Studie: Hunde verstehen jedes einzelne Wort

13 Familienhunde im Kernspin:

13 Familienhunde im Kernspin:

Forschungen von Ethologen der Eötvös Loránd Universität in Budapest zeigen, dass Hunde Sprache mit den gleichen Hirnregionen wie Menschen wahrnehmen. · Bildr: Enikö Kubiny

Hunde haben die Fähigkeit, einzelne Wörter voneinander zu unterscheiden und zwar unabhängig von der Betonung. Die Intonation, die Satzmelodie, nehmen sie bewusst und unabhängig von den Wörtern wahr. Untersuchungen in einem Magnetresonanztomographen (auch als Kernspintomographie bezeichnet) zeigen, dass Hunde Sprache mit den gleichen Hirnregionen wie Menschen wahrnehmen. Das bedeutet: Sie lernen sie auch genauso wie wir. Diese erstaunlichen Forschungsergebnisse von Dr. Attila Andics und seinem Team von der Eötvös Loránd Universität in Budapest wurden im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht.

Jeder, der mit Hunden zusammen lebt, weiß, dass die Vierbeiner uns verstehen und zwar sowohl Worte wie auch unsere Stimmlage. Selbst unsere Mimik wissen sie zu deuten. Und es scheint, als könnten sie sogar Gedanken lesen: So nimmt der Hund beispielsweise unseren Gedanken, dass wir heute zum Tierarzt müssen, auf und verändert sein Verhalten er verkriecht sich vielleicht. Und wenn Herrchen oder Frauchen nach Hause kommen, hört der Hund schon Minuten vorher auf zu schlafen und schaut freudig unruhig zur Tür und zwar unabhängig davon, zu welcher Zeit wir nach Hause kommen.

Verstehen Hunde was wir sagen

oder wie wir es sagen?

Doch das ist natürlich keine Wissenschaft, sondern Beobachtung und Erfahrung möglicherweise auch Einbildung - von Hundefreunden. Forscher wollten es jetzt genauer wissen. Wir lieben es, zu Hunden zu sprechen. Doch was verstehen sie davon? Verstehen sie, was wir sagen oder wie wir es sagen? , fragt Dr. Attila Andics von der Comparative Ethology Research Group der Universität Budapest.

Die Betonung arbeitet bei vielen Arten ähnlich , erklärt der Neuroscientist. Zum Beispiel wird Begeisterung mit einer höheren Stimmlage ausgedrückt. Aber Menschen haben außerdem Worte. Dies eröffne Menschen eine ganz andere Welt der Kommunikation. Ist es eine ausschließlich menschliche Gehirnleistung, Worte zu gebrauchen? Oder können Hunde auch den Sinn von dem entnehmen, was wir sagen?

Hund in Kernspin

Hund in Kernspin

Bild: Viljar und Vanda Molnár

»Mit Hilfe der funktionellen

»Mit Hilfe der funktionellen

Magnetresonanztomographie untersuchten wir, ob und wie Gehirne von Hunden entmischen und lexikalische und Intonationsinformationen integrieren«; berichten die Forscher. · Bild: Enikö Kubiny

Hunde im Kernspin:

Wie verarbeiten ihre Gehirne Sprache?

Wie funktioniert beim Menschen die Sprachverarbeitung? Wir Menschen können separat die Vokabeln und die Intonation analysieren, um zu einer einheitlichen Darstellung des kommunikativen Inhalts zu gelangen. Doch wie ist das bei Hunden?

Die Wissenschaftler um Dr. Attila Andics hatten bereits vor zwei Jahren in einer Aufsehen erregenden Studie nachweisen können, dass Menschen und Hunde Geräusche im Gehirn ähnlich verarbeiten. Nun gingen die Ethologen einen Schritt weiter: Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie untersuchten wir, ob und wie Gehirne von Hunden entmischen und lexikalische und Intonationsinformationen integrieren , schreiben die Forscher im renommierten Wissenschaftsmagazin Science.

Die Forscher brachten zunächst 13 Familienhunden bei, sieben Minuten in einen Magnetresonanztomographen (Kernspin) still zu liegen. Dort spielten sie den Hunden Aufnahmen der Stimmen ihrer Trainer vor - in unterschiedlichen Variationen: mit verschiedenen Vokabeln und Betonungen, in neutraler und in lobender Stimmlage. Die Forscher analysierten die Hirnaktivität bei jeder einzelnen Kombination Gleichzeitig wurden von den Hunden im Kernspintomographen mit einer Kamera Filmaufnahmen gemacht.

Die Forscher stellten fest: Das Belohnungszentrum im Gehirn des Hundes wird nur aktiviert, wenn die Bedeutung eines Wortes mit der Sprachmelodie übereinstimmte, also das Lob des Trainers auch tatsächlich wie ein Lob klang. Dies war dann nicht nur an der Aktivität des Gehirns zu erkennen, sondern auch deutlich an der Reaktion des Hundes, die mit der Kamera aufgezeichnet wurden: Der Hund wedelte mit dem Schwanz.

Was wir herausfanden, war wirklich überraschend , erklärt der Neuroscientist Dr. Andics. Hunde kümmern sich um beides: Worte und Betonung.

Die Aufzeichnungen mit dem Kernspintomografen

Die Aufzeichnungen mit dem Kernspintomografen

zeigen: Hunde verarbeiten – genauso wie Menschen – sinnvolle Wörter, unabhängig von der Betonung, in der linken Gehirnhälfte. Eine rechte auditorische Hirnregion analysiert die Bedeutung der Intonation. · Bildr: Enikö Kubiny

»Hundegehirne können – genauso wie unsere Gehirne

»Hundegehirne können – genauso wie unsere Gehirne

– unterscheiden und gleichzeitig kombinieren, was wir sagen und wie wir es sagen«, fasst Studienleiter Dr. Attila Andics die Forschungsergebnisse zusammen. · · Bildr: Enikö Kubiny

Hunde verbinden nicht nur den Klang der Stimme,

sondern auch die Worte mit Bedeutung

Die Aufzeichnungen mit dem Kernspintomografen zeigen: Hunde verarbeiten genauso wie wir Menschen sinnvolle Wörter, unabhängig von der Betonung, in der linken Gehirnhälfte. Eine rechte auditorische Hirnregion analysiert die Bedeutung der Intonation, unterscheidet also betonte und unbetonte Worte. Um dann aber die Bedeutung einer speziellen Aussage zu verstehen, fügten die Hunde beide Informationsstränge zusammen.

Hundegehirne können genauso wie unsere Gehirne unterscheiden und gleichzeitig kombinieren, was wir sagen und wie wir es sagen , fasst Dr. Andics die Forschungsergebnisse zusammen. Hunde können also offenbar sowohl Wörter als auch die Betonung zu verstehen. Wörter zu verwenden ist vielleicht eine menschliche Erfindung. Aber wir sehen nun: Die Neuromechanismen, um sie zu verarbeiten, sind nicht allein menschlich.

Das Lernen von Vokabeln scheine keine einzigartige Eigenschaft des Menschen zu sein. Es scheint sich eher um eine ältere Eigenschaft zu handeln, die dazu genützt werden kann, willkürliche Geräuschsequenzen zu Inhalten mit einer Bedeutung zu verbinden , sagt Dr. Attila Andics.

Lesen Siedazu auch: Tiere sind uns näher als gedacht

Quellen:
A. Andics, A. Gábor et al: Neural mechanisms for lexical processing in dogs. In: Science 30 Aug 2016. DOI: 10.1126/science.aaf3777
science.sciencemag.org/content/early/2016/08/26/science.aaf3777
Andics et al.: How dog brains process speech. Science, 2016
www.youtube.com/watch?v=N9QQxa6eLPc

Weiterführende Informationen:

FAMILY DOG PROJECT (mit Link zum pdf des Artikels im Fachmagazin SCIENCE)
https://familydogproject.elte.hu/publications/

Film ansehen:
www.youtube.com/watch?v=N9QQxa6eLPc

"Gib dem Menschen einen Hund

"Gib dem Menschen einen Hund

und seine Seele wird gesund." (Hildegard von Bingen) · Bild: Robert Kneschke - Fotolia.com

Von Julia Brunke

Seit Jahrhunderten versucht der Mensch seine Einzigartigkeit zu begründen, die ihn angeblich von den Tieren grundsätzlich abhebt und die damit auch als Rechtfertigung dient, Tiere für unsere Zwecke einzusperren, zu töten und zu essen. Die besonderen Fähigkeiten, die den Menschen auszeichnen, sind seit jeher die Begründung für die Ungleichbehandlung von Tieren. Nebenbei bemerkt: In früheren Jahrhunderten war genau die Begründung für die Ungleichbehandlung von Sklaven, Menschen anderer Rassen oder die Ungleichbehandlung der Frau.

Lange Zeit galt der Gebrauch von Werkzeug als Alleinstellungsmerkmal des Menschen, das ihn von den Tieren abhebt. Doch dann entdeckten Forscher, dass Galapagos-Finken und neukaledonische Krähen kleine Äste als Werkzeug verwenden, um nach Insekten zu stochern. Schnell wurde die Definition des Alleinstellungsmerkmals geändert: Nicht der Gebrauch von Werkzeug unterscheidet den Menschen von den Tieren, sondern die Werkzeugherstellung. Doch dann entdeckte man, dass Brillenbären Stöcke zurecht brechen, um Früchte vom Baum zu holen und Affen Zweige so bearbeiten, bis sie eine optimale Termitenangel sind. Und dann stellten Forscher sogar noch fest, dass Schimpansen Werkzeuge verwenden, um damit Werkzeuge herzustellen Nichts war es wieder mit der Exklusivität des Menschen.

Lange war Stand der Wissenschaft, nur der Mensch verfüge Ich-Bewusstsein. Heute weiß man, dass auch viele Tiere über Ich-Bewusstsein verfügen: Im Spiegel erkennen sich nicht nur Kinder ab drei Jahren, sondern auch Menschenaffen, also Schimpansen und Orang-Utans. Und längst haben Forscher belegt, dass auch Delfine und Zahnwale, Elefanten und Elstern den Spiegeltest bestehen. 2015 wiesen italienische Wissenschaftler nach, dass auch Hunde ein eigenes Bewusstsein haben und sich selbst als Ich erkennen. Bisher hieß es, Hunde würden sich im Spiegeltest nicht selbst erkennen. Doch eine Schnupper-Variante des Spiegeltests bestehen sie sofort. Und Schweine können räumliche Informationen, die sie über den Spiegel bekommen, verarbeiten.

Die moderne Wissenschaft weist in immer neuen Studien darauf hin, dass viele Tiere logisch denken und kreative Ideen entwickeln, dass sie eine Vorstellung von Raum und Zeit haben, Entscheidungen treffen und fähig sind zu gezielten Problemlösungen, dass sie wie wir Beziehungen und Freundschaften eingehen, dass sie Liebe und Trauer empfinden, ja sogar Fairness, Mitgefühl und moralisches Verhalten zeigen. Und manche Tierarten verfügen offensichtlich über Selbstbewusstsein.

Verhaltensforscher haben in den letzten Jahrzehnten beeindruckend nachgewiesen, dass Tiere über ein reiches Sozialverhalten verfügen und wie wir Beziehungen und Freundschaften eingehen, dass sie Liebe und Trauer empfinden, ja, sogar Fairness, Mitgefühl, Empathie, Altruismus und moralisches Verhalten zeigen, das über Trieb- und Instinktsteuerung weit hinaus geht.

Zuletzt war das Sprachverständnis das Alleinstellungsmerkmal, was uns als ausschließlich menschliche Eigenschaft von den Tieren abhebt. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen: Einige Affen, die bei Menschen aufwuchsen, können sich in Taubstummensprache regelrecht unterhalten. Und jetzt haben die ungarischen Wissenschaftler in einer Aufsehen erregenden Studie nachgewiesen, dass Hunde Sprache im Gehirn genauso verarbeiten wie Menschen.

Da fragt man sich: Was finden Forscher als nächstes heraus? Schweine sind bekanntlich noch intelligenter als Hunde. Sie gehören zu den intelligentesten Säugetieren. In Experimenten stellten sie unter Beweis, dass sie die Bedeutung von Worten wie Namen oder Kommandos schneller lernen als Hunde und sogar Geräte bedienen können. Schweine haben Selbstbewusstsein und können sich wie Menschen, Affen oder Elefanten selbst im Spiegel erkennen. - Mit welchem Recht essen Menschen Schweine?

Literatur:
Auch Hunde haben ein Ich . In: Freiheit für Tiere 2/2016
Die Gefühlswelt der Tiere: Liebe, Empathie und Intelligenz. In: Freiheit für Tiere 1/2015
Sind Tiere Persönlichkeiten? In: Freiheit für Tiere 4/2013
Das Schwein - eines der intelligentesten Tiere. In: Freiheit für Tiere 4/2012
Roberto Cazzolla Gatti: Self-consciousness: beyond the looking-glass and what dogs found there. In: Ethology Ecology & Evolution, 2015.
Immanuel Birmelin: Tierisch intelligent. Von zählenden Katzen und sprechenden Affen. KOSMOS, 2011
Claude Béata: Das Wagnis der Liebe - Was wir von den Tieren lernen können. Riemann-Verlag, 2014
Karsten Brensing: Persönlichkeitsrechte für Tiere. Herder-Verlag, 2013

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter