Tierqual und Kinderarbeit: Leiden für Leder

In Indien sind die Kühe heilig

In Indien sind die Kühe heilig

und dürfen nicht geschlachtet werden. Foto: Mario Savoia - Fotolia.com

Kinderarbeit, Tierleid und hochgiftige Produktion: Die Tierrechtsorganisation PETA und der preisgekrönte Dokumentarfilmer Manfred Karremann schauten für die ZDF-Sendung 37 Grad Gift auf unserer Haut hinter die Kulissen der weltweiten Lederindustrie. Ungeschminkt wurde den Zuschauern die grausame Wahrheit vor Augen geführt: Da werden indische Kühe über viele hundert Kilometer nach Bangladesch getrieben oder transportiert. Dort völlig abgemagert, entkräftet und oft durch Schläge verletzt angekommen, wird ihnen bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschnitten, vielen wird sogar noch lebendig die Haut abgezogen. Kinder müssen knietief in Giftbrühen Kuhhäute gerben, die anschließend als Ledertaschen und Schuhe in alle Welt weiterverkauft werden.

In den letzten drei Jahren hat Bangladesch

In den letzten drei Jahren hat Bangladesch

Lederwaren im Wert von über 1,2 Milliarde Dollar in alle Welt exportiert. Immer mehr Lederhersteller kaufen vorgegerbtes Rohleder in dem Billiglohnland ein. Bis zu zwei Millionen Kühe aus Indien werden über Tausende Kilometer in die Schlachthäuser von Bangladesch transportiert. - Foto: Manfred Karremann für PETA

Ob Schuhe, Jacken, Handtaschen, Autositze: Zur Produktion von Leder werden Kühe, Ziegen und Schweine rund um den Globus getötet. Auf den Etiketten steht Made in Bangladesch oder Made in China . Doch auch Etikettaufschriften wie Made in Italy bedeuten lediglich, dass das Zusammenfügen der Einzelteile zum Schuh in Italien durchgeführt wurde. Die Herkunft des Leders verrät das Label dem Kunden nicht - und schon gar nicht die Produktionsbedingungen beim Lederlieferanten: Brutale Tiertransporte und furchtbare Tiertötungen, erschütternde Arbeitsbedingungen, schockierende Kinderarbeit und schwere Umweltverschmutzung durch giftige Gerbsubstanzen.

Asien deckt heute rund 90 Prozent der weltweiten Schuh produktion ab. In Deutschland gibt es aufgrund hoher Lohn- und Produktions kosten sowie strenger Umweltrichtlinien nur noch
wenige Gerbereien und Produktionsstätten für Lederschuhe und Handtaschen. Von ehemals 400 Betrieben sind nur 46 Hersteller geblieben. Schuhimporte aus China, Indien, Bangladesch und Vietnam haben sich in den letzten zwanzig Jahren verdreifacht.

Tierschutz: Fehlanzeige

Diese systematischen Missstände sind selbst für internationale Modefirmen nicht rückverfolgbar, denn diese Unternehmen können eine Rückverfolgung in der Regel nur bis zu ihrem eigenen Vertragspartner, also dem Endproduzenten von Schuhen oder anderen Lederartikeln, durchführen. Die zahlreichen Vorlieferanten innerhalb der Zulieferkette und die Schlachthäuser jedoch liegen außerhalb ihrer Kontrolle. Und so kommt es, dass in deutschen Geschäften Schuhe verkauft werden, für die Heilige Kühe aus Indien in Bangladesch ohne jegliche Betäubung in Schlacht häusern oder auf offener Straße getötet werden.

In dem Armutsviertel Hazaribagh in Dhaka

In dem Armutsviertel Hazaribagh in Dhaka

arbeiten tausende Menschen - auch Kinder - unter unvorstellbaren Arbeitsbedingungen in den 150 Gerbereien. - Foto: Manfred Karremann für PETA

Schockierende Kinderarbeit

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka werden die Kuhhäute in einem unübersichtlichen Geflecht aus 200 großen und kleinen Gerbereien gegerbt. Hier müssen selbst Kinder ein Zubrot für ihre armen Familien verdienen. Einige bekommen ihren ersten Job in einer nahegelegenen Gerberei bereits mit 13 Jahren. Durch den ständigen ungeschützten Kontakt mit Chromsalzen und -dämpfen sowie anderen Laugen und Säuren bekommen sie schwere Atemwegserkrankungen und Hautausschläge.

Gesundheitsgefährdung für die Arbeiter

Weltweit werden über 90 Prozent der Tierhäute mit dem reaktiven Schwermetall Chrom gegerbt und mit giftigen Chemikalien konserviert. 90 Prozent der Gerbereiarbeiter sterben noch vor Erreichen des 50. Lebensjahres!

Es ist schockierend zu sehen, wie Kinder und erwachsene Arbeiter für die Lederproduktion ihre Gesundheit aufs Spiel setzen , berichtet Frank Schmidt, Kampagnenleiter von PETA nach seinem Besuch in Bangladesch. Das Leid der Tiere hat uns schwer bestürzt. In Bangladesch werden täglich Tausende Kühe und Ochsen getötet. Die Verbraucher in Deutschland können im Laden unmöglich nachvollziehen, woher das Leder ihrer Schuhe stammt.

Die PETA-Recherchen finden Sie hier: leder.peta.de

Was Sie tun können

Zeigen Sie Mitgefühl beim Shopping! Sagen Sie Nein zum tierquälerischen Transport, der brutalen Schlachtung und der giftigen Produktion für Leder. Entscheiden Sie sich beim Kauf für lederfreie Schuhe, Jacken und Möbel. Hochwertige Kunstlederprodukte, Mikrofaser- und Funktionsmaterialen sind witterungsfest, pflegeleicht und bei guter Pflege sehr lange haltbar.

Sehen Sie den Film "Leiden für Leder":

ZDF 37 Grad: Gift auf unserer Haut

Gefahr für Mensch und Umwelt: Gift ist im Schuh

Die Leder-Produktion ist nicht nur für das Leiden und qualvolle Sterben von vielen Millionen Tiere verantwortlich. Aufgrund von intensiven chemischen Gerbverfahren stellt die Lederindustrie in Billiglohnländern zudem eine große Gefahr für Menschen und die Umwelt dar - und setzt auch Verbraucher in Deutschland erheblichen Gesundheitsrisiken aus.

Aus Kostengründen erfolgt die Lederherstellung meist in Schwellen- und Billiglohnländern. Die Arbeiter sind hochgiftigen Substanzen oft ohne Mundschutz und Schutzkleidung ausgesetzt. Weil Kläranlagen fehlen, gelangen der giftige Gerbschlamm und Abwässer mit hochtoxischen Schwermetallen und Chromsalzen ins Grundwasser und in die Flüsse - Fische, Säuge tiere und die Natur werden vergiftet. Das New Yorker Blacksmith Institute zählt die Ledergerbung zu den Top 10 der giftigsten Industrien weltweit.

Gemeinsam mit Manfred Karremann dokumentierte PETA bereits 1999, wie Gerbereiarbeiter in Indien knietief in Chromlaugen stehen, deren Dämpfe schwere Lungenschäden hervorrufen können. Aktuelle Filmaufnahmen von 2013 aus Gerbereien in Dhaka (Bangladesch) sind mit den früheren Rechercheergebnissen fast identisch. Sie zeigen erneut Kinder, die ihren Müttern beim Einsammeln und Sortieren der getrockneten Häute helfen.
Krebserregendes Chrom VI + Chemiecocktail

Bei über 90 Prozent der weltweiten Ledergerbung werden Chrom III-Salze eingesetzt. Durch billige und unsachgemäße Produktionsmethoden kann Chrom VI entstehen - ein häufiges Allergen, das sich durch Oxidation selbst noch lange nach dem Kauf von Lederschuhen bilden kann. Chrom VI kann über den Schweiß selbst durch Socken und Strümpfe auf die Haut gelangen und schwere Hautekzeme verursachen.

Verbraucherschutzmagazine wie Stiftung Warentest und Öko-Test stellen in Deutschland regelmäßig gesundheitsschädliche Konzentrationen von Chrom VI in Kinderschuhen, Jacken und Handschuhen aus Leder fest. Im Rahmen von Untersuchungen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz 2009 auswertete, waren von insgesamt 588 Proben auf Chrom VI in Lederprodukten 250 Proben positiv - das entspricht 42,5 Prozent! Jedes dritte Lederprodukt überschritt bei den Untersuchungen den gesetzlichen Grenzwert von 3 mg/kg und dürfte somit im Handel gar nicht verkauft werden.

Hinzu kommen Funde des krebserregenden Konservierungsmittels Formaldehyd oder des verbotenen Antischimmelmittels DMF. Durchschnittlich weist jedes dritte Lederprodukt zu hohe Konzentrationen aus diesem Chemiecocktail auf. Der Verbraucher trägt sprichwörtlich das Risiko!

Die Lederindustrie verursacht

Die Lederindustrie verursacht

Die Lederindustrie verursacht nicht nur milliardenfaches Tierleid Jahr für Jahr: Die intensiven chemischen Gerbverfahren in den Billiglohnländern stellen zudem eine große Gefahr für Menschen und die Umwelt dar. Und das ist auch für die Verbraucher hier bei uns mit Gesundheitsrisiken verbunden. - Foto: Manfred Karremann für PETA

Leder: ein globaler Killer

Interview mit Dr. Edmund Haferbeck von PETA:

Um die Wahrheit über Leder an die Öffentlichkeit zu bringen, hat die Tierrechtsorganisation PETA eine große Aufklärungskampagne gestartet: Die neue Internetseite leder.peta.de informiert über die globale Lederindustrie und zeigt den schockierenden Film Leiden für Leder - das Ergebnis der Recherchen mit dem Dokumentarfilmer Manfred Karremann. Freiheit für Tiere sprach mit Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA.

Dr. Edmund Haferbeck ist promovierter Agrarwissenschaftler und Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung von PETA.

Durch sein Studium im Fachgebiet Tierproduktion an der Universität Göttingen wurde er mit dem Leid der Tiere in der industriellen Massentierhaltung konfrontiert. Statt in der Agrarindustrie tätig zu werden, traf er bereits Anfang der 1980er Jahre die Entscheidung, sich für die Rechte der Tiere einzusetzen. Seither prangert er unermüdlich Massentierhaltung, Tierversuche, Tierquälerei in Zirkussen und Zoos sowie die Jagd an.

Bei allen Agrar-Skandalen - vom Pferdefleisch- bis zum Eier-Skandal - war Dr. Haferbeck in den letzten Jahren ein gefragter Interviewpartner in Presse und Fernsehen. So ging PETA 2013 mit aufrüttelnden Recherchen und Strafanzeigen gegen Tierquälerei in der Hühner-, Puten- und Schweinemast an die Öffentlichkeit.

»Jedes Jahr sterben 1 Milliarde Tiere für Leder«

Freiheit für Tiere: Viele Tierfreunde - auch die, welche aus Liebe zu den Tieren längst kein Fleisch mehr essen - glauben, dass für die Lederproduktion keine Tiere zusätzlich sterben müssen, weil Leder ein Abfallprodukt der Fleischindustrie sei. Dies scheint vor dem Hintergrund der PETA-Recherchen eine Illusion zu sein?

Dr. Edmund Haferbeck:
Das Produkt Leder ist alles andere als ein Abfallprodukt der Fleischindustrie, ein Irrglauben, der von der Leder- und Fleischbranche systematisch genährt wird. Genauso wenig wie Lederprodukte nur so nebenbei mit anfallen, sondern ständig auch neu entworfen und produziert werden, so wenig ist Leder ein Abfallprodukt der ohnehin zu schlachtenden Tiere, vorwiegend Rinder, Kühe, Kälber. Fakt ist, dass jedes Jahr über 1 Milliarde Tiere allein für die Lederindustrie geschlachtet werden, rund 50% der Rinder-Nebenprodukte fallen wirtschaftlich auf das "Produkt Leder". Und wie hier vorgegangen wird im globalisierten Business der Lederwaren-Industrie, dokumentieren die PETA-Ermittlungen in Indien und Bangladesh.

Freiheit für Tiere: Für die Lederproduktion müssen ja nicht nur viele Millionen Kühe, Schweine oder Ziegen grausam sterben. Wird nicht auch die gesamte Natur im Umkreis der Lederproduktion vergiftet, so dass auch frei lebende Tiere dahinsiechen und die Fische in den Flüssen sterben?

Dr. Edmund Haferbeck:
Während im umweltsensiblen Europa kaum noch Gerbereien betrieben werden (am meisten derzeit noch in der Schweiz), findet man diese extrem umweltschädlichen Anlagen in Ländern wie Bangladesh. Über 90% der heute vermarkteten Lederprodukte werden mit Chrom gegerbt, einer der gefährlichsten und giftigsten Stoffe auf der Welt. Etliche andere Schadstoffe treten im Gerbprozess hinzu, bis zu 100 verschiedene. Nicht nur sind die Abwässer extrem vergiftet, auch wertvolles Trinkwasser wird für diese Gerbvorgänge verschwendet. Wir von PETA betonen immer wieder, dass Pelz und Leder keine natürlichen Produkte sind, sondern hoch belastete Kunstprodukte. Die Industrie belügt systematisch die Öffentlichkeit.

Freiheit für Tiere: Gefährden wir nicht auch unsere eigene Gesundheit, wenn wir Lederschuhe, Lederhandschuhe oder Lederkleidung tragen?

Dr. Edmund Haferbeck:
Nicht nur an den Produktionsstandorten der Gerbereien werden die Menschen und vor allem die Kinder massivst gesundheitlich geschädigt, auch der Konsument von Lederprodukten schädigt sich selbst, moralisch ohnehin, aber auch gesundheitlich. Seriöse Studien beweisen, dass Lederprodukte teilweise erheblich mit Chrom belastet sind die Grenzwerte werden überschritten.

Extremes Tierleid, systematische Schädigung der Menschen und vor allem der Kinder in den Produktionsländern wie Bangladesh, eine unvorstellbare Umweltverseuchung und gesundheitliche Gefahren durch das Tragen von Lederprodukten ist der Kreislauf diaboli der Ledermafia.

Freiheit für Tiere: Dass Fleisch ein Stück von einem Tier ist, das gelitten hat und getötet wurde, ist noch recht naheliegend - obwohl auch diese Tatsache immer noch verdrängt wird. Bei Leder ist dieser Zusammenhang nicht ganz so offensichtlich. - Wann und wie hast du persönlich realisiert, dass auch Leder mit großem Tierleid verbunden ist?

Dr. Edmund Haferbeck:
Realisiert schon während meines Studiums der Agrarwissenschaften an der Uni Göttingen in den 70er und 80er Jahren, doch untersetzt mit Fakten und Bildern erst in den 90er Jahren, da die Produktion und der Konsum tierischer Produkte unglaublich umfangreich ist und die Tierrechtsbewegung gar nicht in der Lage gewesen ist, alle Aspekte dieser Verbrechen der Menschen an den Tieren zu bearbeiten .

Es war schon immer klar, dass, grob gerechnet, ca. ein Viertel bis ein Drittel der Erlöse insbesondere in der Rinder-, Schaf- und Ziegenproduktion auf die Nutzung auch der Haut (nichts anderes ist Leder, allerdings stark und in der Regel umwelt- und gesundheitsschädlich verarbeitet) entfällt.

Freiheit für Tiere: Was möchtest du den Leserinnen und Lesern von Freiheit für Tiere zum Thema Leder noch sagen?

Dr. Edmund Haferbeck:
Schuhe, Handtaschen, Uhrarmbänder, Gürtel, Autos mit Ledersitzen und viele Gebrauchsgüter mehr sollte man niemals mehr als Echtleder kaufen. Es gibt mittlerweile derart viele leicht beschaffbare Alternativen, dass dies auch nicht mehr nötig ist.

Nicht nur Fleisch, Milch oder Eier stammen von gequälten Mitgeschöpfen, sondern eben auch Lederprodukte - der Verzicht darauf macht den mündigen und empathischen Menschen aus. Machen Sie sich einfach einmal bildlich bewusst, was Sie an Ihren Füßen und Ihrem Körper tragen: Die Haut eines Kälbchens oder eines anderen Tieres. Diesem Tier wurde für die Schuhe oder die Jacke brutal die Kehle durchgeschnitten. Vielleicht wurde ihm sogar die Haut vom lebendigen Leib gezogen. - Wollen Sie diese Haut wirklich tragen?

FREIHEIT FÜR TIERE 4/2026

Freiheit für Tiere 4/2026 erscheint Mitte August

Artikelnummer: 4-2026

Nach 25 Jahren: DAS BRENNGLAS endet • Nach 100 Ausgaben von 2002-2026: FREIHEIT FÜR TIERE wird als Zeitschrift eingestellt • Wissenschaft: Goffinkakadus erkennen, wenn etwas kaputt geht, »ärgern« sich - und finden Lösungen • Warum Tierversuche ethisch, wissenschaftlich und in der praktischen Umsetzung problematisch und überholt sind • Studie: Jagd auf Füchse, Marder und Rabenvögel nicht zu rechtfertigen • Recht: 1,6 Hektar Wald und Wiese in Rheinland-Pfalz jagdfrei • Polen: Mit 100.000 Unterschriften und Prominenten für Jagdverbote • Tierportrait: Das Buch der Vögel • Tierportrait: Luchs - Schattenwesen und Lichtgestalt • Stars für Tiere: Sarah Connor - Freiheit für Orcas und alle Meerestiere! • Billie Eilish: »You can’t love animals and eat meat« • Wissenschaft: Pflanzliche Ernährung schützt vor Krebs • Studie: Länger jung mit pflanzlicher Ernährung • Buchtipp Work-Lunch-Balance: Schnelle 100% tierfreundliche Gerichte für eine bewusste Mittagspause • Buchtipp: TASTY HEALTHY VEGAN mit Rezepten

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FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter