vor einigen Jahren zu unserem Team dazugestoßen. Er hatte uns beim Arbeiten beobachtet und fragte einfach, ob wir ihn nicht brauchen könnten. Zuvor war er schon im staatlichen Dienst unterwegs gewesen, um Rinderherden tief im Landesinneren Impfungen zu verabreichen. Wir sind sehr froh, Mohamed im Team zu haben, er ist ein überaus treuer und begeisterter Mitarbeiter. Überhaupt besteht das Team nun schon seit mehreren Jahren aus denselben Mitarbeitern; eine zusammengeschweißte Einheit, die sich des in sie gesetzten Vertrauens mehr als würdig erweist.

Was uns Zappa und Mohamed im Laufe der Unterredung erzählen, stimmt uns sehr hoffnungsvoll! Sie berichten engagiert, wie deutlich sich die Situation für die Esel nun verbessere, wie viel die Eselhalter dazugelernt hätten; wohl nur durch das unentwegte Aufklären unseres Teams. Die Eselhalter haben offenbar zu einem großen Teil verstanden: Es geht ihnen selbst besser, wenn es den Tieren gut geht! Noch vor zwei bis drei Jahren waren Gespräche mit Eselhaltern in der Regel so verlaufen: Schlagt den Esel nicht, dann wird er es euch mit Gesundheit und Willen hundertfach danken! Antwort: Gib ihm die Medikamente, der Rest ist nicht deine Angelegenheit!

Heute sieht die Situation - Gott sei es gedankt - anders aus: Die Menschen kommen oft von weit her und fragen nach Rat. Sie behandeln die Tiere wesentlich humaner, viele bauen eine echte Beziehung zu ihren vierbeinigen Arbeitskräften auf und selbst die Fütterung ist vielseitiger geworden.

Es gibt noch eine weitere Tierschutzorgansiation in der Hauptstadt Nouakchott, welche sich den Eseln verschrieben hat: SPANA aus England. Diese arbeitet vorwiegend in einem festen Zentrum. SPANA ( sea of neglected suffering ) wurde bereits 1921 von zwei Engländerinnen gegründet, um Arbeitstieren in Afrika zu helfen.

Das Ansehen unseres Teams ist groß geworden, wir dürfen es jeden Tag aufs Neue an den Einsatzorten erleben. Denn im Gegensatz zu anderen Organisationen ist unser Team in der ganzen Stadt unterwegs. Wir betreiben die einzige echte mobile Klinik, und genau eine solche ist es, die die Esel so dringend gebraucht haben! Zappa berichtet, viele Eselhalter sagen: Geh zu RespekTiere, da wirst du bestens betreut!

RespekTiere hat in der Hauptstadt Nouakchott

RespekTiere hat in der Hauptstadt Nouakchott

eine mobile Eselstation aufgebaut. An den Wasserstellen versorgen drei Tierärzte und ihre Mitarbeiter sowie einige Hufpfleger kostenlos die geschundenen Esel. Die Eselhalter werden aufgeklärt, dass sie ihre Tiere nicht mehr schlagen sollen. Sie erhalten Halfter für ihre Esel geschenkt, damit Richtungsänderungen nicht mehr durch Stockhiebe, sondern durch die Halfter eingeleitet werden. · Bild: RespekTiere

Die schlechten Geschirre schneiden ins Fleisch,

Die schlechten Geschirre schneiden ins Fleisch,

was zu Verletzungen führt. Die Eselhalter erhalten von den RespekTiere-Mitarbeitern kostenlos eine weiche Auflage, welche die Wunden schützt und die Geschirre abpolstert. RespekTiere lässt diese Auflagen speziell von Näherinnen aus einem Armenviertel herstellen. · Bild: RespekTiere

Auch die Hufe der Esel werden geschnitten

Auch die Hufe der Esel werden geschnitten

und behandelt, zusätzlich bekommen sie eine Vitaminspritze. · Bild: RespekTiere

Am nächsten Tag fahre ich mit Houda zu einem unserer Einsatzorte an den Wasserstellen, wo Zappa und Mohammed bereits zugegen sind. Der Platz ist etwas außerhalb, von den Eselhaltern gut besucht. Was aber vielleicht sogar noch wichtiger ist: Da sich nebenan eine Schule befindet, beobachten uns immer viele Kinder. Deshalb gilt - wie überall, aber ganz besonders hier - ein Hauptaugenmerk der Aufklärung. Immer wieder halten wir von der Arbeit inne, um der Jugend die übergeordnete Wichtigkeit im Umgang mit Tieren zu erklären. Und die Bemühungen fruchten, man kann einen einsetzenden Wandel regelrecht erspüren!

An der Wasserstelle gibt es für uns jede Menge zu tun: Esel werden entwurmt, kleinere Blessuren behandelt, Vitamine verabreicht. Zappa schneidet Hufe - wie wunderbar er das macht! Die Eselhufe sind jetzt wesentlich gesünder, nachdem er die meisten der Tiere an diesem Ort schon einmal grundbehandelt hat. Voller Stolz erkennen wir einmal mehr die Wichtigkeit des Tuns hier - das so ehrgeizige Projekt wird uns wohl ein Leben lang begleiten, gar keine Frage!

Außerdem montieren wir auf den Eselkarren mitgebrachte dreieckige Rückstrahler und kleben reflektierende Folie auf das Gestänge der Karren. In Zukunft werden sie vielleicht das eine oder andere Leben retten! Denn die Eselkarren sind völlig unbeleuchtet, was des nachts schnell zur tödlichen Gefahr für Mensch und Tier werden kann. Unzählige Esel sind bereits durch Kollisionen im teilweise wirklich höllischen Verkehr elendig verstorben oder - vielleicht noch schlimmer in dieser so gnadenlosen Umgebung - verkrüppelt zurückgeblieben.

Das Hauptaugenmerk von RespekTiere

Das Hauptaugenmerk von RespekTiere

ist die Aufklärung: Immer wieder halten die Tierärzte und Hufpfleger von der Arbeit inne, um die übergeordnete Wichtigkeit eines respektvollen Umgangs mit Tieren zu erklären. · Bild: RespekTiere

Die Mutter dieses Eselfohlens wurde verkauft,

Die Mutter dieses Eselfohlens wurde verkauft,

das Baby einfach zurückgelassen. Das RespektTiere-Team entwurmt den Kleinen, er bekommt Vitamine, vor allem Kalzium, und ein Mitarbeiter verspricht, ständig nach ihm zu sehen.

Ein schwer verletzter Esel wird gebracht:

Einstündige Operation unter freiem Himmel

Der Tag hatte eher behaglich begonnen, doch schon in der nächsten Sekunde bereitet sich der furchtbare Wahnsinn ein weiteres Mal vor unseren Augen aus: Ein Mann bringt einen Esel, und im ersten Augenblick gibt sich das Grauen gar nicht so klar zu erkennen. Aber beim zweiten Blick erstarrt die Seele, man kann es kaum glauben. Das arme Tier ist von einem Unbekannten angegriffen und malträtiert worden, mit einem Messer auf schlimmste Art und Weise, und es wurden ihm gar furchtbare Wunden zugefügt: Tiefe Stiche im Rückenbereich, die Haut klafft über 20 Zentimeter hinweg weit auseinander. Ein weiterer Schnitt oder Stich ist an der Seite zu sehen, ebenso tief, ebenfalls gut 20 Zentimeter lang. Das Kniegelenk ist offen, Blut läuft in dicken Strömen vom Bein. Dazu kommt eine klaffende, grauenhafte Schnittwunde am Oberschenkel. Jetzt gilt es schnell zu handeln: Zappa trägt Lokal-Anästhesie auf, dann näht Dr. Facharani die erste Wunde. Der Esel hält sich unglaublich tapfer. Es vergehen quälende 20 Minuten, bis das Nähgarn die Wunde schließlich gänzlich verschließt. Das Halten des Tieres stellt sich als wahre Schwerstarbeit heraus. Welche Kraft so ein Eselchen hat - man glaubt es kaum. Bei der zweiten Verletzung gestaltet sich der Eingriff noch schwieriger, in einer Operation unter freiem Himmel sind die Möglichkeiten leider sehr begrenzt. Der Esel ist schließlich nahe dem Zusammenbruch, so laufe ich schnell Wasser kaufen und lasse ihn immer wieder aus der Flasche trinken. Letztendlich dauert die Operation eine Stunde: 60 qualvolle Minuten, die sich anfühlen wie ein ganzer langer Tag. Wie die Esel den unbändigen Schmerz, die Angst, den Druck, aushalten - es ist immer wieder ein Wunder. Unfassbare Tiere sind es, gesegnet mit nicht zu vergleichender Würde... Endlich ist das Notwendige getan, der Esel darf aufspringen; noch bekommt er eine Entwurmung verpasst, natürlich ein Antibiotikum und Schmerzmittel, dann nehmen wir den Halter in die Pflicht.

Am nächsten Tag sehen wir nach dem Esel. Der Eselhalter ist sehr bekümmert, leidet mit seinem Gefährten merklich mit. Schnell säubern wir zuerst einmal die Wunden, besonders jene an den Beinen sind doch infiziert. Dann werden sie vorsichtig bandagiert. Der Esel bekommt mehrere Spritzen, was ihm gar nicht gefällt. Einige Karotten haben wir mitgebracht, die nimmt der Liebe dankbar an. Sein Halter bringt schließlich den eigenen Umhang, mit welchem wir den Esel umwickeln. So kann er sich jetzt auch halbwegs gefahrlos in den Sand legen.

Auf diesen Esel

Auf diesen Esel

hat ein Verrückter mit einem Messer eingestochen. Nach Lokal-Anästhesie wird die Wunde genäht. Eine Stunde lang dauert die Operation. Endlich ist es vorbei und der Esel springt auf. Dann wird der Halter in die Pflicht genommen... · Bild: RespekTiere

Der Beginn eines Bewusstseinswandels ist spürbar:

Viele Esel werden besser behandelt

Heute arbeiten wir an einem Scheidepunkt zwischen zwei Hauptmärkten. Hier stehen hunderte Esel, die allesamt unsere Hilfe benötigen. Und sofort sind wir umringt von Eselhaltern, welche eine Betreuung für ihre Tiere haben möchten. Manche Esel sehen übrigens wirklich gut aus. Natürlich belohnen wir gerade diese Halter mit mitgebrachten Sonnenbrillen, Warnwesten und Baseball-Kappen! Für viele Esel allerdings ist die Unterstützung durch das RespekTiere-Team dringend nötig... Bis weit nach Mittag arbeiten wir nun, die Handgriffe sind größtenteils bereits Routine.

Am darauffolgenden Tag ist der Fischmarkt am endlosen Strand von Nouakchott unser Einsatzort. Dadurch, dass die Esel in dieser Umgebung viel häufiger durch den Wüstensand laufen, bekommen ihre Hufe wenig Abrieb - es kommt zu unglaublichen Verwachsungen. Schwerstarbeit also für Zappa! Doch der ist eine wahre Koryphäe auf seinem Gebiet! Unfälle bleiben bei dem harten Handwerk natürlich leider nie aus. So hat er sich heute mit den scharfen Hufmessern in einem unachtsamen Moment böse in den Finger geschnitten. Aber tapfer macht er einfach weiter, der von uns angelegte Verband schützt die tiefe Wunde.

Die große Anzahl der Esel sind in überwiegend gutem Zustand. Viele haben aber dennoch die typischen Wunden entlang der Wirbelsäule, welche vom oft abenteuerlichen Zuggeschirr stammen. Deshalb geben wir auch rund 30 Wundauflagen weiter, welche wir speziell von Näherinnen in einem Armenviertel herstellen lassen. Diese kosten zwar rund 4 Euro pro Stück, aber sie bieten eine enorme Erleichterung für den Esel. Augensalben sind ebenfalls sehr wichtig, und fast jeder Vierbeiner bekommt zusätzlich eine Vitaminspritze.

Am Ende unseres Einsatzes lassen wir das Erlebte Revue passieren. Mauretanien ist ein Land, welches selbst jenen, die auf der Sonnenseite des Lebens gelandet sind, alles abverlangt. Dass darunter besonders die Schwächsten der Gesellschaft - und das sind wie überall die Tiere - entsetzlich leiden, wird als gegeben angesehen. Man verschwendet viel zu oft gar keinen Gedanken an das Schicksal der Tiere, solange man die eigenen Kinder nicht satt bekommt. Diesen Zustand gilt es zu ändern! Es ist eine Misere, die zum allergrößten Teil die Kolonialmächte ausgelöst haben. Auch daran sollten wir bei jedweder Beurteilung denken.

»Wenn du Gnade am Tier übst, wird der Allmächtige

»Wenn du Gnade am Tier übst, wird der Allmächtige

wird der Allmächtige Gnade an dir üben«. - RespekTiere setzt auf Aufklärung der Bevölkerung für einen anderen Umgang mit Tieren. Dazu gehören auch die Verbreitung von tierfreundlichen Zitaten aus dem Koran im Radio und auf Plakaten.

In der Hotel-Bibliothek darf RespekTiere

In der Hotel-Bibliothek darf RespekTiere

die Eselflyer auf Französisch gut präsentiert auflegen.

Vielleicht ist auch dies eine Hoffnung:

Vielleicht ist auch dies eine Hoffnung:

Wenn immer mehr Eselkarren durch Dreirad-Transporter abgelöst werden...

Informationen:

RespekTiere International e.V.
Gitzenweg 3 A-5101 Bergheim
e-mail: info@respektiere.at
www.respektiere.at

Spenden:
Überweisungen aus Österreich:
Verein RespekTiere Salzburger Sparkasse
IBAN: AT132040400000002345 BIC: SBGSAT2S

Überweisungen aus Deutschland:
Verein RespekTiere International Volksbank RB Oberbayern
IBAN: 43710900000000215961 BIC: GENODEF1BGL

Spenden sind steuerlich absetzbar.

Tierarztpraxis Facharani:
www.tierarzt-facharani.de

100 Ausgaben FREIHEIT FÜR TIERE von 2002-2026

FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich? · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben. · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter