Raus aus der KÄSE-FALLE

Medizin-Professor warnt: Käse macht dick, krank und sogar süchtig!

Dr. Neal Barnard, Professor für Medizin an der George Washington University School of Medicine, international renommierter Ernährungsexperte und Bestseller-Autor, hat nach grundlegender Recherche verstörende Fakten über Käse zusammengetragen: Käse kann zu diversen Gesundheitsproblemen führen - von Bluthochdruck, über Krebs, Diabetes, Übergewicht bis zu Arthritis. Denn Käse steckt randvoll mit Kalorien, Fett, Salz, Hormonen und Cholesterin. Das Problem: Wir kommen vom Käse nur schwer los. Käse macht uns abhängig, da seine milden Opiate dieselben Gehirnrezeptoren beeinflussen wie Heroin und Morphium.

Das Buch von Dr. Neal Barnard vermittelt neben wissenschaftlichen Fakten auch ziemlich unappetitliche Hintergründe über die Herstellung von Käse sowie die Qual der Tiere in der Milchindustrie.

Darüber hinaus enthält Raus aus der Käsefalle ein praktisches und leicht umsetzbares Programm, mit dem Sie Ihre Käsesucht überwinden, abnehmen, sich vitaler und energiegeladener fühlen und insgesamt gesünder werden können.


Käse macht dick: Mehr Kalorien als reiner Zucker

»Stellen Sie sich vor, wie Sie einfach abnehmen könnten - Woche um Woche, Monat um Monat leichter werden, ohne Kalorien zu zählen, ohne dabei auch nur eine Minute mehr Sport zu treiben«, schreibt Dr. Neal Barnard. Und er erklärt: Um abzunehmen oder gesünder zu werden, müssten wir unseren Fokus nicht in erster Linie auf Zucker, Kohlenhydrate oder verarbeitete Nahrungsmittel richten - sondern auf Käse.

Denn: Käse macht dick! Und zwar sogar mehr als reiner Zucker! Den Grund dafür erklärt Dr. Barnard so: »Die meisten Kalorien in typischen Käsesorten - etwa 70 Prozent - stammen aus Fett. Und jedes einzelne Gramm Fett enthält 9 Kalorien. Vergleichen Sie das einmal mit Zucker: Dieser enthält lediglich 4 Kalorien pro Gramm. Um Zucker in Fett umzuwandeln, muss Ihr Körper die Zuckermoleküle von Grund auf neu anordnen. Bei diesem Prozess wird bereits etwa ein Viertel der Zuckerkalorien verbrannt.« Das heißt natürlich nicht, dass Zucker ein gesundes Nahrungsmittel ist. Doch Käsefett enthält mehr als doppelt so viele Kalorien wie die meisten erhältlichen konzentrierten Zuckerarten.

Kuhmilch enthält viele Kalorien, denn sie ist von Mutter Natur dazu gedacht, dass ein kleines Kälbchen innerhalb eines Jahres zu einem Rind mit 300 oder 400 Kilo heranwächst. Doch wird aus Milch Käse hergestellt, ist die Kalorienzahl noch um ein Vielfaches konzentrierter - bis zu siebenmal so hoch! Die Kalorien im Käse stammen vor allem aus Fett. Fettkalorien sind ein Problem für sich: »Aus der Nahrung aufgenommenes Fett wird sehr schnell zu Körperfett«, erklärt der Medizin-Professor. Kaum ein anderes Lebensmittel enthält so viele Kalorien und dabei Fettkalorien wie Käse. Die Folge: »Käsekalorien lagern sich schnell in Form von Fett an Ihrem Bauch, Ihren Oberschenkeln, unter Ihrem Kinn und auch überall sonst an Ihrem Körper ab.«

Zum Vergleich: Schnittkäse wie Gouda, Emmentaler und Parmesan oder Weichkäse wie Camembert haben 350 bis 450 Kalorien und mehr als 30 Gramm Fett pro 100 Gramm. Damit ist Käse mit Schokolade vergleichbar: Eine 100-Gramm-Tafel hat 400 bis 500 Kalorien und um die 30 Gramm Fett.

Doch es wird noch schlimmer: Käse verlangsamt auch unseren Stoffwechsel! Der Ernährungsexperte erklärt dies so: »Fett wird nicht nur als Körperfett gespeichert, sondern gelangt auch in unsere Muskelzellen. Wenn sich Fett in den Muskeln ablagert, produzieren die Zellen weniger Mitochondrien, was dazu führen kann, dass sich unser gesamter Stoffwechsel verlangsamt. Die langfristige Folge dieses Prozesses ist, dass es für unseren Körper viel schwieriger wird, Fett zu verbrennen«, so Dr. Barnard.

Wer Käse aus seiner Ernährung streicht und auch andere Milchprodukte reduziert, kann sein Gewicht allein dadurch deutlich reduzieren. In einer Studie wurde die Ernährung von Frauen mit Gewichtsproblemen 14 Wochen lang so umgestellt, dass sie weder Käse noch irgendwelche anderen Tierprodukte enthielt. Die Frauen konnten so viele Kohlenhydrate verzehren, wie sie wollten, mussten keine Kalorien zählen und auch nicht mehr Sport treiben. Das Ergebnis: Die Teilnehmerinnen nahmen durchschnittlich knapp 6 Kilo ab - schon nach 14 Wochen! Ihre Stoffwechselleistung hatte sich durchschnittlich um 16 Prozent vergrößert, wodurch mehr Kalorien verbrannt werden konnten.


Käse ist nicht gesund: Vollgepackt mit Fett, Cholesterin und Salz

Käse steckt nicht nur voller Kalorien, sondern ist auch vollgepackt mit gesättigten Fetten, Cholesterin und voller Salz. Im Unterschied zu fettreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Nüssen, die einen hohen Anteil wertvoller ungesättigter und mehrfach ungesättigter Fettsäuren haben, steckt Käse voller gesättigter Fettsäuren. Gesättigte Fette aus tierischen Produkten lassen bekanntlich schädliches Cholesterin im Blut ansteigen und begünstigen Herz-Kreislauferkrankungen. Hinzu kommt, dass Nüsse viele Ballaststoffe enthalten, welche cholesterinsenkend wirken und das Abnehmen fördern, während Käse - wie alle tierischen Produkte - keine Ballaststoffe enthält.

Als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel enthält Käse viel Salz - und zwar mehr als Kartoffelchips. Manche Sorten sind sogar salziger als Meerwasser! 100 Gramm Gouda enthalten ganze 2,8 Gramm Salz, Gorgonzola sogar 3,6 Gramm. Das Salz gelangt in die Blutbahn und bindet dort und im Körpergewebe Wasser. Die Folge: Wir fühlen uns schwer und aufgedunsen - und die Waage zeigt schnell ein paar Extrapfunde. Hinzu kommt: Auf das höhere Volumen durch Wassereinlagerungen reagieren die Blutgefäße mit Gegendruck. Die Folge: Der Blutdruck steigt. Käse ist also alles andere als gesundheitsförderlich.

Menschen, die Milchprodukte aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen vermeiden möchten, fällt es meist gar nicht so schwer, Kuhmilch oder Joghurt wegzulassen. Schließlich gibt es inzwischen eine riesige Auswahl an Pflanzenmilchsorten: ob Sojamilch, Hafer-, Dinkel- oder Reismilch, Mandel-, Nuss- oder Kokosmilch. Und auch Sojajoghurt und Soja-Desserts sind inzwischen in fast jedem Supermarkt zu finden und geschmacklich von Sorten mit Kuhmilch kaum zu unterscheiden. Bloß der Käse... Jeder Käseliebhaber, der wegen seiner Gesundheit oder aus Liebe zu den Tieren versucht, vom Käse loszukommen, kann bestätigen, wie schwer das fällt.

Dieses Phänomen fiel auch Dr. Barnard bei den zahlreichen Studien auf, die das Physicans Committee for Responsible Medicine durchführte: Überraschend viele Menschen, deren Gesundheit sich dank einer Ernährungsumstellung deutlich verbesserte, berichteten, dass sie trotz dieser gesundheitlichen Verbesserungen immer noch ein sehr starkes Verlangen nach Käse hatten. »Seine süchtig machenden Eigenschaften lassen Sie nicht davon loskommen, sogar wenn Sie dafür mit Übergewicht und ernst zunehmenden gesundheitlichen Schäden bezahlen«, erklärt der Mediziner. Dr. Neal Barnard machte es sich zur Aufgabe zu erforschen, warum Käse so eine starke Anziehungskraft hat.

»Haben Sie schon einmal ein Baby beim Stillen

»Haben Sie schon einmal ein Baby beim Stillen

beobachtet?«, fragt Dr. Barnard. »Es ist begierig und hoch konzentriert und schläft danach selig ein.« Die Casomorphine in der Milch belohnen das Baby dafür, dass es saugt bzw. trinkt. · Bild: Shutterstock

Kuhmilch ist dazu gedacht,

Kuhmilch ist dazu gedacht,

dass ein kleines Kälbchen innerhalb eines Jahres zu einem Rind mit 300 oder 400 Kilo heranwächst. · Bild: Shutterstock

Wenn wir Menschen Kuhmilch und Käse konsumieren,

Wenn wir Menschen Kuhmilch und Käse konsumieren,

können die Wachstumshormone und Östrogene, das Casein (Milchprotein) und das viele Fett zu ernährungs­bedingten Krankheiten führen. Das Problem: Die Casomorphine lassen uns vor allem vom Käse schwer loskommen. · Bild: Fotolyse - Fotolia.com

Käse macht süchtig: Das Geheimnis der Casomorphine

Der Medizinprofessor kam bei seinen Forschungen zu einem erstaunlichen Ergebnis: Käse enthält Casomorphine, die an denselben Opiatrezeptoren andocken, wie Heroin und Morphium. »Anders ausgedrückt sind in Milchproteinen von Haus aus kleine Opiatmoleküle eingebaut«, erklärt Dr. Neal Barnard. Casomorphine wirkten sich zwar nicht so betäubend aus wie diese Rauschgifte. »Doch genau wie Heroin und Morphium sind sie Opiate, die das Gehirn beeinflussen.« Und wissenschaftliche Beweise zeigten, dass Casomorphine süchtig machen können.

Warum ist das so? Die Natur hat sich etwas dabei gedacht. Denn für wen ist Milch noch einmal gemacht? - Richtig, für Tier- und Menschenbabys. »Haben Sie schon einmal ein Baby beim Stillen beobachtet?«, fragt Dr. Barnard. »Es ist begierig und hoch konzentriert und schläft danach selig ein.« Die milden Opiate in der Milch belohnen das Baby dafür, dass es saugt bzw. trinkt. Sie haben eine beruhigende Wirkung und setzen Dopamin frei, wodurch ein Gefühl des Wohlbehagens entsteht. Die Dopaminfreisetzung führe dazu, dass das Baby sich immer stärker an die Mutter binde, so der Medizinprofessor. Auch das Dopamin im Käse schafft das Kunststück, eine fett- und kalorienreiche gummiartige Masse mit dem Geruch ungewaschener Schweißfüße in etwas Anziehendes zu verwandeln.

Doch warum macht ausgerechnet Käse noch süchtiger als Milch, die doch auch Casomorphine enthält? In 250 ml Milch sind etwa 7,7 Gramm Protein enthalten. »Etwa 80 Prozent dieses Proteins sind Casein«, erklärt Dr. Neal Barnard. Bei der Verdauung des Milchproteins Casein entstehen dann die Casomorphine. Wird Milch zu Käse verarbeitet, wird das Casein bis zu sieben Mal (!) konzentriert. Dadurch fällt uns der Verzicht auf Käse viel schwerer als der Verzicht auf Milch.

Doch wann kann man von einer regelrechten Sucht nach Käse sprechen? Dr. Neal Barnard verweist darauf, wie die American Psychartic Association »Sucht« definiert. Für die Diagnose Opioidmissbrauch müssen unter anderem zwei der folgenden Kriterien zutreffen:

- Die Einnahme größerer Mengen als geplant.
- Der ständige Wunsch oder erfolglose Versuche, den Konsum einzuschränken oder zu kontrollieren.
- Großes Verlangen nach der Substanz.
- Fortgeführter Konsum trotz eines Problems, das durch die Substanz verursacht oder verschärft wurde.


Dramatische Steigerung des Käsekonsums

In den USA gab es bis zum Jahr 1851 keine einzige Käsefabrik. Ab 1935 aßen US-Amerikaner durchschnittlich etwa 2,5 Kilo Käse pro Jahr. Heute beträgt der durchschnittliche Käsekonsum in den USA über 15 Kilo pro Jahr.

In Deutschland ist die Steigerung des Käsekonsum sogar noch dramatischer: Während die Deutschen 1950 pro Kopf im Jahr durchschnittlich 3,9 Kilo Käse aßen, waren es 1970 bereits 10 Kilo und 1980 13,7 Kilo. Seit dem Jahr 2000 stieg der Käsekonsum auf über 20 Kilo pro Kopf und Jahr - 2017 wurden ganze 24,1 Kilogramm pro Kopf verzehrt.

»Nach und nach stahl sich der Käse in unsere Herzen. Oder besser gesagt in unsere Herzkranzgefäße. Und unsere Oberschenkel und Hüften, bis er schließlich in Form von Daten auf unseren Krankenakten auftauchte«, schreibt Dr. Barnard.

Eine überraschende Vielzahl gesundheitlicher Probleme hängt mit dem Konsum von Käse zusammen: zu hoher Cholesterinspiegel, zu hoher Blutdruck, Herzerkrankungen, Diabetes, Prostata- und Brustkrebs, Arthritis, Alzheimer, Atemwegsbeschwerden, Migräne, Akne und chronische Schmerzen.


Verstörende Fakten über Käse: Hormone erhöhen Krebsrisiko

Milch enthält Hormone wie Östrogene und insulinähnliche Wachstumsfaktoren, welche die Hormonfunktion unseres Körpers beeinflussen und Studien zufolge das Prostata- und Brustkrebsrisiko erhöhen. Fangen wir mit den Östrogenen wie Östron, Östradiol und Östronsulfat an. Der Großteil der Milch, die wir kaufen, stammt von trächtigen Kühen. Denn Kühe geben bekanntlich nur Milch, wenn sie ein Kalb haben. Also werden die Milchkühe nach der Geburt wieder künstlich besamt. Während der Trächtigkeit erhöht sich die Östradiolmenge um das 17-fache und die Östronmenge um das 45-fache.

Forscher fanden heraus, dass Frauen, die die meisten Milchprodukte verzehrten, 15 Prozent mehr Östradiol in ihrer Blutbahn hatten als die Frauen, die am wenigsten davon konsumierten. Ein zu hoher Östrogenspiegel erhöht Studien zufolge das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken und erhöht auch das Sterberisiko. Umgekehrt haben Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium, welche fast keine oder keine fettreichen Milchprodukte wie Käse verzehren, ein deutlich geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben.

Wie sind die Auswirkungen von Milch und Käse auf Männer? Die Hormone in der Milch erhöhen Studien zufolge das Risiko für Prostatakrebs: Männer, die mehr als zwei Portionen Milch am Tag konsumieren, haben - je nach Studie - ein um 34 bis zu 60 Prozent höheres Risiko, Prostatakrebs zu entwickeln. Wissenschaftler wiesen außerdem nach, dass im Sperma der Männer, die am meisten Milchprodukte - vor allem Käse - verzehrten, am ehesten abnorme Samenzellen gefunden wurden. Dies könnte für die Zunahme von Fruchtbarkeitsproblemen verantwortlich sein.

Hinzu kommt, dass Milch den insulinähnlichen Wachstumsfaktor IGF-I enthält. Dieser fördert, wie der Name schon sagt, das Wachstum von Säuglingen. Denn genau dafür ist Milch ja gedacht. Studien zufolge sorgt IGF-I aber auch für das Wachstum von Krebszellen. Eine Langzeitstudie der Harvard University zeigte, dass Männer, die an Krebs erkranken, deutlich höhere IGF-I-Werte haben als Männer, die krebsfrei bleiben.

Warum kann eine Ernährungsumstellung helfen? Wenn wir viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide essen, nehmen wir viele Ballaststoffe auf, die unserem Körper helfen, überschüssige Hormone zu binden und auszuscheiden. »Krebsforscher glauben, dass dies einer der Gründe dafür ist, weshalb Menschen, deren Ernährung zu einem großen Teil auf Tierprodukten basiert, tendenziell höhere Erkrankungsraten bei bestimmten Krebsarten aufweisen und weshalb mehr Ballaststoffe das Krebsrisiko verringern«, erklärt Dr. Barnard.


Käse und Milch können Entzündungen und Arthritis fördern

Je höher der Fettgehalt von Milch und Milchprodukten ist, desto mehr Arachidonsäure enthalten sie. Arachidonsäure feuert im Körper Entzündungen an und kann deshalb auch Gelenkentzündungen wie Arthritis fördern. Sollten Sie an rheumatoider Arthritis, Psoriasis, Psoriasis-Arthritis oder irgendeiner anderen entzündlichen Erkrankung leiden, fangen Sie nicht nur schnell, sondern unverzüglich damit an, sich milchfrei und pflanzenbasiert zu ernähren , rät der Medizinprofessor.


Milchproteine können Allergien und Migräne auslösen

Milchprodukte können zu Allergien führen, die durch Milchproteine wie Casein hervorgerufen werden. Außerdem scheint es, dass Milchproteine wie das Casein andere Allergien und Asthma verschlimmern oder auch ein Auslöser für Migräne sein können. Dies gilt wieder vor allem für Käse, da während der Käseherstellung nicht nur Milchfett, sondern auch Milchproteine konzentriert werden. Der Verzicht auf Käse und andere Milchprodukte könne dazu führen, dass Allergien, Asthma und Migräne gelindert werden oder sogar ganz verschwinden, berichtet Dr. Barnard. Aussagekräftige Studien gibt es dazu noch nicht. Für Allergiker und Menschen, die unter Migräne oder Asthma leiden, gilt deshalb: Einfach mal mehrere Wochen auf Milch und Käse verzichten und beobachten, was dann passiert.


Milchproteine, Cholesterin und tierisches Fett erhöhen Diabetesrisiko

Milchproteine wie Casein scheinen auch der Hauptverursacher von Typ-I-Diabetes zu sein. »Forscher wissen seit vielen Jahren, dass Säuglinge, die kuhmilchbasierte Flaschenmilch bekommen, im Vergleich zu gestillten Säuglingen ein höheres Risiko haben, Diabetes zu entwickeln«, schreibt Dr. Barnard. »Das Immunsystem des Babys erkennt die Kuhmilchproteine vermutlich als körperfremd an und reagiert darauf mit der Bildung von Antikörpern. Diese Antikörper greifen in der Folge auch unbeabsichtigter Weise die Bauchspeicheldrüse des Babys an und vernichten die insulinproduzierenden Zellen.«

Außerdem steckt Käse voller gesättigter Fette und erhöht den Cholesterinspiegel - und lässt damit ebenfalls das Diabetesrisiko ansteigen. In einer Reihe staatlich geförderter Studien konnten Dr. Barnard und sein Team beweisen, dass es möglich ist, Insulinsensitivität zurückzuerlangen und Diabetes Typ I und II zu lindern und teilweise sogar zu heilen - durch den Verzicht auf Käse und andere tierische Produkte. Mehr dazu lesen Sie in dem Buch »Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes: Diabetes heilen ohne Medikamente - wissenschaftlich bewiesen« (Unimedica, 2016).


Raus aus der Käsefalle!

Dr. Neal Barnard kommt zu dem Schluss: Die pflanzenbasierte Ernährung ist nicht nur eine wirkungsvolle Strategie, um abzunehmen, sondern sie kann auch den Cholesterinspiegel auf ganz natürliche Weise senken, weil sie kein tierisches Fett und überhaupt kein Cholesterin enthält. Zusätzlich haben Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und Sojaprodukte, Haferflocken, Beeren, Walnüsse, Avocados sowie Vollkorn und Gemüse (wegen der Ballaststoffe und wegen ihres Reichtums an Phytonährstoffen) eine cholesterinsenkende und entzündungshemmende Wirkung und sind damit gut für die Gesundheit der Gefäße und die Herzgesundheit. Weil eine pflanzenbasierte Ernährung reich ist an Kalium, kann sie dazu noch den Blutdruck senken. Außerdem verbessert sie die Insulinsensitivität, wodurch sich der Blutzuckerspiegel deutlich verbessern kann. Auch bei Beschwerden wie Arthritis, Migräne, Atemwegsproblemen und Hautproblemen kann das Vermeiden von Käse und anderen tierischen Produkten zu Verbesserungen führen.

Also: Raus aus der Käse-Falle! Doch wie? Dr. Barnard stellt im zweiten Teil seines neuen Buchs eine Sammlung köstlicher Rezepte vor, die Ihnen dabei hilft, Ihre Käselust mit gesunden Gerichten zu stillen. FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen dazu einige Beispiele vor:


Veganer Frischkäse
Veganer Schmelz-Mozzarella für Pizza & Co.
Veganer Parmesan
»Göttlicher Käsekuchen«

Betroffenenberichte

In dem Buch »Raus aus der Käse-Falle« kommen Menschen zu Wort, deren Leben nach der Abkehr von Käse und Milchprodukten sowie anderen tierischen Produkten eine 180-Grad-Wende genommen hat:

- Tricia konnte durch die konsequente Änderung ihrer Ernährung nicht nur über 40 Kilo abnehmen, sondern auch ihre Diabetes und Herzerkrankung rückgängig machen.

- Marc litt an überflüssigen Pfunden, Diabetes, Bluthochdruck, Cholesterinproblemen und Erektionsstörungen - er wurde alle Beschwerden los.

- Katherine litt unter Übergewicht. Darüber hinaus bekam sie Unterleibsschmerzen, die immer unerträglicher wurden. Die Diagnose: Katherine hatte Endometriose. Ihr Arzt kam zu dem Schluss, dass eine Entfernung der Gebärmutter die einzige Lösung wäre. Doch dann riet eine Freundin zu einer Ernährungsumstellung. Katherine probierte eine vegane Ernährung aus. Während dieses Experiments vermisste sie ihre Lieblingsspeisen, vor allem Käse, aber ihre Pfunde schmolzen dahin - und auch ihre Schmerzen verschwanden. Nach sechs Wochen ging sie wieder zu ihrem Arzt. Dieser war völlig überrascht: Die Krankheit hatte sich so zurückgebildet, dass keine Operation mehr nötig war. Heute hat Katherine zwei Kinder.

- Chad litt schon als Kind unter Asthmaanfällen und zahlreichen Allergien. Mit 17 Jahren hörte Chad von einem Freund, dass Milchprodukte Atembeschwerden verursachen können. Daraufhin ließ er den geliebten Käse und andere Milchprodukte weg. Innerhalb weniger Monate verschwanden alle Allergien und es fühlt sich an, als hätte er nie Asthma gehabt.

- Ruth hatte Brustkrebs. Sie ließ das Krebsgeschwür operativ entfernen. Leider hatte der Krebs schon gestreut und ihre Knochen, die linke Lunge und ihre Leber befallen. Die Ärztin empfahl Chemotherapie und Bestrahlung. Diese würde sie nicht heilen, aber immerhin ein bisschen mehr Zeit verschaffen. Dann entdeckte Ruth in der Zeitung die Ankündigung zu einer Studie, die die Rolle der Ernährung bei Brustkrebs untersuchen wollte. Ruth entschied sich gegen Chemotherapie und Bestrahlung und stattdessen für eine Umstellung auf pflanzliche Ernährung: Verzicht auf Nahrungsmittel, die das Bilden schädlicher Hormone fördern und den gezielten Konsum von Nahrungsmitteln, die dem Körper dabei helfen, Hormone auszuscheiden, also Gemüse, Obst und Vollkorn. Nach bereits zwei Monaten begann der Krebs, sich zurückzubilden. Es war keine Bestrahlung oder Chemotherapie mehr nötig. Ruths Gesundheit verbesserte sich immer mehr. Ruth ist heute eine überzeugte Gesundheitsaktivistin und nimmt an Marathonläufen und Triathlons teil.

Der Autor

Dr. Neal Barnard (Jahrgang 1953) ist Präsident der Ärzteorganisation PCRM (Physicians Committee for Responsible Medicine) und Professor für Medizin an der George Washington University. Er ist einer der führenden Forscher über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit.

1985 gründete Dr. Barnard das Physicians Committee for Responsible Medicine, um die Präventionsmedizin zu fördern und sich für medizinische Forschung ohne Tierversuche einzusetzen. Dr. Barnard führt klinische Forschungen mit Patienten durch, die unter ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und anderen chronischen Krankheiten leiden, um die Prävention und Behandlung dieser Gesundheitsprobleme zu verbessern. Seine wissenschaftlichen Arbeiten werden regelmäßig in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Dr. Neal Barnard hat 18 Bücher verfasst, darunter »Den Krebs überleben: Mit gezielter Ernährung den Heilungsprozess unterstützen« (2018), »Powerfoods für das Gehirn« (2017) und »Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes: Diabetes heilen ohne Medikamente - wissenschaftlich bewiesen« (2016).

Informationen:
www.pcrm.org

Das Buch

Würden Sie gerne überflüssige Pfunde loswerden? Wollen Sie sich vor zu hohem Blutdruck, einem zu hohen Cholesterinspiegel oder Diabetes schützen - oder etwas gegen bereits vorhandene Krankheitsbilder tun? Wären Sie gerne Kopf- oder Gelenkschmerzen los? Oder möchten Sie aktiv etwas gegen das Leid der Tiere tun? Dann heißt es: Raus aus der Käse-Falle!

Dr. Barnards Aufklärungsbuch vermittelt die wissenschaftlichen Hintergründe zum Thema Käse sowie unappetitliche Fakten über dessen Herstellung und das Schicksal der Tiere in der Milchindustrie. Außerdem enthält es ein leicht umsetzbares Programm, mit dem Sie Ihre Käsesucht überwinden, abnehmen, sich vitaler und energiegeladener fühlen und insgesamt gesünder werden können. Eine Sammlung köstlicher Rezepte hilft Ihnen dabei, Ihre Käselust mit gesunden Gerichten zu stillen.

Neal Barnard: Raus aus der Käsefalle
Warum der Verzicht auf Käse uns schlanker, gesünder und vitaler macht
Gebunden, 322 Seiten
Unimedica-Verlag, 2018 ISBN: 978-3-96257-041-5
Preis: 24,80 Euro

Die Rezepte

Veganer Frischkäse

Bild: Jörg Wilhelm

Bild: Jörg Wilhelm

Aus: Neal Barnard: Raus aus der Käsefalle. Unimedica Verlag, 2018

ZUTATEN

180 g ungeröstete Cashewkerne, eingeweicht und abgegossen
60 ml Pflanzenjoghurt natur
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
1/4 TL Meersalz
1 1/2 TL Ahornsirup
1/4 TL Guarkernmehl (optional, siehe Hinweis)

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten in einen Mixer (siehe Hinweis) geben und zu einer sehr glatten Masse pürieren. Zwischendurch die Masse bei Bedarf von der Mixer-Innenwand nach unten schaben.
Nach der Zubereitung sofort genießen oder 3 bis 5 Tage in einem luftdicht verschließbaren Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN:

Als Ersatzmöglichkeit für Tiermilchfrischkäse als Aufstrich für Brot, Brötchen, Bagels und Sandwiches oder als Rezeptzutat verwenden.

HINWEIS ZUM MIXER:

Dieses Rezept lässt sich am besten mit einem Hochleistungsmixer mit einem kleinen Mixaufsatz zubereiten. Wenn Sie einen großen Mixaufsatz verwenden, verdoppeln Sie die Zutatenmenge.
Die Mixerklinge kann daraus wesentlich leichter einen cremigen Frischkäse herstellen als bei einer kleineren Menge.

HINWEIS ZUM GUARKERNMEHL:

Das Guarkernmehl verdickt den Frischkäse und macht ihn sämiger, sodass er dem Mundgefühl von gekauftem (pflanzlichem und tierischem) Frischkäse stärker ähnelt.
Für den Geschmack ist es aber nicht notwendig. Wenn Sie kein Guarkernmehl haben, können Sie es einfach weglassen und den Käse kalt stellen, damit er eindickt und vor dem Servieren etwas fester wird.

Veganer Schmelz-Mozza

Bild: Jörg Wilhelm

Bild: Jörg Wilhelm

Aus: Neal Barnard: Raus aus der Käsefalle. Unimedica Verlag, 2018

ZUTATEN

3 EL rohes Cashewmus
1 TL milde Misopaste (z. B. Kichererbsen-Miso)
1 1/2 TL Zitronensaft
3 EL Tapiokastärke
250 ml Wasser
1/2 TL Meersalz

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und glatt pürieren. Mischung in einen kleinen Stieltopf geben.
Dafür die gesamte Mischung aus dem Mixer herausschaben.
Mischung unter ständigem Rühren auf mittlerer Flamme erhitzen.
Nach circa 3 Minuten wird die Mischung etwas ausflocken und sich in den nächsten 1 bis 2 Minuten zu einer Kugel formen.
Stieltopf vom Herd nehmen.
Sie können den Schmelz-Mozza sofort als Dip oder Aufstrich verwenden oder abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen löffelweise auf Pizza, Toast oder Pasta-Aufläufe geben.

HINWEIS ZUM MIXER:
Ein Hochleistungsmixer eignet sich für dieses Rezept am besten.
Bei einem herkömmlichen Mixer müssen Sie die Mixer-Innenwand mehrere Male nach unten freischaben.





Veganer Parmesan

Bild: Jörg Wilhelm

Bild: Jörg Wilhelm

Aus: Neal Barnard: Raus aus der Käsefalle. Unimedica Verlag, 2018

ZUTATEN

25 g Kokosflocken, ungesüßt (oder 50 g Kokosraspel)
75 g Sonnenblumenkerne
70 g Kürbiskerne
1/4 TL Salz
1 1/2 EL Hefeflocken
1 1/2 EL Zitronensaft

ZUBEREITUNG

Ofen auf 140 C vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Kokosflocken, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne in einem Mixer oder einer Küchenmaschine klein und krümelig häckseln (aber nicht zu lange, da sie sonst zu einer klebrigen Paste werden).
Auf das Backblech geben und Salz, Hefeflocken und Zitronensaft hinzufügen. Alle Zutaten mit den Fingern gut vermischen.
25 bis 30 Minuten im Ofen backen. Dabei mindestens zwei- bis dreimal umrühren und besonders in den letzten Backminuten aufmerksam sein.
Die Mischung sollte trocken und an den Rändern leicht goldgebräunt, aber nicht dunkel sein.
Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und in einem luftdicht verschließbaren Behälter, z. B. einem Schraubglas, im Kühlschrank kalt stellen.



Göttlicher Käsekuchen

ZUTATEN
Ergibt einen Käsekuchen (8 Portionen)

BODEN
160 g kernige Haferflocken
4 EL gemahlene Mandeln
150 g entsteinte Medjool-Datteln
1/2 TL Vanilleextrakt
1/8 TL Meersalz

FÜLLUNG
250 g ungeröstete Cashewkerne, eingeweicht und abgegossen (siehe Hinweis)
250 ml Kokosmus (nicht Kokosöl)
80 ml Pflanzenmilch oder -joghurt (natur oder Vanillegeschmack)
oder ungesüßtes Apfelmus
60 ml frisch gepresster Zitronensaft
80 ml Ahornsirup
1/4 TL Meersalz
1/2 TL Zitronenabrieb (optional)
1/2 TL Guarkernmehl (optional, siehe Hinweis)
Himbeer-Dessertsoße (optional)

ZUBEREITUNG

Für den Boden alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und mehrmals kurz durchhäckseln. Danach so lange mixen, bis die Mischung klebrig wird und zwischen den Fingern zusammengepresst zusammenhält.
Masse in eine leicht geölte Springform (Durchmesser 23 cm) geben und gleichmäßig auf den Boden pressen (nicht den Rand hinauf).

Für die Füllung alle Zutaten in einen Mixer (vorzugsweise Hochleistungs mixer) geben und sehr glatt und cremig pürieren.
Von Zeit zu Zeit pausieren und die Innenwand nach unten freischaben. Füllung auf den Boden gießen und die Form leicht schwenken, um sie gleichmäßig zu verteilen.
Form mit Folie abdecken und zum Festwerden ins Gefrierfach stellen (über Nacht oder 3 bis 4 Stunden).
Circa 1/2 Stunde vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen. Anschneiden und pur oder mit Himbeer-Dessertsoße servieren.

HINWEIS ZU DEN CASHEWKERNEN:
Das Einweichen der Cashewkerne braucht 3 bis 4 Stunden.
(Einfach ungeröstete Cashewkerne in einer großen Schüssel mit warmem Wasser einweichen.) Cashewkerne am besten gleich in größeren Mengen einweichen und nicht sofort verwendete Mengen
bis zum Gebrauch im Kühlschrank kalt stellen oder einfrieren.

HINWEIS ZUM GUARKERNMEHL:
Dieser Käsekuchen kann auch ohne Guarkernmehl zubereitet werden. Guarkernmehl ist ein pflanzliches Verdickungsmittel, das Puddings, Cremes, Eiscreme etc. festigt. Es verleiht dem Endprodukt eine sämigere und festere Konsistenz, ist aber nicht unverzichtbar.
Es macht also nichts, wenn Sie kein Guarkernmehl zur Hand haben.



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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter