Geplantes Tierwohl-Label: Verbrauchertäuschung?

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Von Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei der Tierrechtsorganisation PETA

Mit einem staatlichen »Tierwohlkennzeichen« will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Deutschland in Sachen Tierwohl in der Schweinehaltung zum Vorreiter machen.
[1] Tatsächlich handelt es sich jedoch nur um ein weiteres Siegel, das dem Verbraucher beim Kauf von Schweinefleischprodukten das schlechte Gewissen nehmen soll.

Allein in Deutschland

Allein in Deutschland

werden jedes Jahr rund 55 Millionen Schweine wegen ihres Fleisches getötet. Über 99 Prozent leben in der konventionellen Tierhaltung. Der gesetzlich vorgeschriebene Platz für ein Schwein beträgt weniger als ein Quadratmeter, nämlich nur 0,75 m². Bereits mit 0,9 m² - immer noch ein Leben lang weniger als ein Quadratmeter Platz - gibt es die erste Stufe des »Tierwohl-Labels« verliehen. · Graphik: PETA

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium ist das geplante Tierwohlkennzeichen eine Auszeichnung für Produkte, die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus für mehr Tierwohl in der Intensivtierhaltung stehen. Somit können Produkte das Label erhalten, sobald die gesetzlichen Mindestanforderungen bei der Tierhaltung auch nur geringfügig überschritten werden. Das Siegel soll den Verbraucher eigentlich über verbessertes Tierwohl informieren und einen Unterschied erkennbar machen. [2]

Tatsächlich wird der Konsument jedoch nicht darüber aufgeklärt, in welchem Ausmaß die Tiere von Verbesserungen profitieren. Und für die Schweine unterscheiden sich die Lebensbedingungen zwischen einer Haltung, die mit dem Tierwohlkennzeichen ausgezeichnet wird, und der herkömmlichen Tierhaltung kaum.

Das für die Industrie freiwillige Label sollte 2020 zunächst für Schweinefleisch eingeführt werden, bevor es auch für die Rinder- und Geflügelhaltung umgesetzt wird. Bisher sind noch keine mit dem Tierwohlkennzeichen versehenen Fleischprodukte im Handel erhältlich. Bekannt ist jedoch, dass die Kennzeichnung drei Stufen umfassen wird, die den Verbraucher über die Haltungsbedingungen von der Geburt des Tieres bis zur Tötung im Schlachthof informieren sollen. [3]

Schweinezucht.

Schweinezucht.

Jedes einzelne der 55 Millionen Schweine fristet ein qualvolles Dasein in einer der vielen Schweinezucht-, Ferkelaufzucht- oder Schweinemastanlagen. Dabei ist es ganz egal, ob Schweine in industriellen Großanlagen gehalten werden oder beim »Bauern von nebenan«: Sie sind lediglich Produktionsgüter. · Bild: PETA

Label gaukelt mehr Tierwohl vor - doch »Mehr Platz« bedeutet weiterhin fast kein Platz

Das staatliche Tierwohlkennzeichen soll dem Verbraucher aufzeigen, bei welchen Produkten höhere als die gesetzlichen Standards bei Haltung, Transport und Schlachtung von Tieren eingehalten werden. [3] Mit dem dreistufigen System wird dem Verbraucher Transparenz bezüglich der verschiedenen Haltungsformen in der Schweinemast vorgegaukelt. So wird beispielsweise mit mehr Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere geworben, obwohl die Umsetzungen sich kaum von den Mindeststandards unterscheiden.

Betriebe der Stufe 1 erhalten mit dem Label eine »Auszeichnung « obwohl das grausame Kupieren der Ringelschwänze weiterhin erlaubt ist und für jedes Schwein lediglich eine Fläche von 0,9 Quadratmeter eingeplant werden muss. [4]

In Stufe 3, der höchsten Stufe, hat ein 100 Kilogramm schweres Schwein statt der gesetzlich vorgeschriebenen 0,75 Quadratmeter beispielsweise 2 Quadratmeter Platz zur Verfügung - inklusive 0,5 Quadratmeter Auslauf. [3] Doch auch diese Fläche ist für ein großes Schwein viel zu klein und bedeutet massive Tierquälerei.

Auch die anderen angeblichen Tierwohl -Kriterien sind nur geringfügige Verbesserungen, die am grundsätzlich tierquälerischen System der deutschen Schweinehaltung wenig ändern. Von Tierschutz oder gar Tierwohl kann somit kaum die Rede sein.

Weibliche Schweine vegetieren

Weibliche Schweine vegetieren

einen Großteil ihres Lebens auf engstem Raum eingepfercht im Kastenstand. · Bild: PETA

Muttersauenanlage

Muttersauenanlage

Bild: PETA

Ferkelzucht

Ferkelzucht

Bild: PETA

Schweinemastanlage

Schweinemastanlage

Bild: PETA

Das Problem: Tierwohl ist Auslegungssache

Eigentlich müsste jedem Verbraucher klar sein, dass ein Leben in solchen industriellen Anlagen für die Tiere alles andere als artgerecht ist. Was in deutschen Zuchtanlagen und Mastbetrieben wirklich passiert, lässt sich jedoch nur erahnen, denn Kontrollen finden viel zu selten statt. Immer wieder lösen verdeckte Aufnahmen, vor allem aus Schweinemastbetrieben, Skandale aus, sorgen für öffentliche Diskussionen und geben uns den Anreiz, unsere Ernährung nachhaltig zu ändern.

Kein einziges der Siegel auf dem Markt ändert etwas an den kargen und kotverdreckten Buchten, in denen die Schweine ihr Leben verbringen. Vielmehr werden immer neue Label eingeführt, die mit Tierwohl werben, aber die offensichtlichen Missstände in diesen Betrieben ausklammern. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich kaum etwas verändert: Die Label werben mit scheinbar fortschrittlichen Tierschutzstandards, die in der Realität jedoch oftmals die gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen kaum überschreiten und nichts mit mehr Tierwohl zu tun haben. Zudem ist davon auszugehen, dass auch hier die Kontrollen versagen werden, wie dies in der landwirtschaftlichen Tierhaltung seit Jahrzehnten der Fall ist.

Die Bundesregierung, allen voran Landwirtschaftsministerin Klöckner, wird das staatliche Tierwohllabel, ähnlich wie das Bio-Label, nicht verpflichtend einführen. Zudem sind die Kriterien so unzureichend, dass beteiligte Tierschutzorganisationen im Entstehungsprozess teilweise aus Protest ausgetreten sind. All dies zeigt einmal mehr, dass die gesetzlichen Mindestanforderungen viel zu niedrig sind, viele Politiker stark von der Agrarlobby beeinflusst werden und wirtschaftliche Interessen weit vor dem Tierschutz stehen.

Auch weitere Siegel, wie etwa die »Initiative Tierwohl«, sollen dem Verbraucher das schlechte Gewissen beim Fleischkauf nehmen. Offenbar versucht die Fleischbranche mit der Vielzahl an Label auf die Veränderungen in unserer Gesellschaft zu reagieren, denn immer mehr Menschen lehnen es heute ab, Tiere für Fleisch, Milch und Eier auszubeuten und zu töten. Durch Siegel, Label, vermeintliche Verbesserungen und Werbeversprechen lassen sie sich jedoch eher zum weiteren Kauf dieser Produkte verleiten.

Selbst auf der Website des Landwirtschaftsministeriums wird eine Tierhaltung propagiert, die nicht der Wahrheit entspricht. Zu diesem Schluss ist eine Studie gekommen, die die Berichte des Ministeriums mit der Realität in den Ställen verglichen hat. [5]

Auch beim QS-Siegel gilt: Profit steht immer über Tierwohl

Die 2001 gegründete QS Qualität und Sicherheit GmbH (kurz QS) will mit ihrem gleichnamigen QS-Siegel dafür sorgen, dass die Verbraucher angesichts wiederholter Lebensmittelskandale wieder mehr Vertrauen zu deutschen Lebensmitteln und insbesondere zu Fleisch gewinnen. [6]

Doch was die meisten Verbraucher nicht wissen: Das viel umworbene QS-Siegel wird weder durch eine staatliche Stelle vergeben noch werden in entsprechenden Betrieben unabhängige Kontrollen durchgeführt. Vielmehr hat sich die Industrie selbst ein Siegel verliehen, das auf fast jeder Fleischpackung zu finden ist und eine falsche Sicherheit vorgaukelt.

Tierwohl-Versprechen haben mit der Realität nichts zu tun - denn diese Realität bedeutet in den meisten Fällen, dass Tiere ein leiderfülltes Dasein in kargen, überfüllten Ställen inmitten ihrer eigenen Exkremente fristen. Zahlreiche Veröffentlichungen von Tierschutzorganisationen zeigen Aufnahmen von Missständen, die in QS-Ställen dokumentiert wurden. Dazu gehören verletzte, tote und stark verwesende Tiere, Tiere, die in ihren Exkrementen leben müssen, sowie hohe Medikamentengaben.

Wenn ein weibliches Schwein nicht mehr schwanger

Wenn ein weibliches Schwein nicht mehr schwanger

wird, zu wenige Ferkel auf die Welt bringt oder krank wird, wird es zum Schlachter transportiert - denn das System basiert allein auf Wirtschaftlichkeit. Nach etwa drei bis vier Jahren endet das entbehrungsreiche »Leben« schließlich am Schlachterhaken, und ein Lebewesen wird zu billiger Wurst oder Tierfutter verarbeitet. · Bild: PETA

Dieses Schwein muss zusehen, wie sein Artgenosse

Dieses Schwein muss zusehen, wie sein Artgenosse

wird, bevor ihm selbst die Betäubung durch Strom bevorsteht. · Bilder: PETA

Kein Tier will gewaltsam sterben - unabhängig von der Haltungsform

Tierwohl-Label sind in den meisten Fällen nur mit geringfügigen Verbesserungen für die Tiere verbunden. Für den Großteil von ihnen sind die angeblich verbesserten Bedingungen kaum wahrnehmbar. Die Siegel bieten somit keine merklichen Vorteile für die Tiere, noch machen sie ihre Lebensbedingungen für den Verbraucher transparenter.

PETA wertet »Tierwohl«-Label als Verbrauchertäuschung, denn kein Tier will wegen seines Fleisches oder zur Herstellung anderer tierischer Produkte vorzeitig getötet werden - ganz gleich, in welcher Haltungsform es leben musste.

Tierwohl-Label und -Siegel dienen eher dazu, das Gewissen der Verbraucher zu beruhigen, statt eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Sie verlangsamen den politischen Prozess hin zu wirklichen Veränderungen für die Tiere sogar, denn sie gaukeln scheinbare Verbesserungen vor und bewirken, dass sich Konsumenten und die Politik beruhigt zurücklehnen können.

Ganz gleich, ob QS-, Tierwohl-, Demeter-, Naturland-, Bio- oder andere Zertifizierungen und Siegel: Tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier werden in einer Industrie hergestellt, die auf maximalen Profit ausgelegt ist und Tiere lediglich als Ware betrachtet und entsprechend behandelt.

Schweine gehören zu den intelligentesten

Schweine gehören zu den intelligentesten

Säugetieren. · Bild: Earth And More - Shutterstock.com

Schweine sind intelligenter als Hunde und können mehr Kommandos lernen. Verhaltensforscher haben nachgewiesen, dass Schweine um ihre Identität wissen und auf ihren Namen hören. Wie Elefanten, Delfine und Primaten können sich Schweine selbst im Spiegel erkennen und haben offensichtlich eine Form von Selbstbewusstsein.
Und: Völlig entgegen dem Klischee gehören Schweine auch zu den reinlichsten Tieren. Sie verfügen zudem über einen außerordentlich guten Geruchssinn. Was tun wir diesen Tieren an, wenn wir sie ihr Leben lang auf engstem Raum, ohne jede Beschäftigung, ohne Tageslicht, in fürchterlichem Gestank auf Vollspaltenböden über ihren eigenen Fäkalien, einsperren? Wenn wir Schweinemüttern in engen vergitterten Kastenständen verwehren, sich zu bewegen, sich um ihre Kinder zu kümmern? Wenn wir ihnen die Kinder nach kurzer Zeit zur Mast wegnehmen? Wenn wir sie stundenlang auf qualvollen Tiertransportern zum Schlachthof karren? Wenn sie bei der Tötung anderer Schweine zusehen müssen und das Blut riechen?

Was Sie tun können

Schweine und andere Tiere sind sensible und intelligente Lebewesen. Helfen Sie den Tieren, indem Sie Fleisch von Ihrem Teller streichen - für jeden Bedarf und Geschmack gibt es mittlerweile pflanzliche Alternativen

Das Veganstart-Programm von PETA versorgt Sie 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich mit hilfreichen Tipps und leckeren Rezepten für einen mühelosen Einstieg in ein tierleidfreies Leben.

Informationen & Film ansehen:
www.peta.de/neuigkeiten/tierwohl-label/

Veganstart-Programm von PETA:
www.veganstart.de

Quellen:
[1] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Tierwohlkennzeichen.
www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/tierwohl-kennzeichen/tierwohl-kennzeichen_node.html
[2] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2020): Staatliches Tierwohlkennzeichen für Schweine.
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/tierwohl-kennzeichen/tierwohlkennzeichen.html
[3] SPIEGEL (2018): Klöckner will Tierwohllabel mit drei Stufen.
www.spiegel.de/politik/deutschland/julia-kloeckner-will-tierwohllabel-mit-drei-stufen-a-1206405.html
[4] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Tierwohlkennzeichen Schwein.
www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Flyer-Poster/Tierwohlkennzeichen_Schwein_Grafiken.pdf?__blob=publicationFile&v=5
[5] foodwatch (2021): Bundesregierung verharmlost Zustände in der Tierhaltung.
www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2021/bundesregierung-verharmlost-zustaende-in-der-tierhaltung/
[6] QS Qualität und Sicherheit GmbH: Über uns.
https://www.q-s.de/unternehmen/ueber-uns.html

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter