Wie Tiere sprechen - und wir sie besser verstehen

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Können wir uns mit Tieren auf Augenhöhe verständigen und ihre Sprache verstehen? Bestsellerautor und Verhaltensforscher Dr. Karsten Brensing geht dieser Frage in seinem Sachbuch »Wie Tiere sprechen - und wie wir sie besser verstehen« nach. Und er knüpft an den Erfolg seines ersten Sachbuchs für junge Leser mit dem Titel »Wie Tiere denken und fühlen« an, das als »Wissensbuch des Jahres« und mit dem »Umweltpreis der Kinder- und Jugendliteratur« ausgezeichnet wurde.

»Kannst du dir vorstellen, dass Meisen Grammatikregeln kennen, dass viele Tiere ein echtes Vokabular haben und manche Wale sich über mehr als tausend Kilometer weit unterhalten können?«, fragt Dr. Karsten Brensing. »Glaubst du mir, dass einige Affenarten sogar Redewendungen verwenden und Tiere höflich sein können? Einige Arten haben auch ein Verständnis für einfache Dreiwortsätze und es gibt einen Graupapagei, der sich mit einer Forscherin unterhalten hat.«

Der Biologe und Verhaltensforscher entführt Kinder und Erwachsene erneut in die Welt der Tiere und berichtet von überraschenden Erkenntnissen der aktuellen Verhaltensbiologie. Er erklärt anschaulich, wie Sprache entsteht und wie Tiere untereinander kommunizieren. Dabei erfahren seine Leser anhand vieler Beispiele, dass Tiere ganz ähnlich sprechen wie Menschen. »Doch Achtung, dieses Buch vermittelt keine Erziehungstricks für Tiere«, so der Verhaltensforscher. Dazu gebe es für jede Tierart viele Ratgeberbücher. Mit seinem neuen Sachbuch möchte er vielmehr ein besseres Verständnis zwischen Menschen und Tieren ermöglichen.

In kurzen Kapiteln mit vielen Fotos, Infokästen und humorvollen Illustrationen von Nicolai Renger beschreibt der Autor die Verhaltensbiologie der Tiere. Anhand einfacher Experimente und Versuche können Kinder selbst aktiv werden und so die Informationen noch intensiver nachvollziehen.

Können Tiere und Menschen einander verstehen?

»Die überraschende und doch so einfache Antwort lautet: Ja, wir können Tiere verstehen und Tiere können uns verstehen«, erklärt Dr. Karsten Brensing. »Bis vor kurzem glaubte man, dass jede Tierart ihre eigene Kommunikationsform entwickelt hat und somit eine Verständigung zwischen unterschiedlichen Arten kaum möglich ist. Doch neueste Ergebnisse der Verhaltensforschung zeigten, dass Tiere und Menschen einander viel besser verstehen können, als von der Wissenschaft bisher angenommen wurde.«

Wir Menschen teilen mit anderen Menschenaffenarten

Wir Menschen teilen mit anderen Menschenaffenarten

mindestens 24 Gesten, die genetisch verlanlagt sind und über die wir uns verständigen können. · Bild: GUDKOV ANDREY - Shutterstock.com

Kommunikation über Gesten

Jeder kennt, wie wir uns mit anderen Menschen, die nicht unsere Sprache sprechen, mit Händen und anderen Gesten verständigen können. Über Gesten kommunizieren nicht nur wir, sondern auch viele Tiere. So teilen wir Menschen zum Beispiel mit anderen Menschenaffenarten, also Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans mindestens 24 Gesten, die genetisch veranlagt sind - und dies zeigt auch, wie nah wir mit den anderen Menschenaffenarten verwandt sind.

Pointing: Die Geste des Zeigens

»Du weißt ja bereits, dass wir einige Gesten mit den anderen Menschenaffenarten teilen«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Ich möchte dir jetzt von einer Geste berichten, die etwas ganz Besonderes ist. Bis vor kurzem glaubte man sogar, dass nur wir Menschen diese Geste anwenden und verstehen. Es geht um die Geste des Zeigens, auch Pointing genannt.«

Was ist darunter zu verstehen? Wenn ich zum Beispiel den Arm hebe, und auf einen Vogel hoch oben im Baum weise, erkennt mein Gegenüber nicht nur, dass ich den Arm hebe, sondern es folgt der Geste und erkennt, dass meine Gedanken auf den Vogel gerichtet sind.

Der Verhaltensforscher erklärt, dass Philosophen beim Pointing von einer gemeinsam geteilten Welt sprechen, in der die Beteiligten wissen, dass der andere weiß, was man gerade meint - zum Beispiel den Vogel auf dem Baum. »Heute wissen wir, dass viele Tiere wie Menschenaffenarten, aber auch andere Affenarten sowie Hunde, Delfine und Pferde Pointing anwenden und verstehen können.«

Verhaltensforscher haben nachgewiesen:

Verhaltensforscher haben nachgewiesen:

Hunde entschuldigen sich höflich, wenn sie aus Versehen zu grob waren, wenn sie sich zum Beispiel zu doll gebalgt haben. Sie entschuldigen sich nicht nur bei anderen Hunden, sondern auch bei ihren Menschen. »Bei uns Menschen würde man so etwas Höflichkeit nennen«, schreibt der Biologe Dr. Karsten Brensing. · Illustrationen: Nikolai Renger © 2020 Loewe Verlag GmbH, Bindlach

Bewusst oder unbewusst: Der Körper redet mit!

Und dann gibt es ja noch die Körpersprache, die nonverbale Kommunikation, die wir unbewusst als Signale unseres Gegenübers wahrnehmen und deuten. »Nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch die Stimme und die Körperhaltung werden von dir unbewusst registriert«, schreibt Dr. Karsten Brensing. »Bestimmt hast du schon einmal das Gefühl gehabt, dass jemand nicht die Wahrheit sagt. Vielleicht hat dabei seine Stimme ein bisschen gezittert oder war verkrampft. Vielleicht ist der Sprecher auch deinen Blicken immer wieder ausgewichen. Beides sind nonverbale Ausdrucksformen, die wir sehr gut deuten können. Und daher ist es gar nicht so einfach, überzeugend zu lügen.«

Diese Form der Kommunikation ist uralt und bereits vor Erfindung der Sprache entstanden, erklärt der Verhaltensforscher. »So ist es nur natürlich, dass unzählige Tierarten nonverbale Kommunikation nutzen.« Nonverbale Kommunikation, also Kommunikation ohne Wörter, ist aber nicht nur Körpersprache: Es gibt auch Kommunikation über Rufe (akustisch), durch Berührungen (taktil), elektrische und chemische Kommunikation.

Fische zum Beispiel sind alles andere als stumm: Sie kommunizieren akustisch, meist benutzen sie dazu ihre Schwimmblase. Im Gehirn ist dabei der gleiche Bereich aktiv wie bei uns und anderen Säugetieren, Vögeln oder Reptilien.

Vokabeln - Laute mit Bedeutung

»Genau genommen haben Tiere keine Vokabeln, denn als Vokabeln bezeichnet man Wörter in einer Fremdsprache«, erklärt Dr. Karsten Brensing. »Doch wenn wir darüber reden, dass Tiere unterschiedliche Laute und Rufe für etwas Bestimmtes verwenden, dann ist es irgendwie so, als wollten wir diese Rufe übersetzen.«

Es gibt eine ganze Reihe von Tierarten, die unterschiedliche Laute und Rufe für etwas Bestimmtes verwenden, also ein kleines Vokabular besitzen. Nun können Vögel nur singen, Hunde nur bellen und Katzen nur miauen. Und doch können diese Laute einen ganz unterschiedlichen Klang und damit eine andere Bedeutung haben. Der Eichelhäher warnt beispielsweise im Wald mit seinen Rufen andere Tiere vor Gefahren, zum Beispiel, wenn ein Jäger kommt. Wissenschaftler haben beim sibirischen Verwandten unseres Eichelhähers nachgewiesen, dass er mindestens 14 verschiedene Rufe kennt und zwischen Raubvögeln wie Eulen und Falken unterscheidet. Erdmännchen haben Rufe für Feinde aus der Luft oder Feinde am Boden, sie können verschiedene Feinde beschreiben und können sogar sagen, wie weit diese entfernt sind. Bei Erdmännchen sind diese Rufe inzwischen wissenschaftlich gut untersucht, bei vielen anderen Tieren dagegen noch nicht. Und das heißt natürlich nicht, dass andere Tiere nicht unterschiedliche Laute für unterschiedliche Bedeutungen hätten. Dr. Karsten Brensing hat dazu ein persönliches Beispiel: »Am Bellen meines Hundes Darwin kann ich sehr genau hören, wer mich gerade besucht. Ist es ein Fremder, der Postbote oder ein Freund?«

Selbst Tiere, die für unsere Ohren scheinbar immer das Gleiche rufen, kommunizieren über ihre Rufe. Denn Computeranalysen haben nachgewiesen, dass die für uns gleich klingenden Rufe in Wirklichkeit ein bisschen anders waren.

Mäuseforscher

Mäuseforscher

aus dem schleswig-holsteinischen Plön haben über Dialekt bei Mäusen gefroscht: »Die Tiere sprechen nicht nur Dialekt, sondern haben auch ein kleines Vokabular und können sich somit richtig unterhalten.« · Illustrationen: Nikolai Renger © 2020 Loewe Verlag GmbH, Bindlach

Dialekt - Code einer Gemeinschaft

Manche Tierarten haben nicht nur ein Vokabular, sondern sogar unterschiedliche Dialekte, mit denen sich verschiedene Gruppen dieser Tiere einander zugehörig fühlen. So haben Orcas, die in großen Gruppen - Schulen genannt - zusammenleben, für ihre jeweilige Gruppe eigene Dialekte entwickelt. Sie teilen alle ein gemeinsames Vokabular, aber ihre Aussprache ist je nach Gruppe anders. Auch Fledermäuse, die sich oft mit tausenden Artgenossen eine Höhle teilen, entwickeln eigene Dialekte, um ihre soziale Gruppe zu erkennen, mit der sie zusammenleben und ihren Schlafplatz teilen. Der Dialekt hilft, Tiere der eigenen Gemeinschaft zu erkennen, was besonders praktisch ist für Zugvögel, die sich in den Winter- und Sommerlagern wiedertreffen wollen.

Forscher, die mit Tieren sprechen

Es gibt Verhaltensforscher, die ganz eng mit Tieren zusammengelebt und sich mit ihnen verständigt haben, wie die Papageienforscherin Irene Pepperberg. Ihr berühmter Graupapagei Alex hatte einen aktiven Wortschatz von insgesamt 200 Wörtern, die er äußern konnte, und einen Wortschatz von ungefähr 500 Wörtern, die er verstehen konnte. »Alex war auch dazu in der Lage, aus einer Unterhaltung heraus Neues zu lernen«, berichtet Dr. Karsten Brensing. »So fragte er beispielsweise, was Irene jetzt tue. Woraufhin sie entgegnete: "Ich gehe jetzt weg, um mir etwas zu essen zu holen." Alex merkte sich diesen Satz und immer, wenn er später keine Lust mehr auf ein Experiment hatte, sagte er: "Ich gehe jetzt weg." Ganz schön höflich, oder?«

Das Forscherpaar Allen und Beatrix Gardner adoptierte eine Schimpansin mit Namen Washoe und brachte ihr die Gebärdensprache bei. Washoe hat beispielsweise einen Schwan selbstständig mit den Gesten Wasser und Vogel bezeichnet. »Eine durchaus beeindruckende Leistung und ein Zeichen dafür, dass sie bestimmte Grundsätze der Sprache verstanden hat«, erklärt Dr. Karsten Brensing.

Die Forscherin Sue Savage-Rumbach brachte ihrem Bonobo-Affen Kanzi eine Kommunikation mit abstrakten Symbolen, bestehend aus Bildern auf großen Karten, den so genannten Lexigrammtafeln, bei. »Kanzi war mit diesen Tafeln in der Lage, kleine Gespräche zu führen und verblüffte über die Jahre viele Journalisten mit seinem fast 400 Symbole umfassenden Vokabular«, erfahren wir weiter.

Der Meeresbiologe Louis Hermann forschte auf Hawaii über die Kommunikation von Delfinen. Er fand heraus, dass Delfine über eine spezielle Gebärdensprache nicht nur Wörter verstehen konnten, sondern auch unterschiedliche Bedeutungen, je nach Satzbau. So konnten die Delfine den Unterschied erkennen zwischen »Hole den Ring von John und gib ihn Susan« und »Hole den Ring von Susan und gib ihn John«. Oder sie konnten einen so komplizierten Satz wie »Lege den roten Ball in den Korb in der linken Ecke und schwimme danach zum Unterwasserlautsprecher« verstehen.

Doch Dr. Karsten Brensing macht darauf aufmerksam, dass all diese Versuche einen großen Nachteil hatten: Die Lebensbedingungen für die Tiere in Gefangenschaft waren oft so schlecht, dass sie oft nur halb so alt geworden sind wie ihre in Freiheit lebenden Artgenossen. So wurde der Schimpanse Nim, der jahrelang ohne andere Schimpansen leben musste, immer aggressiver und wurde - als er für die Versuche nicht mehr geeignet war - von Labor zu Labor weitergereicht.

»Dennoch hat uns diese Forschung viel über die Fähigkeiten von Tieren verraten«, so der Verhaltensforscher. Längst ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Delfine, Menschenaffen und Papageien in der Lage sind, einfache Sätze zu verstehen und teilweise sogar zu bilden. Und jemand, der gesprochene Sprache versteht, muss auch ein Sprachverständnis haben, auch wenn er selbst nicht mit Worten sprechen kann.

Meisen sprechen in Sätzen:

Meisen sprechen in Sätzen:

Meisen sprechen in Sätzen: In ihren Liedern gibt es unterschiedliche Aufforderungen. · Tomas Florian - Shutterstock.com

So bedeutet die Abfolge der Laute ABC: »Gib acht!«

So bedeutet die Abfolge der Laute ABC: »Gib acht!«

Die Lautfolge D bedeutet: »Komm her!« Die Meisen kombinieren gerne ABC mit D und meinen damit: »Gib acht und komm her!« · Illustrationen: Nikolai Renger © 2020 Loewe Verlag GmbH, Bindlach

Wortschatz und Grammatik

»Wir Menschen haben irgendwann begonnen, Geräusche miteinander zu kombinieren. Aus den beiden Geräuschen "ro" und "sen" wurde zum Beispiel das Wort "Rosen". Die Kombination von verschiedenen Lauten hat zwei wahnsinnig wichtige Vorteile«, erklärt Dr. Karsten Brensing. Denn damit könne ein praktisch beliebig großer Wortschatz aufgebaut werden. Die Frage ist nur: Gibt es auch Tiere, die auf die geniale Idee gekommen sind, Laute zu kombinieren? Noch vor Kurzem hätte ich Nein sagen müssen, denn man glaubte, dass so etwas nur bei der menschlichen Sprache entstanden ist. Heute ist jedoch wissenschaftlich nachgewiesen, dass der australische Rotscheitel-Säbler auch einzelne Laute zu neuen Einheiten kombiniert.

Sogar die Anwendung einer Grammatik wurde inzwischen bei wild lebenden Tieren nachgewiesen: und zwar bei Meisen und dem im Süden Afrikas lebenden Elsterdrossling. Dr. Karsten Brensing erklärt, dass diese Vögel bestimmte Laute so zusammensetzen, wie wir es bei Wörtern machen: Sie folgen einer Grammatik - nur wenn man diesen Regeln folgt, ergeben bestimmte Laute einen Sinn. In einem Playback-Experiment wurden japanischen Meisen bestimmte Rufe aus einem Lautsprecher vorgespielt. Die Kombination der Rufe A, B, und C bedeutet "Gib acht". Ruf D bedeutet: "Komm her". Werden die Rufe in der Kombination A, B, C und D abgegeben, fordern die Vögel einander auf, ein Raubtier auszutricksen: Hat ein Vogel einen Feind entdeckt und will sein Nest nicht verlassen, ruft er mit dieser Kombination um Hilfe. Der Gerufene fliegt dann in Richtung Nest und versucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken - und das Raubtier springt der vermeintlich leichten Beute meist vergeblich hinterher. Wurde aber die Kombination D und ABC vorgespielt, reagierten die Vögel nicht - weil sie für sie keinen Sinn ergibt. Mit anderen Worten: Die Reihenfolge bzw. der Satzbau war entscheidend. Manchmal reicht eine so einfache Beobachtung, um zu beweisen, dass auch Tiere in Sätzen sprechen.

»Tiere denken und fühlen ähnlich wie wir«

Früher trennte man zwischen vernunftbegabten Menschen und dem instinktgesteuerten Tier, schreibt Dr. Karsten Brensing.» Doch obwohl wir so viel über den Instinkt bei Menschen und Tieren reden, gibt es ihn nicht.« Wissenschaftler hätten den Instinkt jahrzehntelang gesucht, aber nicht gefunden.

»Heute wissen wir, dass Tiere auf genau die gleiche Art und Weise gesteuert werden wie wir Menschen, nämlich durch Denken und Fühlen«, erklärt der Verhaltensforscher. »Vermutlich empfinden sich viele Tiere ganz ähnlich wie wir uns.« Aber natürlich müsse man ganz genau unterscheiden, welches Tier welche Fähigkeiten hat: »Viele Tierarten können beispielsweise logisch denken. Daher wäre es völlig unlogisch zu denken, dass ihr logisches Denken anders wäre als unser logisches Denken. In diesem Fall können wir davon ausgehen, dass es sich für das Tier genauso 'anfühlt' wie für uns.«

Die Fähigkeit vom Denken über das Denken, Metakognition genannt, haben nicht alle Tierarten. Affen und Delfine verfügen über Metakognition - doch auch Ratten, Tauben und Bienen können über sich selbst nachdenken. Dr. Karsten Brensing verweist darauf, dass wir Menschen meist gar nicht über unser Denken nachdenken und so handeln, wie unser Denken und Fühlen vorgibt. »In diesen Momenten empfinden wir vermutlich wieder genau so wie die meisten Tiere.«

Verständigung kann auch an Grenzen stoßen:

Verständigung kann auch an Grenzen stoßen:

Bei Hunden bedeutet das Wedeln mit dem Schwanz Freude, bei Katzen aber Aufregung oder vielleicht sogar Aggression. · Illustrationen: Nikolai Renger © 2020 Loewe Verlag GmbH, Bindlach

Mit Tieren sprechen

Die moderne Verhaltensforschung findet seit einiger Zeit Hinweise darauf, dass die Kommunikation von Tieren viel komplexer sein könnte als bisher angenommen. So stellten Forscher bei Springaffen beispielsweise fest, dass sie zwar nur zwei verschiedene Laute zur Verfügung haben. Genaue Computeranalysen zeigten jedoch, dass diese beiden Rufe in unterschiedlichen Zusammenhängen tatsächlich ein ganz bisschen unterschiedlich klangen - auch wenn es für uns Menschen absolut nicht wahrzunehmen ist.

Das Wichtigste bei einer Verständigung ist immer der Dialog - und der ist abhängig von der Situation, in der er stattfindet, also vom Kontext. Dr. Karsten Brensing hat dazu folgenden Tipp in der Verständigung mit einem Tier: »Achtet genau auf die Situation, in der sich das Tier befindet. Es könnte ganz unterschiedliche Dinge meinen, auch wenn es für dich genauso klingt wie immer.«

Um sich in Tiere hineinzudenken und mit ihnen zu kommunizieren, hilft es, wenn wir uns von sprachlichen Gedanken lösen und in Bildern denken - und uns auf kleinste Details, die wir sehen und hören, konzentrieren, uns auf ein Kerngefühl konzentrieren, erklärt der Verhaltensforscher. Dies hat Mary Temple Grandin, Dozentin für Nutztierforschung an der Colorado State University, beschrieben - und da sie selbst mit dem Asberger-Syndrom zur Welt gekommen ist, verfügt sie über eine besondere Gabe, sich auf diese Art und Weise in Tiere hineinzudenken.

Natürlich gibt es Grenzen des gegenseitigen Verständnisses - nicht nur zwischen Mensch und Tier, sondern auch zwischen Mensch und Mensch. Dr. Karsten Brensing verweist auf den berühmten Sprachforscher Ludwig Wittgenstein, der einmal gesagt hatte: »Wenn ein Löwe sprechen könnte, wir könnten ihn nicht verstehen. - Warum nicht? Weil wir die Lebensform, in die sein Sprechen eingebettet wäre, nicht teilen. Um sich wirklich gegenseitig richtig zu verstehen, muss man nicht nur die gleiche Sprache sprechen, sondern auch die Kultur teilen.«

»Manchmal geht es mir auch so mit international renommierten Politikern wie Putin und Trump«, schreibt der Verhaltensforscher. »Sie können mir in absolut verständlicher Sprache ihre Gründe erläutern, aber ich verstehe ihr Handeln einfach nicht. Wie viel schwerer muss es dann sein, Tiere zu verstehen? Wir dürfen daher nicht enttäuscht sein, wenn wir mit unserem Verständnis nur ein bisschen an der Oberfläche kratzen.«

Die Macht der Sprache: Unser altes Tierbild war schon praktisch für uns

Dr. Karsten Brensing schreibt am Ende seines Buches etwas sehr Nachdenkenswertes über die Macht der Sprache:

»Was denkst du über die folgenden Beispiele: Wir Menschen haben eine Bevölkerung, Tiere haben eine Population. Wir Menschen bewohnen ein Gebiet, Tiere kommen in einem Gebiet vor. Wir Menschen essen, Tiere fressen. Wir Menschen haben eine Kultur, alles andere ist Natur. Wir Menschen haben ein Familienleben und Tiere betreiben Brutpflege. Wir Menschen gebären unsere Babys, Tiere werfen Frischlinge oder Kälber. Das weidwund geschossene Reh blutet nicht, es schweißt, und der Bluthund heißt Schweißhund. Schlachtvieh kann man töten. (...)

Sprache macht etwas mit uns: Sie hat die Macht, unser Handeln zu beeinflussen. Wenn wir jemanden mit einer Bemerkung abwerten, fällt es uns danach leichter, ihn schlecht zu behandeln. Im Umgang mit Tieren ist es genauso. Viele Menschen finden es völlig in Ordnung, Nutztiere auszunutzen, denn es sind ja "nur" Nutztiere. Wozu sind sie sonst da?

Selbst rational denkende Forscher können sich von diesem Selbstbetrug nicht befreien. Sie sprechen beispielsweise nicht von ihrem Versuchstier, der Maus, sondern von dem Mausmodell, und meinen damit, dass es ja keine lebendige Maus ist, die sie untersuchen, sondern nur ein Modell, das stellvertretend für uns Menschen genutzt wird.

Die Psychologie nennt solche Beispiele Opferabwertung.

Für Tiere ist es lebenswichtig, wie wir über sie denken und reden. Unsere aktuelle Gesetzgebung und auch die ergänzenden wissenschaftlichen Gutachten basieren auf einem überholten behavioristischen Weltbild. Wir müssen dringend unsere Sprache und unsere Gesetzgebung ändern!«

Dr. Karsten Brensing sorgte 2017 für Aufsehen mit seinem Sachbuch »Das Mysterium der Tiere«, das wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Nach dem großen Erfolg seines ersten Sachbuchs für Kinder »Wie Tiere denken und fühlen« hat der stolze Vater der siebenjährigen Zwillingsjungen Vitus und Veverin, denen er sein Buch gewidmet hat, jetzt sein zweites Sachbuch für Kinder veröffentlicht.

Als Meeresbiologe und Verhaltensforscher erforschte Dr. Karsten Brensing die Delfintherapie in Florida und Israel und musste aus seinen eigenen Daten erfahren, dass Delfine gar nicht gerne mit uns Menschen kuscheln und auch nicht gerne in Schwimmbecken leben. So wurde er vom Delfinforscher zum Delfinschützer: als wissenschaftlicher Leiter des Deutschlandbüros der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. Seit 2015 arbeitet Dr. Karsten Brensing selbstständig und hat mehr Zeit zum Schreiben.

Bücher von Karsten Brensing:
· Wie Tiere denken und fühlen. Loewe-Verlag, 2019
· Die Sprache der Tiere. Wie wir einander besser verstehen. Aufbau Verlag, 2o18
· Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen. Aufbau-Verlag, 2017
Persönlichkeitsrechte für Tiere - Die nächste Stufe der moralischen Evolution. Herder Taschenbuch, 2015
Brehms Tierleben: Die Gefühle der Tiere. Brehms Originaltexte über heimische Wildtiere mit Einführungskapitel von Dr. Karsten Brensing. Duden-Verlag, 2018

Internetseite & Kontakt:
karsten-brensing.de
www.iri.world
e-mail: info@karsten-brensing.de

Karsten Brensing:
Wie Tiere sprechen - und wie wir sie besser verstehen
Sachbuch für Tierfreunde ab 9 Jahren
Durchgehend farbig illustriert von Nikolai Renger
Hardcover Großformat, 192 Seiten
Loewe-Verlag, 2020 , ISBN 978-3-7432-0547-5
Preis: 16,95 Euro (D) 17,50 Euro (A)

100 Ausgaben FREIHEIT FÜR TIERE von 2002-2026

FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich? · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben. · Wegen Lagerräumung jetzt kostenlos gegen Übernahme der Portokosten und gerne eine Spende zur Deckung der Kosten.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter