Ernährung gegen Krebs - Nahrung als Heilmittel

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Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion Freiheit für Tiere

Forschungen zeigen, dass bestimmte Lebensmittel Krebs vorbeugen - und auch helfen können, diesen zu bekämpfen. Eine Umstellung der Ernährung kann maßgeblich dazu beitragen, einer Krebserkrankung vorzubeugen oder nach einer Krebsdiagnose sogar die Überlebenschancen zu steigern. Die neuesten Erkenntnisse stellt Dr. Neal D. Barnard, Präsident der Ärzteorganisation Physicians Committee for Responsible Medicine und einer der führenden Forscher über den gesundheitlichen Einfluss von Ernährung, unter Mitwirkung der Ernährungsberaterin Jennifer K. Reilly in dem neuen bahnbrechenden Buch Den Krebs überleben vor.

Die Rolle der Ernährung bei Krebsvorbeugung

und Krebsbekämpfung

Wissenschaftler erforschen seit vielen Jahren den Einfluss der Ernährung auf die Krebsprävention sowie die Verbesserung der Überlebenschancen nach einer Krebsdiagnose durch das Ernährungsverhalten. Bestimmte Ernährungsmuster scheinen sich besonders günstig darauf auszuwirken, dass Menschen, bei denen Krebs diagnostiziert wurde, ein längeres und gesünderes Leben führen können , so Dr. Neal Barnard. Andere Ernährungsmuster hingegen verstärken das Risiko und führen zu höheren Krebsraten.

Milchprodukte vermeiden

Milch, Käse und andere Milchprodukte stecken voller Fett und Cholesterin. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Milchprodukte eine bedeutende Rolle bei der Krebsentstehung spielen: Dies gilt besonders für Prostatakrebs sowie Brust- und Eierstockkrebs.

Die Physicians Health Study und die Health Professionals Follow-up-Study der Harvard Universität ergab, dass Männer, die häufig Milchprodukte verzehren, ein höheres Prostatakrebsrisiko haben , erklärt Dr. Barnard. Die Männer, die mehr als zwei Portionen Milch pro Tag konsumierten, hatten ein um 60 Prozent höheres Prostatakrebsrisiko als die Männer, die auf Milch und Milchprodukte verzichteten.

Milch sorgt für das schnelle Wachstum von Neugeborenen. Kuhmilch, die Muttermilch für Kälber, enthält Hormone und Stoffe, die das schnelle Wachstum des Kälbchens garantieren. Wenn Menschen Kuhmilch trinken, steigt der insulinähnliche Wachstumsfaktor IGF-1 im Blut. IGF-1 fördert das Wachstum von Krebszellen: Wenn Brustkrebszellen im Labor in einem Reagenz glas mit IGF-1 in Kontakt gebracht werden, wachsen sie sehr schnell , erläutert der Mediziner. Milch verursacht aber noch andere chemische Veränderungen im Körper, die die Entstehung bestimmter Krebsarten provozieren können.

Der hohe Kalziumgehalt in Milch reduziert zudem die Aktivierung von Vitamin D. Vitamin D senkt das Risiko, an Krebs zu erkranken und erhöht die Überlebensrate. Weniger Vitamin D im Blut kann z.B. das Risiko für Prostatakrebs steigen lassen.

Auch der Milchzucker, die Laktose, scheint Krebs zu fördern. Eine Analyse mehrerer Studien, die den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten (fettreduziert, fettarm, vollfett, Joghurt, Käse und Laktose) und Eierstockkrebs näher untersuchten, ergab, dass sich pro 10 Gramm konsumierter Laktose (die Menge, die ungefähr in einem Glas Milch steckt) das Eierstockkrebsrisiko um 13 Prozent erhöht , schreibt der Ernährungsmediziner.

Fleisch und Fleischprodukte vermeiden

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Krebs häufiger in Gesellschaften auftritt, in denen viele fettreiche Lebensmittel, insbesondere aber Fleisch verzehrt werden, und weitaus seltener in Ländern, in denen die Ernährungsweise auf Getreide, Gemüse und Obst basiert , erklärt Dr. Neal Barnard.

Groß angelegte Studien aus Deutschland und England zeigen, dass Vegetarier im Vergleich zu Fleischessern ein um ca. 40 Prozent geringeres Risiko haben, an Krebs zu erkranken. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass dies zum Teil an den typischen Eigenschaften von Fleisch liegt, das im Gegensatz zu Obst und Gemüse reichlich Fett, aber keinerlei Ballaststoffe enthält.

Zahlreiche Forschungsarbeiten zeigen einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Darmkrebs: So belegen Studien, dass das Darmkrebsrisiko bei Menschen, die rotes und ver arbeitetes Fleisch verzehren, im Gegensatz zu Menschen, die Fleisch vermeiden, deutlich höher ist. Die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) zeigte, dass bereits der Konsum von 50 Gramm verarbeiteter Fleisch produkte pro Tag das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um 11 Prozent erhöht.

Darüber hinaus entstehen beim Erhitzen von Fleisch und Fisch, vor allem bei hohen Temperaturen, krebsverursachende heterozyklische Amine. Je länger und je heißer Fleisch gegart wird, umso mehr dieser karzinogenen Stoffe werden gebildet. Besonders stark sammeln sich heterozyklische Amine in gegrilltem Hühnerfleisch.

Eier vermeiden

Eier sind randvoll mit gesättigten Fetten und Cholesterin. Sie enthalten keine Ballaststoffe und keinerlei krebsbekämpfende Antioxidantien. Die Auswirkungen von Eiern in der Ernährung auf das Krebsrisiko wurden zwar nicht so intensiv untersucht wie der Konsum von Milchprodukten und Fleisch. Doch die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass ein Verzicht auf Eier sinnvoll ist: Die überzeugendste wissenschaftliche Erkenntnis weist daraufhin, dass der Konsum von Eiern zu einem erhöhten Darm- und Blasenkrebsrisiko führt. Eine Dosis-Wirkung-Metaanalyse von 18 wissenschaftlichen Studien ergab einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von fünf oder mehr Eiern pro Woche mit Prostata-, Brust- und Eierstockkrebs.

Eine weitere Studie schaute sich 3.539 Patienten mit elf verschiedenen Krebsarten in Uruguay genauer an und fand heraus, dass diejenigen, die die meisten Eier verzehrten, im Vergleich zu denjenigen, die den geringsten Eierkonsum hatten, ein deutlich höheres Risiko für Mundhöhlen-, Rachen-, Magen-, End- und Mastdarm-, Lungen, Brust-, Prostata-, Blasenkrebs und alle Krebsarten zusammen hatten.

Viele Ballaststoffe, wenig Fett

Fettreiche, ballaststoffarme, tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte und Eier verstärken die Bildung von Hormonen, die das Krebswachstum befeuern. Vor allem wird zu viel Östrogen produziert. Östrogen sorgt dafür, dass etwas wächst: Bei jungen Mädchen bilden sich durch das Hormon die weibliche Figur und das Brustgewebe. Östrogene sorgen ebenso dafür, dass jeden Monat die Gebärmutterschleimhaut wächst für eine mögliche Schwangerschaft. Östrogen führt aber nicht nur dazu, dass gesundes Gewebe wächst: Östrogene können die Mutation gesunder Zellen zu Krebszellen auslösen und sie fördern das Wachsen von Krebszellen, erklärt Dr. Neal Barnard. Als Wissenschaftler bei einem Labortest etwas Östrogen auf Brustkrebszellen gaben, vermehrten sich diese rapide.

Auch Männer haben das Hormon Östrogen im Blut. Krebsforscher vermuten seit langem, dass sowohl Östrogen wie auch Testosteron bei der Entwicklung von Prostatakrebs eine Rolle spielen , so renommierte Mediziner. Wegen dieser und anderer Erkenntnisse empfehlen viele Wissenschaftler, um Fleisch, Milchprodukte, frittierte Speisen und anderes fettiges Essen einen großen Bogen zu machen, da dies das Krebsrisiko verringern kann. Und: Männer, die sich gesünder ernähren, d.h. mehr Gemüse, Obst und andere fettarme, pflanzenbasierte Lebensmittel essen, haben ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken, und bessere Chancen, Krebs zu überleben, falls er doch zuschlägt.

Eine ballaststoffreiche und fettarme Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide (das im Unterschied zu Weißmehl und weißem Reis seine natürlichen Ballaststoffe enthält) reduziert zu viele Östrogene und zu viel Testosteron. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krebszellen vermehren und verbreiten.

Ballaststoffe transportieren alle möglichen Stoffe, die unser Körper entsorgen will, Hormone eingeschlossen, aus dem Körper heraus. Dieses Entsorgungssystem beginnt in Ihrer Leber, die permanent damit beschäftigt ist, Ihr Blut zu filtern , erklärt Dr. Neal Barnard. Während Ihr Blut durch das feine Kapillarennetzwerk Ihrer Leber strömt, entfernen die Leberzellen daraus Giftstoffe, Cholesterin, Medikamente, überflüssige Hormone und was auch immer Ihr Körper sonst noch für schädlich hält. Diese unerwünschten Substanzen werden dann von der Leber in eine kleine Röhre geschickt, nämlich den Gallengang, der zu Ihrem Darmtrakt führt. Dort saugen sich die Ballaststoffe mit den Abfallstoffen voll und transportieren sie mit dem Rest des Stuhls nach draußen.

Der Forscher erklärt, was passiert, wenn unsere Nahrung zu wenig Ballaststoffe enthält: Wenn unsere Leber Hormone oder andere schädliche Stoffe in unseren Verdauungstrakt schickt, können sie dort nicht aufgenommen und aus dem Körper heraus transportiert werden. Dadurch gelangen sie zurück in den Blutkreislauf. Dieses endlose Spiel - Hormone, die das Blut und die Leber passieren, im Verdauungstrakt landen und dann leider wieder vom Blut aufgenommen werden - nennt sich enterohepatischer oder Darm-Leber-Kreislauf. Dieser sorgt dafür, dass die Hormone länger in Ihrem Blut bleiben als sie sollten.

Eine ballaststoffreiche Ernährung durchbricht diesen Kreislauf. Ballaststoffe bewegen den Stuhl im Darm vorwärts, so dass krebsverursachende Stoffe schnell ausgeschieden werden. Somit hilft eine ballaststoffreiche Ernährung nicht nur, Darmkrebs vorzubeugen, sondern ist generell wichtig für die Krebsprävention und das Überleben von Krebs.

Eine ballaststoffreiche Ernährung scheint außerdem die Immunfunktion zu unterstützen. Fett- und cholesterinreiche Lebensmittel dagegen können die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen.

Zink ist unverzichtbar für ein starkes Immunsystem

Zink ist unverzichtbar für ein starkes Immunsystem

Es ist in Hülsenfrüchten, Vollkorn, Leinsamen und Kürbiskernen enthalten. · Christian Jung - Fotolia.com

Krebskiller in pflanzlichen Lebensmitteln

Studien haben eindeutig bewiesen, dass gemüse- und obstreiche Ernährungsweisen die Wahrscheinlichkeit reduzieren, Krebs zu entwickeln , schreibt Dr. Neal Barnard. Diese Studien weisen außerdem daraufhin, dass Krebsüberlebende, die mehr Obst und Gemüse essen, tatsächlich ein längeres krebsfreies Leben führen.

Wir wissen, dass so genannte freie Radikale unsere Zellen angreifen. Freie Radikale können sogar unsere Chromosomen attackieren, die tief im Inneren der Zellen liegen. Wenn Chromosomen beschädigt sind, kann dies zur unkontrollierten Vermehrung führen - der Beginn von Krebs. Biologen glauben, dass ein Großteil des Alterungsprozesses und viele Krebs arten durch den von freien Radikalen angerichteten Schaden ver ursacht werden , so der Forscher.

Antioxidantien sind kraftvolle Krebskiller. Sie helfen, Schäden durch freie Radikale zu verhindern. Auch Phytochemikalien haben schützende Eigenschaften. Antioxidantien und Phytochemikalien sind ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, ganz besonders in Obst und Gemüse.

Eines der bekanntesten Antioxidantien ist Beta-Carotin. Es wehrt freie Radikale ab, die sich der Zelle nähern, reguliert das Zellwachstum und stärkt unser Immunsystem. Die orangen und roten Farbstoffe sind in Karotten, Süßkartoffeln, Kürbissen, Paprika, Aprikosen und anderem orangen Obst und Gemüse, aber auch in dunkelgrünem Blattgemüse wie Grünkohl (hier wird der orange Farbstoff vom Chloropyll überdeckt) enthalten.

Dies scheint aber nur für das Beta-Carotin zuzutreffen, das wir direkt über unser Essen aufnehmen. Dr. Barbard berichtet von einer Studie über die Schutzwirkung von Beta-Carotin bei Rauchern, die ja bekanntlich besonders krebsgefährdet sind. Hier hatten Raucher, deren Ernährung viel Beta-Carotin enthielt, einen gewissen Schutz, während eine andere Gruppe Raucher, die ihr Beta-Carotin über Präparate aufnahm, sogar ein höheres Risiko hatte, Krebs zu entwickeln als andere Raucher. Es könnte daran liegen, dass die Präparate nur sehr hohe Dosierungen eines einzelnen Antioxidanz liefern und die Absorption anderer Antioxidantien dadurch blockiert wird. Im Gegensatz dazu enthält Obst und Gemüse, das reich an Beta-Carotin ist, gleichzeitig Hunderte weiterer Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe und weitere schützende Substanzen.

Beta-Carotin in orangem Gemüse und Obst

Beta-Carotin in orangem Gemüse und Obst

wehrt freie Radikale ab, reguliert das Zellwachstum und stärkt unser Immunsystem. Damit können uns Karotten & Co. wirksam vor Krebs schützen. · Bild: Yasonya - Fotolia.com

Zur Gruppe der Carotionide (Pflanzenfarbstoffe) gehört auch Lycopen. Es verleiht Tomaten, roten Grapefruits und Wassermelonen ihre leuchtend rote Farbe. Lycopen ist ebenfalls ein außergewöhnlich wirkungsstarkes Antioxidans, das für seine krebshemmende Eigenschaft bekannt ist. Besonders gut untersucht ist die Schutzwirkung von Lycopen bei Prostatakrebs.

Eine Studie der Harvard University zeigte, dass Männer, die nur zwei Portionen Tomatensoße pro Woche konsumierten, im Vergleich zu den Männern, die nur sehr selten Tomaten oder Tomatenprodukte verzehrten, ein um 23 Prozent geringeres Prostatakrebsrisiko hatten. Männer, die zehn oder mehr Portionen Tomatenprodukte pro Woche verzehrten, hatten ein um 35 Prozent geringeres Risikio , schreibt der Ernährungsexperte. Durch Kochen wird übrigens mehr Lykopen aus Pflanzen zellen freigesetzt, wodurch wir es besser aufnehmen können. Es macht also Sinn, wenn Tomaten sowohl roh also auch gekocht - auch in Form von Tomatensoße oder Tomaten mark - häufig auf dem Speiseplan stehen. Das gleiche gilt übrigens für Karotten: Auch hier können wir das wertvolle Beta-Carotin leichter aufnehmen, wenn die Karotten gekocht sind.

Lycopen in Tomaten

Lycopen in Tomaten

ist ebenfalls für seine krebshemmende Wirkung bekannt, besonders bei Prostatakrebs. · Bild: Weimar - Fotolia.com

Vitamin C ist uns allen als kraftvolles Antioxidans bekannt. Es stärkt die Immunfunktion und ist dafür zuständig, im Zellinneren schädliche Substanzen zu inaktivieren und damit den Zellkern mit dem Erbgut zu schützen. Vitamin C ist nicht nur in Zitrusfrüchten enthalten, gute Vitamin-C-Lieferanten sind auch Petersilie, Paprika, Johannisbeeren, Erdbeeren, Honigmelonen, Fenchel, Brokkoli, Rosenkohl und Spinat - und natürlich Beeren wie Acerola, Sanddorn und Hagebutten.

Vitamin C stärkt die Immunfunktion

Vitamin C stärkt die Immunfunktion

und ist dafür zuständig, im Zellinneren schädliche Substanzen zu inaktivieren und damit den Zellkern mit dem Erbgut zu schützen. · Bild: Siegi - Fotolia.com

Weitere wichtige Antioxidantien sind Vitamin E und Selen. Vitamin E und Selen schützen die Zellmembran vor dem Angriff freier Radikale. Vitamin E ist in Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen enthalten. Selen ist ebenfalls in Vollkorngetreide, Vollreis und Hülsenfrüchten enthalten, ganz besonders viel steckt in Paranüssen. Menschen, die Vitamin-E-reiche Lebensmittel essen, haben eine bessere Immunfunktion, erklärt Dr. Barnard. Dagegen könne das starke Erhöhen des Vitamin-E-Blutwerts durch die Einnahme von Präparaten die Immunfunktion beeinträchtigen. Lebensmittel enthielten acht verschiedene Arten von Vitamin E, Präparate aber meist nur eine oder zwei. Zu viel von nur einer Vitamin-E-Art könne die Absorption der anderen Arten behindern, erfahren wir weiter.

Vitamin-E-reiche Lebensmittel

Vitamin-E-reiche Lebensmittel

stärken die Immunfunktion und schützen die Zellmembran vor freien Radikalen. Vitamin E ist in Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen enthalten. Bild: Lukas Gojda - Fotolia

Pflanzen enthalten neben Antioxidantien noch viele weitere schützende Stoffe, die Phytochemikalien oder sekundäre Pflanzenstoffe genannt werden. Wissenschaftler glauben, dass Pflanzen sich mit diesen Verbindungen vor Stress, Umweltgiften und Fressfeinden schützen. Wenn wir über das Essen von Pflanzen Pytochemikalien aufnehmen, entfalten sie neuesten Studien zufolge schützende Wirkungen gegen die Ursachen verschiedener Krankheiten. Bestimmte Phytochemikalien in Pflanzen können beispielsweise unsere Hormone regulieren, Cholesterin senken, die Produktion von Enzymen fördern, Bakterien und Viren bekämpfen oder Krebs verhindern. Eine besondere Rolle spielen hier Kreuzblütlergemüse und Gemüse der Allium-Familie.

Grünes Blattgemüse und Wildkräuter

Grünes Blattgemüse und Wildkräuter

enthalten unendlich viele Phytochemikalien, Bitterstoffe und Chlorophyll, die stark antioxidativ wirken und den Körper entgiften. · ild: ExQuisine - Fotolia.com

Es gibt inzwischen viele wissenschaftliche Studien die zeigen, dass ein regelmäßiger Verzehr von Kreuzblütlern vor Krebserkrankungen schützen und das Wachstum von Krebszellen aufhalten kann. Sie enthalten Senfglycoside, die Krebszellen effizient bekämpfen. Zu den Kreuzblütlern zählen Brokkoli, Chinakohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Grünkohl, Kohlrabi, Weiße Rüben, Meerrettich, Radieschen, Ruccola, Rettich... Sulforaphan, das zum Beispiel in Brokkoli enthalten ist, ist ein besonders starkes Senfglycosid, das die Fähigkeit der Leber verstärkt, giftige Chemikalien und krebserregende Stoffe herauszufiltern und auszuscheiden. Eine besonders gute Sulforaphan-Quelle sind Brokkoli-Sprossen - es gibt verschiedene Forschungsprojekte mit Brokkoli-Sprossen, u.a. des Universitätsklinikums Heidelberg.

Kreuzblütlergemüse enthalten Senfglycoside,

Kreuzblütlergemüse enthalten Senfglycoside,

Kreuzblütlergemüse enthalten Senfglycoside, die Krebszellen effizient bekämpfen. Dazu zählen Brokkoli und Brokkolisprossen, Rosenkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Grünkohl, Ruccola usw. · Bild: Rudolf Ullrich Fotolia.com

Gemüse der Allium-Familie, dazu zählen Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Lauch, Bärlauch und ihre Verwandten, können die Eliminierung von Karziogenen im Körper beschleunigen und vielleicht sogar das Entstehen oder das Wachsen von Krebszellen verhindern, ist in Den Krebs überleben zu lesen.

Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass Menschen, die regelmäßig Gemüse aus der Alliumfamilie verzehren, ein geringeres Krebsrisiko haben, vor allem wenn es sich um Magen- oder Darmkrebs handelt , so Dr. Neal Barnard. Hier gilt, die Gemüse möglichst roh zu verzehren, da Erhitzen die krebsbekämpfenden Phytochemikalien zum Teil zerstört.

Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Lauch, Bärlauch

Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Lauch, Bärlauch

und andere Gemüse der Allium-Familie können die Eliminierung von Karziogenen im Körper beschleunigen und vielleicht sogar das Entstehen oder das Wachsen von Krebszellen verhindern. · Bild: Carmen Steiner - Fotolia.com

Auch der Konsum von Sojaprodukten wie Sojamilch und Tofu scheint vor Krebs zu schützen. Soja enthält Isoflavone. Das sind gelblich gefärbte Pflanzenfarbstoffe, die ebenfalls zu den Phytochemikalien zählen. Weil ihr chemischer Aufbau grob dem von Östrogenen ähnelt, wird Soja immer wieder negativ bewertet. Soja enthält aber nicht die Östrogene, die Krebs wuchern lassen, erklärt Dr. Barnard. Mehrere Studien zeigen, dass Frauen, die viel Soja verzehren, im Vergleich zu Frauen, die wenig oder gar keine Sojaprodukte verzehrten, ein deutlich geringeres Brustkrebsrisiko haben. Auch das Risiko eines Wiederauftretens von Brustkrebs ist um ungefähr 30 Prozent geringer. Sojaisoflavone scheinen Studien zufolge auch Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs vorzubeugen. Bei Männern kann wissenschaftlichen Studien zufolge ein erhöhter Konsum von Sojaprodukten das Prostatakrebsrisiko um 30 Prozent verringern.

Der regelmäßige Verzehr von Sojaprodukten

Der regelmäßige Verzehr von Sojaprodukten

wie Sojamilch, Tofu oder Tempeh kann Studien zufolge das Risiko für Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs deutlich reduzieren. Bild: Freiheit für Tiere

Die Stärkung des Immunsystems ist eine Schlüsselstrategie bei der Krebsprävention und dem Überleben von Krebs, erklärt Dr. Neal Barnard. Das Immunsystem ist bei der Bekämpfung von Krebs immens wichtig. Einzelne Krebszellen bilden sich von Zeit zu Zeit bei uns allen. Krebszellen können sich aber auch von einem existenten Tumor ablösen und in andere Teile des Körpers wandern. Wenn Ihr Immunsystem auf der Hut ist, erkennt und zerstört es diese Krebszellen.

Unser Immunsystem stärken wir mit den zuvor genannten Antioxidantien wie Carotinoiden, Vitamin C und E. Auch das Mineral Zink ist unverzichtbar für ein starkes Immunsystem und bei der Entgiftung. Es ist in Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Amaranth, Leinsamen und Kürbiskernen enthalten.

Fettreiche Lebensmittel beeinträchtigen unser Immunsystem. Die gilt besonders für tierische Fette und Cholesterin. Aber um unser Immunsystem zu stärken, sollten wir auch den Konsum pflanzlicher Öle und Fette reduzieren, indem wir möglichst nichts Frittiertes essen und Gemüse in Gemüsebrühe dünsten, statt in Öl anzubraten.

Es gibt jedoch zwei essentielle Fettsäuren, die wir über unsere Nahrung aufnehmen müssen: Alpa-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure) und Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure). Die meisten Menschen nehmen zu viele Omega-6- und zu wenige Omega-3-Fettsäuren auf. Es ist daher wichtig, vor allem auf Omega-3 zu achten. Omega-3-Fettsäuren kommen in vielen Gemüse- und Obstsorten vor. Besonders konzentriert sind sie in Leinsamen, Weizenkeimen, Walnüssen und Rapsöl. Ein bisschen Leinsamenöl auf dem Salat oder gemahlene Leinsamen als Topping auf Ihrem Frühstücksmüsli sind eine einfache Möglichkeit, mehr Omega-3-Fettsäuren über Ihr Essen aufzunehmen , schreibt Dr. Barnard.

Immun-Booster zum Frühstück:

Immun-Booster zum Frühstück:

Vollkorn-Flocken, Amaranth-Pops und frisch gemahlene Leinsamen mit frischen Früchten (hier: Erdbeeren im Mixer püriert) und Soja-Joghurt können uns schon zum Frühstück mit einer Extra-Portion Zink, Vitamin E, Vitamin C und Isoflavonen versorgen. Für Selen sorgen Paranüsse. Auch die Ballaststoffe unterstützen die Immunfunktion. Neben Vitaminen und vielen sekundären Pflanzenstoffen versorgt uns so ein Power-Müsli mit pflanzlichem Protein, komplexen Kohlenhydraten (die machen lange satt!) und Mineralien. Bild: Freiheit für Tiere

Ein gesundes Gewicht halten

Die Gewichtskontrolle ist unabdingbar für die Abwehr chronischer Krankheiten , erklärt der Mediziner. Studien haben gezeigt, dass dünnere Menschen weniger häufig Krebs entwickeln. Zusätzlich kann der Verlust überflüssigen Gewichts die Überlebenschancen verbessern, wenn Krebs diagnostiziert wurde.

Körperfett produziert einerseits zu viele Östrogene. Zum anderen haben Frauen und Männer mit zu viel Körperfett weniger Sexualhormon-bindendes-Globulin (SHBG) im Blut, welches zu viel Österogen und Testosteron deaktiviert. Dies bedeutet für übergewichtige Menschen, dass zu viele Hormone ungehindert durch die Blutbahn wandern. Wir haben bereits gelesen, dass zu viel Österogen und Testosteron das Risiko für Krebsentstehung erhöht. Falls sich Krebstumore bereits gebildet haben, erhöht sich das Risiko für deren Streuung in andere Körperregionen. Übergewicht kann zudem die Immunabwehr schwächen, so dass auftretende Krebszellen weniger gut bekämpft werden können.

Dr. Neal Barnard erklärt in seinem neuen Buch, wie wir gesund abnehmen: Entscheidend ist nicht, wie viel wir essen, sondern was wir essen. Denn wenn wir einfach nur weniger essen, drosselt der Körper die Geschwindigkeit, mit der er Fett verbrennt, so dass wir weniger abnehmen. Anschließend ist eine erneute Gewichtszunahme vorprogrammiert.

Konzentrieren Sie sich daher lieber auf gesunde Lebensmittel, die von Natur aus kalorienarm sind , so seine Empfehlung. Unsere Ernährung sollte sich aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide zusammensetzen. Diese pflanzlichen Lebensmittel enthalten einerseits weniger Kalorien und weniger Fett und sind so ballaststoffreich, dass sie satt machen, bevor wir zu viele Kalorien aufnehmen. Auch der Konsum pflanzlicher Öle und Fette sollte stark reduziert werden. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide versorgen uns mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen, pflanzlichen Proteinen, komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und natürlich mit wertvollen Antioxidantien und Phytochemikalien.

Ein schlankerer Körper ist nicht der einzige Vorteil dieser nährstoffreichen Ernährungsweise , so Dr. Barnard. Denn fettarme pflanzenbasierte Ernährung wird auch dazu eingesetzt, Herzkrankheiten zu heilen, Bluthochdruck zu senken, das Risiko für Schlaganfälle und Alzheimer zu senken und Diabetes unter Kontrolle zu bringen.

Konsequente Umstellung auf pflanzliche Ernährung

Wichtig ist eine konsequente Umstellung der Ernährung: Streichen Sie tierische Produkte wie Milch, Fleisch, Fisch und Eier aus Ihrer Ernährung und ernähren Sie sich von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide.

Studien haben gezeigt, dass leichte Änderungen der Ernährungs weise wenig bewirken: So sehr wir uns auch einreden möchten, dass schon sehr kleine Veränderungen hilfreich sind, so ernüchternd ist es, dass ein bisschen weniger Fett hier und eine Portion Obst mehr da am Ende nur sehr wenig ausrichten können , erklärt der Ernährungsexperte. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Sie, um Ihr Krebsrisiko zu verringern oder die Erkrankung wirkungsvoll zu bekämpfen, Ihre Ernährung völlig umstellen müssen.

Tipps zur Umstellung + 130 Rezepte

Mit seinem neuen Buch Den Krebs überleben - Mit gezielter Ernährung den Heilungsprozess unterstützen hat Dr. Neal Barnard ein Handbuch entwickelt, das alle wesentlichen Forschungsergebnisse komprimiert und leicht verständlich vorstellt sowie ganz konkrete Anleitungen und Hilfestellungen gibt, die Ihre Umstellung auf die gesunde Ernährungsweise erleichtern: Kopiervorlagen für Ernährungsprotokolle, einen schnellen Ballaststoff-Check, hilfreiche Tabellen zur Kochzeit von Hülsenfrüchten und Getreidearten, Tipps für verschiedene Zubereitungsarten, Tabellen zum Nährstoffgehalt verschiedener pflanzlicher Lebensmittel, Beispielmahlzeiten und viele praktische Hinweise mehr.

Im Rezeptteil finden Sie 130 vegane Gerichte auf 170 Seiten:
- Frühstücksideen
- Smoothies
- Vorspeisen
- Suppen, Eintöpfe und Chilis
- Salate und Salatdressings
- Soßen
- Getreide-Grundrezepte
- Getreidegerichte
- Gemüse-Beilagen
- Hauptgerichte
- Sandwiches und Wraps
- Desserts

Zwei Rezepte stellen wir Ihnen vor: Eine Tempeh-Brokkoli-Pfanne (mit Senfglykosiden, Isoflavonen und Lycopen, dazu reich an Proteinen und Kalzium) und eine schnelle Lasagne (cholesterin- und fettarm, dafür voller gesunder Ballaststoffe und krebsbekämpfender Nährstoffe).

Der Autor

Dr. Neal Barnard (Jahrgang 1953) ist Präsident der Ärzteorganisation PCRM (Physicians Committee for Responsible Medicine) und Professor für Medizin an der George Washington Universität. Er ist einer der führenden Forscher über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit. Seine wissenschaftlichen Artikel wurden in Fachzeitschriften wie Diabetes Care, The American Journal of Cardiology und Scientific American veröffentlicht. Der renommierte Arzt hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter Powerfoods für das Gehirn (2017), Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes: Diabetes heilen ohne Medikamente - wissenschaftlich bewiesen (2016) und Schmerzen lindern durch richtige Ernährung (1999).

Informationen: www.pcrm.org

Das Buch

Eine Ernährungsumstellung kann maßgeblich dazu beitragen, Krebs vorzubeugen oder nach einer Krebsdiagnose sogar die Überlebenschancen zu steigern. Die neuesten Erkenntnisse stellt Dr. Neal Barnard, renommierter Arzt und einer der führenden Forscher über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit, in seinem Praxishandbuch Den Krebs überleben vor.

Wir erfahren, dass unsere Lebensmittel Heilmittel sind, wenn sie richtig gewählt werden. Detaillierte Informationen über die hohe Konzentration an schützenden Substanzen in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorn, viele Tipps zu verschiedenen Zubereitungsarten sowie 130 leicht nachzukochende Rezepte erleichtern den Einstieg in die gesunde Ernährungsweise.

Neal Barnard & Jennifer K. Reilly: Den Krebs überleben
Mit gezielter Ernährung den Heilungsprozess unterstützen
352 Seiten, gebunden mit 130 Rezepten
Unimedica-Verlag, 2018 ISBN: 978-3-946566-92-2
Preis: 24,80 Euro

Tempeh-Brokkoli-Pfanne

Tempeh-Brokkoli-Pfanne

Tempeh-Brokkoli-Pfanne

Bild aus: Den Krebs überleben. Unimedica, 2018 · © Narayana Verlag GmbH, Jörg Wilhelm

Tempeh, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird, ist leicht verdaulich und unglaublich proteinreich. Schon eine Portion dieses Rezepts enthält 20 Gramm Protein. Der Brokkoli liefert darüber hinaus noch leicht absorbierbares Kalzium - und das ganze Gericht ist schon in wenigen Minuten zubereitet. Außer auf warmem Couscous können Sie dieses Gericht auch auf Naturreis oder Ihrem Lieblingsgetreide servieren.

ZUTATEN für 4 Portionen
280 g Tempeh
60 ml Gemüsebrühe
2 Brokkoliköpfe oder 2 Tüten (je 450 g) gefrorene Brokkoliröschen
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
1 rote Paprika, gewürfelt
1 EL Knoblauch, fein gehackt oder zerdrückt
1 EL frischer Ingwer, geschält und fein gehackt, oder 1 TL Ingwerpulver
1 EL Sojasoße
400 g gekochter Couscous, warm gehalten

ZUBEREITUNG
1. Tempeh in 1 cm große Würfel schneiden und 10 Minuten dünsten.

2. Gemüsebrühe in einer großen Pfanne erhitzen.
Tempeh, Brokkoli, Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Ingwer hineingeben.
Auf mittlerer bis hoher Flamme schmoren, bis der Tempeh leicht gebräunt und das Gemüse bisszart ist.

3. Sojasoße kurz vor dem Servieren einrühren.
Auf warmem Couscous servieren.

4. Reste halten sich in einem geschlossenem Behälter im Kühlschrank bis zu 3 Tage.

PRO PORTION:
285 Kalorien; 8,1 g Fett; 1,7 g gesättigte Fette; 25,5 % Kalorien aus Fett; 0 mg Cholesterin; 20,2 g Protein; 37,2 g Kohlenhydrate; 5,8 g Zucker; 7,1 g Ballaststoffe; 312 mg Natrium; 127 mg Kalzium; 3,1 mg Eisen; 86,4 mg Vitamin C; 1,3 mg Beta-Carotin; 2,3 mg Vitamin E



Schnelle Lasagne

Schnelle Lasgane

Schnelle Lasgane

Bild aus: Den Krebs überleben. Unimedica, 2018 · © Narayana Verlag GmbH, Jörg Wilhelm

Die Zeiten komplizierter, fettreicher und zeitaufwändiger Lasagnen gehören der Vergangenheit an. Diese Variante verwendet fertige Pastaplatten und lässt sich daher besonders einfach zubereiten. Mit dieser cholesterin- und fettarmen Lasagne, die voller gesunder Ballaststoffe und krebsbekämpfender Nährstoffe steckt, können Sie sich richtig verwöhnen. Bestreuen Sie sie für noch mehr B-Vitamine und eine angenehme käseähnliche Note gern noch mit reichlich Hefeflocken.
ZUTATEN für 8 Portionen
1,4 kg frischer Spinat, gründlich gewaschen und gehackt
oder 1 Tüte (450 g) gehackter Tiefkühlspinat, aufgetaut
450 g fester Tofu, zerkrümelt
4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder zerdrückt
1 TL Salz
2 große Dosen (je 800 g) Tomatensoße
450 g Vollkorn-Lasagneplatten
10 kleine feste Champignons in Scheiben geschnitten
oder 3 große Handvoll gehacktes Gemüse Ihrer Wahl
10 frische Basilikumblätter, in dünne Streifen geschnitten oder 1 TL getrocknetes Basilikum
1 TL getrockneter Oregano
10 g veganer Parmesankäse oder Hefeflocken

ZUBEREITUNG
1. Ofen auf 160 C vorheizen. Spinat, Tofu, Knoblauch und Salz in einer großen Schüssel vermischen.

2. 125 ml Tomatensoße auf den Boden einer ca.23 x 33 cm großen Auflaufform verteilen.
Eine Schicht Lasagneplatten leicht überlappend auf die Soße legen.
Die Hälfte der Spinat-Tofu-Mischung darauf verteilen und glatt streichen. Eine weitere Schicht Lasagneplatten darüberlegen. Genug Tomatensoße auf die Platten geben, damit diese davon bedeckt sind.
Eine Schicht Pilzscheiben darauf verteilen.
Die Hälfte des Basilkums und des Oreganos gleichmäßig auf den Pilzen verteilen.
Weitere Schichten aus Lasagneplatten, Spinat-Tofu-Mischung, nochmals Lasagneplatten, Tomatensoße, Pilzen und dem restlichen Basilikum und Oregano hinzufügen, bis der obere Rand der Auflaufform erreicht ist.
Gleichmäßig veganen Parmesan über die Lasagne streuen.

3. Straff mit Aluminiumfolie abdecken und 1 Stunde im Ofen backen.
Folie abnehmen und mit einem Messer in die Mitte der Lasagne bis zum Boden durchstechen, um zu prüfen, ob die Lasagneplatten gar sind.
Vor dem Servieren 15 Minuten abkühlen lassen.

4. Lasagnereste halten sich in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 3 Tage.

PRO PORTION:
334 Kalorien; 4,6 g Fett; 0,7 g gesättigte Fette; 12,4 % Kalorien aus Fett; 0 mg Cholesterin; 18,4 g Protein; 62,8 g Kohlenhydrate; 10,3 g Zucker; 11 g Ballaststoffe; 1.449 mg Natrium; 147 mg Kalzium; 6,3 mg Eisen; 16,9 mg Vitamin C; 3,2 mg Beta-Carotin; 6,2 mg Vitamin E



FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

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Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter