Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.

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Der Steinbock

Der Steinbock

ist das Symboltier des Hochgebirges. Sommer wie Winter hält er sich meistens oberhalb der Baumgrenze in Höhen zwischen 1400 und 3200 Metern über dem Meeresspiegel auf. Der Steinbock war bereits um 1550 in leicht zugänglichen Gebieten ausgerottet, 1809 wurde der letzte Steinbock in der Schweiz erlegt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden einige Steinböcke aus dem italienischen Gran Paradiso geschmuggelt und gelangten in den Wildpark "Peter und Paul" in St. Gallen. Nach Zuchterfolgen konnten die ersten Steinböcke 1911 im Weißtannental in die Freiheit entlassen werden. 1920 wurden im Schweizerischen Nationalpark einige Steinböcke ausgesetzt. Von hier aus haben sie sich in den höheren Lagen der Vor-, Zentral- und Südalpen verbreitet. Heute wird der Schweizer Bestand auf 17.000 Tiere geschätzt. Die genetische Vielfalt ist allerdings nach wie vor sehr gering: Alle Steinböcke in der Schweiz stammen von einer Kleinstpopulation von nur hundert Tieren im Gran Paradiso ab. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Die besten Gebiete für Tierbeobachtungen

in der Schweiz

Hirsche in der Brunft, balgende junge Murmeltiere oder kämpfende Steinböcke: Das Buch Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co. von Lorenz Heer führt zu den besten Tierbeobachtungsgebieten in der Schweiz, in denen aufregende Naturerlebnisse möglich sind und Wildtiere einfach und ohne sie zu stören beobachtet werden können.

Viele Menschen möchten Wildtiere in freier Natur erleben und reisen um die halbe Welt, um Löwen oder Elefanten in der Serengeti zu beobachten oder Erdmännchen in Südafrika. Für spannende Tierbeobachtungen müssen wir aber gar nicht weit reisen. Auch in der Schweiz bieten Säugetiere spannende Naturerlebnisse , so Lorenz Heer. Hautnah eine Hirschbrunft zu erleben, dem Balgen junger Murmeltiere oder den ritualisierten Kämpfen von Steinböcken zuzuschauen, stehen Naturbeobachtungen in fernen Ländern kaum nach. Das Röhren eines Hirsches kann genauso eindrucksvoll sein wie das Brüllen eines Löwen oder der Ruf eines Elefanten.

Murmeltiere

Murmeltiere

halten sich stets in der Nähe ihrer Baue auf und legen und zeigen entlang häufig begangener Wanderwege kaum Scheu. In Zermatt, Avers, Arolla, auf der Bettmeralp und weiteren Tourismusorten in der Schweiz wurden Murmeltierpfade eingerichtet. Hier sind Beobachtungen aus nächster Nähe möglich, was nicht nur für Kinder ein bleibendes Erlebnis ist. Murmeltiere beschnuppern sich zur Begrüßung an der Nase. Eine Murmeltierfamilie besteht aus einem Elternpaar und ihren Nachkommen aus mehreren Generationen. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Dr. Lorenz Heer ist Biologe und studierte am Zoologischen Institut der Universität Bern. Seit jeher interessieren ihn Säugetiere, Vögel und Pflanzen der Alpen. Natur- und Landschaftsfotografie ist seine Leidenschaft. Seine Fotoziele erreicht er mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad und zu Fuß. Mit seinen wunderbaren Aufnahmen in diesem Buch möchte Lorenz Heer die fragile und schützenswerte Hochgebirgswelt der Öffentlichkeit näher bringen und die Naturschätze der Alpen aufzeigen.

So können Naturfreunde im Schweizer Justistal oder in der Val Trupchun zur Brunftzeit unvergleichliche Hirschbeobachtungen machen. Wer Glück hat, kann am Augstmatthorn Steinböcke aus wenigen Metern Entfernung erleben. In der Greina kann man freilebende Murmeltiere beobachten. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann Eichhörnchen bei Arosa oder Murmeltiere bei Saas-Fee beobachten.

Die meisten in dem Buch beschriebenen Beobachtungsgebiete liegen in Eidgenössischen oder Kantonalen Jagdbanngebieten und im Schweizerischen Nationalpark. Die Wildtiere im Nationalpark oder in den Jagdbanngebieten haben sich an Wanderer auf den häufig begangenen Wanderwegen gewöhnt und zeigen hier eine geringe Fluchtdistanz.

Rothirsche

Rothirsche

waren im 19. Jahrhundert in der Schweiz durch Jäger ausgerottet. Langsam wanderten sie ab Ende des 19. Jahrhunderts aus Österreich in den Kanton Graubünden ein. Im Schweizerischen Nationalpark finden Hirsche zwei Vorteile: Schutz vor menschlicher Störung und ausreichend Nahrung. Sie haben sich an die Gegenwart von Menschen auf den Wander­wegen gewöhnt und lassen sich auch tagsüber gut beobachten - vor allem in der Val Trupchun, der Val Mingèr und am Murtersattel. Nationalparkeffekt nennt man das - und er ist erst möglich durch das Jagdverbot im Park. Zur Brunftzeit ziehen die Hirsche an ihre traditionellen Plätze an der oberen Baumgrenze, die sie am Ende der Brunft wieder verlassen. Im Winter wandern sie meist in tiefer gelegene Wald­gebiete. Außerhalb von Jagdbanngebieten bewohnen die Rothirsche meist steile Hanglagen und schwer zugängliche Gebiete. Sie sind anpassungsfähig und schlau und wissen, wo und zu welcher Jahreszeit kein Jäger lauert. Dann suchen sie vermehrt Tallagen wie das Rheintal auf, in die sie früher nicht kamen. Im jagdfreien Kanton Genf haben Hirsche und auch die Rehe ihre unnatürliche Scheu verloren: Sie kommen auch am hellichten Tage aus der Deckung. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Der Schweizerische Nationalpark:

Natur ohne Jagd seit über 100 Jahren

Dass in der Schweiz Steinbock & Co. wieder in freier Natur zu beobachten sind, ist vor allem dem Schweizerischen Nationalpark zu verdanken. Vor 150 Jahren waren Steinböcke, Hirsche und Bartgeier durch intensive Jagd in der Schweiz ausgerottet und alle anderen Wildtierarten sehr selten.

Am 1. August 1914 wurde mit der Gründung des Schweizerischen Nationalparks eine einzigartige Wildnisoase geschaffen und der erste Nationalpark in den Alpen überhaupt. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können. Darum war von Anfang an die Jagd verboten. Dieses bemerkenswerte Naturexperiment wird seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert.

Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück.

Den Gämsen

Den Gämsen

gelang es als einziger großer Wildtierart, der Ausrottung zu entgehen. Bei Gefahr flüchten sich die Gämsen blitzschnell in die Felsen - so konnten sie überleben. Bevorzugter Lebensraum der Gämsen sind Rasenhänge und felsige Regionen oberhalb der Waldgrenze, teilweise oder ganzjährig auch Bergwälder. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Rücksichtsvolle Wildtierbeobachtung

Für die Wildtiere ist das Hochgebirge der Lebensraum, in dem sie leben und überleben müssen. Dieses Leben beinhaltet für die Tiere Herausforderungen wie das Wetter, die Brunft und das Aufziehen von Jungen. Hinzu kommen Gefahren und Störungen durch den Menschen, vor allem durch die Jagd, aber auch durch rücksichtslosen Freizeitsport, der zu energiezehrenden Fluchten von Bergtieren führt. Wenn wir also Wildtiere in ihrem Lebensraum beobachten wollen, dann sollten wir dies rücksichtsvoll tun. Aus diesem Grund hat Lorenz Heer in seinem Buch einige nützliche Verhaltensregeln zusammengestellt, mit denen wir Störungen von Wildtieren vermeiden können:

Zum Schutz der Wildtiere stellen wir unsere eigenen Beobachtungsinteressen hinter die Bedürfnisse der Tiere. Reagieren die Tiere mit Anzeichen von Störungen (Aufmerken, Warnpfiff, kurze Flucht, Verhaltensänderung, Sträuben der Nackenhaare usw.), so setzt man sich am besten langsam hin und genießt die Beobachtung aus dieser Entfernung.
Die schönsten Wildtiererlebnisse erzielen wir, wenn wir uns an einem günstigen Ort hinsetzen und warten (eine kleine Isoliermatte ist hierbei sehr dienlich). Nahrung suchende oder ziehende Tiere sind immer in Bewegung und kommen einem sitzenden Beobachter viel näher, als wenn man sich selber auf sie zu bewegen würde.
Bereits bei der Planung einer Wanderung rechnet man längere Beobachtungszeiten ein. So bleibt genügend Zeit, bei der Sichtung von Wildtieren zu warten. Die reine Wanderzeit in der in diesem Buch vorgeschlagenen Routen beträgt selten über vier Stunden. Sie sind aber als Tagesausflüge inklusive Beobachtungszeit gedacht.
Auf ein Wildtier sollte man nie direkt zulaufen. Möchte man trotz allem einer Gämse oder einem Steinbock noch etwas näher rücken, so sollte man die Route diagonal am Tier vorbei wählen respektive sich im Zickzack nähern.
Im Nationalpark gilt striktes Wegegebot. Aber auch in den Eidgenössischen Jagdbanngebieten sollte man die Wege nicht verlassen. Für die Beobachtung von Wildtieren ist dies ohnehin vorteilhafter, denn sie haben sich an Wanderer auf Wegen gewöhnt. Bewegt sich nun eine Person abseits der gängigen Routen, bedeutet das für die Tiere größere Gefahr und sie flüchten öfter. Welche Wege wann begangen werden dürfen, kann auf der Homepage
www.respektiere-deine-grenzen.ch geprüft werden.
Wildtiere reagieren besonders auf Bewegungen. Deshalb sollte man sich in ihrer Nähe nur langsam bewegen. Mit dem Arm oder gar einem Wanderstock auf Wildtiere zu zeigen, kann eine Flucht auslösen.
Mithilfe eines Feldstechers, Fernrohrs oder eines starken Teleobjektivs können Tiere aus größerer Distanz beobachtet beziehungsweise fotografiert werden.

Die schönsten Wildtierbeobachtungen ergeben sich in den frühen Morgenstunden, bevor die Tiere ihre Tageseinstände aufsuchen, oder am Abend, wenn sie diese wieder verlassen. Ideal für Wildtierbeobachtungen ist übrigens auch trübes und regnerisches Wetter, weil dann die Tiere bisweilen auf den offenen Flächen bleiben und sich nicht in ihre Tageseinstände zurückziehen.

Die beste Jahreszeit für Wildtierbeobachtungen sind Frühling und Herbst, wenn sich Gämsen und Steinböcke in den tieferen Lagen aufhalten und leichter zu entdecken sind. Im Hochsommer ziehen sie sich meist in die höchsten und felsigsten Regionen zurück.

Rehe

Rehe

waren im 19. Jahrhundert in der Schweiz fast ausgerottet. Geringerer Jagddruck und bessere Schutzbestimmungen führten ab 1930 zur Erholung der Bestände. Heute leben in der Schweiz wieder mehr als 110.000 Tiere. 40.000 Rehe werden pro Jahr durch Jäger erlegt. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

Ein Jahr im Leben alpiner Säugetiere

Von Lorenz Herr Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.

Januar und Februar
Das Jahr beginnt fulminant mit der Brunft der Steinböcke. Die kapitalen Böcke geben vorübergehend ihr einzelgängerisches Leben auf und sind nun bei den Geißrudeln zu finden.
Ein Teil der Gämsen kehrt im Winter dem Hochgebirge den Rücken und weicht in tiefere Lagen aus. Auf offenen Weideflächen in den Tälern ist die Schneedecke dünner und sie gelangen einfacher an Nahrung.

März und April
Das erste Grün in den Tieflagen lockt Steinbock, Gämse und Rothirsch in den talgrund. Ausgezehrt nach einem langen Winter lassen sie sich hier besonders leicht beobachten. Wir sollten aber ihre geringe Scheu nicht ausnutzen und uns in dieser Jahreszeit ihnen gegenüber besonders rücksichtsvoll verhalten.
Im April beenden die Murmeltiere ihren Winterschlaf und erscheinen meist bei noch vollständig geschlossener Schneedecke erstmals außerhalb ihres Baus.

Mai und Juni
Fuchsmütter haben hungrige Junge an ihrem Bau. Dies zwingt sie, auch am Tag Nahrung zu suchen. So sieht man nun Füchse viel öfter als sonst.
Gämse und Steinbock wandern mit der Schneeschmelze und den sprießenden Krautpflanzen langsam wieder in höhere Lagen. Bei Reh, Gämse, Steinbock und Rothirsch kommen die Jungen auf die Welt. Mit etwas Glück kann man die jungen Kitze beobachten.
Im Juni erkunden die jungen Hermeline erstmals die Umgebung des Baus. Ihre Mutter ist nun besonders oft auf der Jagd, um dem hungrigen Nachwuchs genügend Nahrung zu bringen.

Juli und August
Anfang Juli erscheinen Murmeltierjunge erstmals vor ihrem Bau. Es ist sehr kurzweilig, den niedlichen Fellknäueln beim Spielen und Balgen zuzusehen.
Die Hauptbrunft der Rehe fällt in den Hochsommer. Sie verhalten sich nun auffälliger, an geeigneten Orten kann man die Rehe abends oder morgens bei der Brunft beobachten.
Sonst ist der Hochsommer für Wildtierbeobachtungen wenig ergiebig. Gämsen und Steinböcke halten sich in den höchsten Lagen auf, legen tagsüber lange Ruhepausen ein und verstecken sich vor der Sommerhitze in schattigen Regionen.

September und Oktober
Im Herbst liefert die Brunft der Rothirsche ein beeindruckendes Spektakel. Röhrende Hirsche, Brunftkämpfe oder das Buhlen der Stiere um die Weibchen sind ein kaum übertroffenes Naturschauspiel.
Die Eichhörnchen sammeln Vorrat für den Winter und sind nun besonders aktiv.
Erwachsene Murmeltiere sind rundum fett und verhalten sich träge, wogegen die diesjährigen Jungtiere aktiver sind und sich noch so viel Gewicht wie möglich anfressen. Mit dem Eintrag von Gras in ihren Bau bereiten sich die Tiere auf den kommenden Winterschlaf vor.

November und Dezember
Das Wildtierjahr schließt mit der Brunft der Gämsen mit einem weiteren Höhepunkt ab. Obschon ein langer Winter bevorsteht, wenden die älteren Gämsböcke viel Energie für das Dominieren von Geißrudeln auf.
Hermeline tragen ihr weißes Winterkleid. Auch im hohen Schnee sind sie flink auf der Jagd.
Rothirsche haben ihre Wintereinstandsgebiete in tieferen Lagen erreicht und können bisweilen auf Weinden im Talgrund beobachtet werden. Hirschstiere müssen sich eiligst wieder die Fettreserven anfressen, die sie während der Brunft verloren haben.

Als Anpassungskünstler besiedeln Füchse

Als Anpassungskünstler besiedeln Füchse

alle Lebensräume und sind in der Schweiz bis über die Waldgrenze im alpinen Gebiet zu finden - nur die höchsten Gipfel und Gletschergebiete meiden sie. Längst haben Füchse auch die Städte wie Zürich, Bern, Basel und Genf erobert, wo sie vor den Jägerflinten sicher sind, in Parks und Gärten Lebensraum und reichlich Nahrung finden. · Bild: Lorenz Heer · Aus: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co., Haupt, 2015

50 Wandervorschläge für Wildtierbeobachtungen

Wenn auch Sie Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere & Co. in freier Natur erleben möchten, ist das Buch Buch Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co. genau das richtige für Sie. Lorenz Heer hat 50 Wandervorschläge in den Schweizer Alpen vom Bergwald bis hoch in die alpine Stufe zusammengestellt, bei denen Begegnungen mit Wildtieren wahrscheinlich sind. Mit vielen Fotos und Informationen zu Tieren und Landschaft sowie Tipps für einen respektvollen Umgang mit der Natur (schließlich wollen wir die Tiere bei unseren Beobachtungen nicht stören oder gar vertreiben) bietet der großformatige Bildband Inspiration und Grundlage für eigene Entdeckungsreisen zu den Wildtieren der Schweiz.

Ausgerüstet mit diesem guten Hintergrundwissen kann es dann eigentlich schon losgehen: Ein Buch für alle, die das Wandervergnügen mit Tierbeobachtungen kombinieren wollen.

Buchtipp:

Ein ideales Geschenk für Naturfreunde: Großformatiger Bildband, hochwertig ausgestattet, mit zahlreichen Fotos, ausführlichen Porträts alpiner Tierarten, 50 Wandertipps und Kartenskizzen.

Lorenz Heer: Wanderungen zu Murmeltier, Steinbock & Co.
Die besten Gebiete für Tierbeobachtungen in der Schweiz
208 Seiten, 260 Farbfotos, 36 Karten
gebunden, 23,5 x 26 cm, 1088 g
Haupt Verlag 2015, ISBN 978-3-258-07882-3
Preis: 58 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

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Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter