Interview mit Niko Rittenau über vegane Ernährung

"Alles Leben auf unserem Planeten achten"

In Workshops und Vorträgen zeigt Niko Rittenau

In Workshops und Vorträgen zeigt Niko Rittenau

seine Version von bedarfsgerechter pflanzlicher Ernährung und fördert die Achtung gegenüber hochwertigen Lebensmitteln. Als Ernährungsberater motiviert er zu gesundem, pflanzenbetontem Essverhalten, indem er Fachwissen lebendig und praxisnah vermittelt. · Bild: Fotosally

Wer in letzter Zeit auf einer der vielen Veggie-Messen unterwegs war, ist sicher auf eine Kochshow oder einen Vortrag von Niko Rittenau gestoßen: Der sympathische 24-Jährige begeistert mit seiner Lebensfreude und seinem Knowhow für eine gesunde pflanzliche Ernährung.

Niko Rittenau ist ärztlich geprüfter Ernährungsberater mit dem Fokus auf gesunde und nachhaltige Ernährung. Er stammt aus Kärnten in Österreich. Nach seiner Ausbildung zum
Touristikkaufmann mit Schwerpunkt Kochen zog er 2013 nach Berlin, das als Veggie-Hauptstadt Europas gilt. Hier begann er ein Bachelorstudium in Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHFPG), bildete sich zum ärztlich geprüften Ernährungs berater weiter und absolvierte in Kalifornien eine Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie.

Freiheit für Tiere sprach mit Niko Rittenau über seine Motivation für vegane Ernährung.

In "Freiheit für Tiere" wird Niko Rittenau

In "Freiheit für Tiere" wird Niko Rittenau

in den nächsten Ausgaben eine Kolumne über gesunde Ernährung schreiben. · Bild: Fotosally

Interview mit Niko Rittenau

Freiheit für Tiere: Als Kind und Jugendlicher hast du dich hauptsächlich von Fastfood, Pizza & Co. ernährt. Wie kamst du zur veganen Ernährung?

Niko Rittenau: Ich kam als Kind nie auf die Idee, dass meine tägliche Cola, Pasta, Pizza und Burger schlecht für mich sein könnten. Es schmeckte einfach lecker und über gesundes Essen wurde in meinem Familien- und Freundeskreis kaum gesprochen. Als ich dann aber als Jugendlicher mehr und mehr Allergien und Unverträglichkeiten bekam und so meine Lebensqualität massiv eingeschränkt wurde, musste ich mich zwangsweise mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen. Und da stößt man unweigerlich auch auf das Thema Essen, weil dieses ja ein wichtiger Baustein für unsere Gesundheit ist. Als ich mich dann mehr und mehr mit dem Thema Ernährung beschäftigte, wurden mir auch die Einflüsse unserer Ernährung auf Tiere, Umwelt und letztendlich alle Menschen bewusst.
Ab diesem Zeitpunkt war für mich im Kopf klar, dass ich mein Essverhalten ändern möchte. Bis ich es dann aber komplett umsetzen konnte, vergingen noch einige Jahre. Ich musste ja während meiner Ausbildung zum Touristikkaufmann im Koch- und Servierkundeunterricht Fleisch und Fisch zubereiten und auch verkosten. Daher war es zu dieser Zeit einfach nicht möglich, komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Erst nach meiner Ausbildung und meinem Umzug von Kärnten nach Wien im Jahr 2012 habe ich mehr und mehr Leute aus der veganen Community kennen gelernt und meine Ernährung tatsächlich Schritt für Schritt vegan gestaltet. Ich versuche aber nicht nur vegan zu leben, sondern auch generell nachhaltig zu essen und zu konsumieren.

Freiheit für Tiere: Hatte deine Umstellung auf vegane Ernährung vor allem gesundheitliche oder ethische Gründe?

Niko Rittenau: An erster Stelle stand und steht der ethische Aspekt meiner Ess- und Lebensgewohnheiten. Als ich die Ausmaße und Auswirkungen der industriellen Produktion tierischer Lebensmittel begriff, wollte ich nicht mehr Teil davon sein, sondern einen bewussten Gegenpol dazu darstellen.
Die Entscheidung, vegan zu leben, beruhte also nicht auf meiner Krankengeschichte, sondern auf meinem Bestreben, so nachhaltig wie möglich zu leben und alles Leben auf unserem Planeten zu achten. Ich hatte glücklicherweise schon während der Ausbildung zum Touristikkaufmann Ernährungslehre im Unterricht und studiere seit 2013 Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Und so konnte ich mir genügend Wissen aneignen, um meine vegane Ernährung auch nach gesundheitlichen Aspekten optimal und bedarfsdeckend zu gestalten.

Freiheit für Tiere: Du hast eine Ausbildung zum Touristikkaufmann gemacht, dann aber deine Leidenschaft für die vegane Lebensweise zum Beruf gemacht. Wie kam es dazu?

Niko Rittenau: Für mich war schon seit jeher klar, dass ich etwas Sinnstiftendes in meinem (Berufs-)leben machen möchte. Die Ausbildung zum Touristikkaufmann hat mir die perfekte Basis in den Bereichen Gastronomie, Kulinarik und Wirtschaft verschafft - Wissen, auf das ich noch heute sehr oft zugreife, wenn ich Events veranstalte. Ursprünglich wollte ich mit diesem Vorwissen selbst eine vegane Gastronomiekette mit gesundem Take-Away-Essen eröffnen. Als ich mich dann aber vermehrt mit dem Thema des gesunden Essens beschäftigt habe, wollte ich meinen Beitrag zu unserer Gesellschaft nicht als Gastronom, sondern als Botschafter der gesunden Ernährung leisten.
Es macht mir einfach unglaublich viel Freude, in direkten Kontakt mit Menschen zu stehen und das Wissen über gesundes und nachhaltiges Essen unter die Leute zu bringen. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen kann und so einen kleinen Beitrag zur Gesundheit unseres Planeten und all seiner Bewohner leiste. An dieser Stelle möchte ich auch allen anderen Personen meinen tiefsten Dank aussprechen, die Tag für Tag aufstehen, um etwas zu bewegen.


Das Recht des Tieres steht für mich über dem Genuss

Freiheit für Tiere:
Vegane Fertigprodukte haben inzwischen Einzug in die Supermärkte gehalten. Du setzt bei deiner veganen Küche dagegen auf hochwertige Bio-Produkte, frische Gemüse und Blattgemüse, gekeimtes Getreide und Samen sowie fermentierte Lebensmittel. Was sind die Vorteile?

Niko Rittenau: Die Vorteile frischer und gering verarbeiteter Lebensmittel sind der höhere Nährstoffgehalt. Das heißt ganz einfach, dass mehr Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Enzyme im Essen stecken. Das wiederum wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus, beugt Krankheiten vor und verbessert unsere Leistungsfähigkeit und damit unsere Lebensqualität. Ich verbinde in meiner Ernährungsberatung altbekannte Techniken zur optimalen Verarbeitung von Lebensmitteln wie Keimen oder Fermentieren mit den neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft und kreiere so eine Ernährungsweise, die unseren Wünschen nach Gesundheit, Nachhaltigkeit und gutem Geschmack gerecht wird. Es geht hier erneut um eine ganzheitliche Sicht auf Ernährung. Das reicht von der Frage, wo und wie die Lebensmittel angebaut und transportiert werden, zu der Frage, wie sie verarbeitet und gelagert wurden und schließlich, wie wir es dann zu einem Gericht zubereiten.

Freiheit für Tiere: Die vegane Lebensweise ist nicht nur gesund für uns selbst, sondern auch für den Planeten. Vor allem ist sie auch aktiver Tierschutz: Es muss kein Tier geschlachtet werden, kein Huhn in der Massenhaltung leiden und kein Kälbchen seiner Mutter entrissen werden. Gab es hier für dich ein Schlüsselerlebnis?

Niko Rittenau: Das erste Schlüsselerlebnis für mich war, als ich als kleines Kind zum ersten Mal wirklich verstanden habe, woraus meine geliebte Bolognese auf den Spaghetti eigentlich bestand. Seit diesem Zeitpunkt wollte ich kein Tier mehr auf meinem Teller haben. Da Fleischessen in meiner Heimat aber so stark verwurzelt war, dachte ich lange Zeit, dass der Fehler bei mir und meiner Wahrnehmung liegt und habe versucht, normal wie alle anderen zu essen. Bis ich genügend Selbstbewusstsein entwickelt hatte, um zu meiner Einstellung zu stehen, mussten noch viele Jahre vergehen. Ich kannte bis zu meinem Umzug nach Wien die ersten 18 Jahre meines Lebens einfach so gar keine anderen Vegetarier, geschweige denn Veganer in meiner Kleinstadt Klagenfurt. Und als ich dann erfuhr, dass die Produktion von Milch und Eiern ebenfalls immenses Tierleid verursacht, habe ich Stück für Stück auch diese Produkte aus meinem Speiseplan gestrichen. Ich gehörte als Jugendlicher ja tatsächlich auch zu den Menschen, die dachten, dass die Kuh ohnehin Milch gibt und die Eier der Hühner dafür da sind, dass wir sie essen. Ich wünschte, ich hätte die Wahrheit bereits früher erfahren. Der Verzicht auf Lebensmittel wie Parmesan und Hirtenkäse fiel mir dann auch recht schwer, weil ich den Geschmack wirklich liebe. Aber der Moment des Genusses steht für mich nicht über dem Recht des Tieres auf ein unversehrtes und würdevolles Leben.

Freiheit für Tiere: Wie kann man sich deine Arbeit konkret vorstellen?

Niko Rittenau: Ich bin im Prinzip kein klassischer Ernährungsberater, der in Einzelsitzungen täglich Personen coacht. Mein Ziel ist es, so vielen Personen wie möglich den Zugang zu mehr Bewusstsein, Gesundheit und Vitalität zu ermöglichen - und das würde ich nicht schaffen, wenn ich Tag für Tag nur Einzelberatungen anbieten würde. Daher veranstalte ich auch in diesem Jahr einige intensive und spannende Seminare in Gruppen zu vernünftigen Preisen in verschiedenen Städten in Deutschland. Darüber hinaus bin ich ab Frühjahr auf sehr vielen Messen, Kongressen und Festivals gebucht, bei denen ich Vorträge zum Thema pflanzliche Ernährung halten werde.

Freiheit für Tiere: Was möchtest du den Leserinnen und Lesern von Freiheit für Tiere noch sagen?

Niko Rittenau: Ich möchte jedem Leser und jeder Leserin danken, dass er und sie sich aktiv an einer guten Zukunft beteiligt. Durch unsere Ess- und Kaufentscheidungen haben wir ein sehr starkes Wahlrecht in der Hand. Darüber hinaus möchte ich als Ernährungsberater alle Menschen dazu anhalten, sich mit den Grundsätzen einer bedarfsgerechten Ernährung zu befassen. Denn es bricht mir das Herz, wenn Leute aus Überzeugung auf eine vegane Ernährung umsteigen und dann einige wichtige Punkte nicht beachten und dadurch Mangelerscheinungen bekommen. Von daher bitte ich wirklich jeden Menschen, in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Parameter im Blut testen zu lassen und vor allem die Vitamin-B12- und Vitamin-D-Versorgung sicherzustellen.
Vor allem in der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, den erhöhten Nähr- und Vitalstoff zu decken, um Mutter und Kind optimal zu versorgen. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an beinahe allen Makro- und Mikronährstoffen. Bei veganen Schwangerschaften bitte ich darum, die erhöhte Versorgung mit Proteinen, Eisen, Folsäure und EPA/DHA sicherzustellen. Dann steht einer glücklichen, gesunden und nachhaltigen Schwangerschaft nichts im Weg.

Freiheit für Tiere: Was erwartet uns 2016 von dir?

Niko Rittenau: Gemeinsam mit meinem Team bauen wir meinen Youtube Channel auf, in dem wir viele spannende Videos rund um die Themen Ernährung und Gesundheit veröffentlichen werden. Außerdem startet ab April wieder meine Supper-Club-Reihe in Berlin, in der ich mit meinem Team vegane Pop-up Dinner veranstalte, die zeigen, wie wohlschmeckend und abwechslungsreich die vegane Küche ist.
Ab der zweiten Jahreshälfte widme ich mich dann verstärkt meinem ersten Buch, welches mein Verständnis von bedarfsgerechter pflanzlicher Ernährung und meine Vision von ganzheitlicher Gesundheitsberatung zum Thema haben wird.

Freiheit für Tiere: Dafür wünschen wir dir viel Erfolg und sind schon gespannt auf deine Kolumne in Freiheit für Tiere !

Das Interview mit Niko Rittenau führte Julia Brunke, Redaktion Freiheit für Tiere

Informationen über Niko Rittenau

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter